OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Juvenal Balán

Die Verabschiedung und Umsetzung der ergänzenden juristischen Normen zu den nicht-staatlichen Unternehmensformen im Bereich der Gastronomie, persönliche und technische Dienstleistungen, worin das Angebot an Räumlichkeiten für die Selbstständigen eingeschlossen war, die Festlegung von Höchstpreisen im Großhandel für bestimmte Produkte, Steuerberechnungen über den Verkauf und Anpassungen an das Steuersystem waren unter anderem die Themen, auf die sich die Debatten in der Kommission Dienstleistungen gestern konzentrierte. Auch die Neuordnung des Groß- und Einzelhandels wurde besprochen.

Für die Bevölkerung sensible Fragen wie das Programm des Basiswarenkorbs für die Familien, bei dem es beim Zyklus der Verteilung von häuslichen Brennstoffen, Kerosin und Alkohol in einigen Gebieten Beeinträchtigungen gab, die Reparatur von Kochmodulen und der Verkauf von Schuluniformen wurden erörtert.

Angesichts des Berichts des Ministeriums für Binnenhandel (Mincin) stellte der Präsident der Nationalversammlung Esteban Hernández die Frage, ob die angewandten Rechtsvorschriften ein sicheres Mittel für die Betriebsführung darstellten. Die sei eine Besorgnis, die sich teilweise daraus ergeben würden, dass Teile der aufgedeckten Übertretungen durch Unkenntnis der Vorschriften begangen wurde oder weil diese nicht korrekt ausgeführt wurden.

Daraus ergebe sich die Notwendigkeit der Schulung aller wirtschaftlichen Akteure, denn außer, dass es erforderlich ist, das juristische Dokument zu kennen, müsse es auch noch systematisch in die Praxis umgesetzt werden und man müsse um dessen Nutzen wissen.

Die Ministerin des Mincin Mary Blanca Ortega sagte darauf, dass neben der Ausformung der Rechtsdokumente weitere Aktionen durchgeführt würden und die Mitarbeiter der Organe, die direkt mit den Veränderungen zu tun hätten, persönlich darauf vorbereitet würden.

Auf die Nachhaltigkeit der Reparaturen in den Werkstätten für Haushaltsgeräte eingehend sagte sie, dass man bei den Versuchen, diese mit nicht-staatlichen Formen zu verknüpfen, weitergekommen sei.

Die Abgeordnete Graciela Pérez Hernández aus Artemisa wies darauf hin, dass die Reparatur der Geräte ein heikles Thema sei, denn sie sei oft von Disziplinlosigkeit und Illegalität begleitet. Teilweise liege das Problem nicht an dem Mangel an Ersatzteilen sondern an der Hamsterei und der ungebührlichen Nutzung dieser Ressourcen.

Über die Metrologie und den technischen Zustand der Gewichte, Waagen und anderer Messinstrumente sprachen Fachleute des Sektors zu den Parlamentariern.


DIE EPIDEMIOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT DES LANDES ZU ERHALTEN

„Nur die systematische Arbeit und mit Qualität und Disziplin das durchzuführen, was nötig ist, davon hängt die epidemiologische Nachhaltigkeit des Landes ab“, sagte der erste stellvertretende Gesundheitsminister José Ángel Portal Miranda den Abgeordneten in der Gesundheitskommission.

Um zu erkennen welche Anstrengungen geleistet wurden, was die Organisation und Durchführung der epidemiologischen Überwachungsmaßnahmen angeht, die verhindern sollten, das Krankheiten wir die Viren von Zika, Chikungunya und Gelbfieber nicht ins Land kommen und andere wie Cholera und Dengue unter Kontrolle bleiben, müsse man das epidemiologische Szenario auf der Welt verstehen und die daraus sich ergebende Notwendigkeit, dass die Bevölkerung ihre Disziplin beibehalte.

Er fügte hinzu, dass in den Ländern Amerikas die Situation weiterhin durch die Zirkulation verschiedener Viren, die durch die Gattung Aedes (aegypti und albopictus) übertragen werden, sehr schwierig sei. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Übertragung von Chikungunya in 38 Ländern und von Zika in 40 Ländern bestätigt wurde und dass Dengue weiterhin fast die ganze Region beeinträchtige. Außerdem breite sich Gelbfieber in Angola aus und auch in anderen Ländern Afrikas und Amerikas wurden Fälle von Gelbfieber gemeldet.

Kuba habe in diesem Jahr noch keinen Fall von Chikungunya gehabt. Diese Krankheit werde streng überwacht und man könne sich hier auf die Unterstützung der Laboratorien verlassen.

Seit 1909 seien in Kuba keine Fälle von Gelbfieber mehr gemeldet worden, aber für die weltweite Gemeinschaft stelle dieser neue Herd ein Grund für Besorgnis dar, denn in den letzten zwei Jahren sah sich die Welt zwei Mal einem Alarm ausgesetzt: Ebola und Zika.

Das Risiko, dass diese Krankheiten in Kuba eingeführt werden sei, wegen der großen internationalen Zusammenarbeit Kubas und dem Grad des Befalls mit Aedes in einigen Kreisen, sehr hoch. Er erinnerte daran, dass angesichts dieses internationalen Szenarios Parteiführung und Regierung einen Maßnahmenplan verabschiedet hätten, der vom Gesundheitsministerium geleitet worden sei und auf die Ausrottung des wichtigsten Überträgers gerichtet war.

Dieser Plan habe ganz Kuba erfasst und die Aktionen wurde in den 60 Kreisen mit erhöhtem Risiko verstärkt: Deswegen sei der Aufruf, den Präsident Raúl Castro im Februar an die Bevölkerung machte und deren Unterstützung entscheidend gewesen.

Während der intensiven Etappe seien die Aktionen zur vektoriellen Kontrolle und die Behandlung der Herde zu 100% erfüllt worden. In der Bevölkerung stieg das Bewusstsein für das bestehende Risiko an und ebenso deren aktive Beteiligung.

Was Dengue angehe, sei von den 46 Kreisen, die es im März gegeben habe, nur noch die Provinz Guantanamo übrig, aber auch da gehe man davon aus, dass das Problem in diesem Monat gelöst werde.

Was Zika betrifft, werde weiterhin eine Überwachung durchgeführt. Das Land verfüge über die erforderliche Kapazität an Labors und bis jetzt seien 22 importierte und ein einheimischer Fall registriert worden, es habe aber keine Übertragungen gegeben. Allmählich sei auch das unspezifische Fieber zurückgegangen, eines der Symptome, das uns vor der Präsenz dieser Krankheit warnt.

Die Herde von Aedes aegypti seien zurückgegangen, befänden sich aber immer noch oberhalb des sicheren Niveaus.

Die Durchfallerkrankungen seien im Vergleich zu 2015 um 17,6% zurückgegangen.

Was die Cholera angeht, seien 90,3% der Fälle in den östlichen Provinzen gemeldet worden, hauptsächlich in den ersten sieben Wochen des Jahres. Später habe es nur vereinzelte Fälle gegeben und der Übertragungsweg sei offensichtlich unterbrochen.

Der Gesundheitsminister Roberto Morales Ojeda wiederholte, dass es mit dem Programm gelungen sei, den Grad des Befalls zu senken, aber dass die Sommermonate die schwierigsten seien. „Von der Durchführung von Maßnahmen der Nachhaltigkeit hängt es ab, dass sie Fehler der Vergangenheit nicht noch einmal gemacht würden,. Strenge und Disziplin müssen