OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Wenn man der Wichtigkeit der jugendlichen Arbeitskraft und der Teilnahme der Frau in der Arbeitswelt Kubas Rechnung trägt, ist es unerlässlich, die Arbeitsbedingungen zu differenzieren und der alltäglichen Aufmerksamkeit dieser Sektoren Priorität einzuräumen.

Das sagte am Montag die Vizepräsidentin dieser Kommission, Yoerky Sánchez Cuéllar in der ersten Debatte der 7. Ordentlichen Sitzung der VIII. Legislaturperiode der Nationalversammlung.

Sie betonte ebenfalls, dass als Teil der von einigen Abgeordneten in fünf Provinzen durchgeführten Kontrollbesuche und Überprüfungen, die der Analyse der Lage der jungen Arbeiter dienen sollte, man zu dem Schluss gekommen sei, dass die Union der Jungen Kommunisten ihre Anstrengungen hin zu einer größern Eingliederung dieser Altersgruppe in den Arbeitsprozess richten müsse, hauptsächlich bei solchen Jugendlichen, die weder in ein Studium noch in die Arbeitswelt eingebunden seien.

Nur wenige Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren würden die Option einer Arbeit wählen, denn man ermutige sie allgemein, ihre akademische Ausbildung fortzuführen.

Jedoch würden diejenigen, die ihre ersten Beziehungen zur Arbeitswelt aufnähmen, in ihrer Mehrheit wenig über ihre Rechte und Pflichten wissen, was über das herausgehe, was man von ihnen an ihrer Arbeitsstelle fordere. Für den Fall, dass sie im nicht-staatlichen Bereich arbeiteten, so sagte sie, dass diese allgemein angeführt hätten, ihnen gehe es gut, weil sie höhere Einkünfte als im staatlichen Sektor erzielten.

Sie fügte hinzu, dass die befragten Jugendlichen den Wunsch zu Fortbildung geäußert hätten, dass sie ihr Studium fortsetzen und die Möglichkeiten nutzen wollten, die ihnen das Arbeitsrecht bietet, wenn sie ihre Studienlaufbahn einmal beendet haben.

Was die Besorgnisse angeht, die in der Umfrage zutage traten, betonte Sánchez Cuéllar,dass den Befragten, die ihre Lehrzeit als qualifizierte Arbeiter abgeschlossen oder aber polytechnische oder andere besondere Ausbildungen gemacht hätten, keine Arbeitsstelle garantiert worden sei, weswegen sie in Begleitung von Familienangehörigen zur Arbeitsbehörde oder direkt zu den Betrieben gegangen seien, um sich zu bewerben.

Was die Situation der Frauen angeht, führte sie aus, dass bei der Rundreise durch sieben Provinzen die Abgeordneten mit über 700 Arbeitern und 11 Geschäftsführern in 51 Betrieben gesprochen hätten.

Man fand dabei heraus, dass die in der Produktion und im Servicebereich Beschäftigten nicht über das Arbeitsrecht informiert waren und sie es kaum als ein notwendiges Werkzeug benutzten. Außerdem bestehe weiterhin Unwissen über die Gesetzgebung zu allen Angelegenheiten, die mit Mutterschaftsurlaub zu tun hätten, wenn es sich um Arbeiterinnen im nicht-staatlichen Bereich handelt.

Außerdem gebe es in vielen der besuchten Örtlichkeiten nicht die für das Stillen geeigneten Räumlichkeiten, aber die Frauen waren der Ansicht, dass die Einhaltung der flexiblen Arbeitszeiten an den Arbeitsplätzen (staatlich oder nicht-staatlich) dazu beitrügen, dass die arbeitenden Mütter diese Praxis nicht aufgäben, die so wichtig für die Gesundheit des Neugeborenen ist.

Sie fügte hinzu, dass es die Unterscheidung der Geschlechter bei der Aushändigung von Artikeln erster Ordnung unzureichend sei, ebenso wie die Dienstleistungen für die Betreuung der Kleinen ( Kindergärten, Halbinternat), was die Frauen, besonders in ländlichen Gebieten, daran hindere, ihren Arbeitstag zu vollenden.

Bei den Besuchen in landwirtschaftlichen Zentren, kam man zu der Auffassung, dass der Arbeit, die die Frauen in der Landwirtschaft leisten, zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet werde. Es sei notwendig, ihre größten Sorgen zu kennen, um zu erreichen, dass sie für das, was sie tun, Anerkennung finden.

Der Abgeordnete Freddy Luis Sánchez aus Cienfuegos, sagte, dass die Frau, die in der Landwirtschaft arbeite, zu den am meisten diskriminierten des Landes gehöre, denn es gebe „Barrieren, die verhindern, dass sie sich etwas weiter entwickeln kann“.

„Eine Schwangerschaft in einem Büro oder auf einem Feld durchzustehen, ist nicht das gleiche. Der physische Kraftaufwand ist ungleich höher. Ich glaube, dass der Agrarbereich sich mehr darauf konzentrieren muss, die Arbeistbedingungen seiner Frauen zu verbessern“, sagte er.

Man müsse in den Haushalten darauf achten, Mittel zum Schutz der Frauen vorzusehen, sagte Rosmery Santiesteban aus Granma. Die Frauen in diesem Sektor sind oftmals Risiken ausgesetzt und es ist unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass der physische Verschleiß und die psychische Belastung nicht zu stark werden“, sagt er.