OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Juvenal Balán

Die Wichtigkeit, die kubanische Heranwachsende dem Lernen zumessen, ihre familiären Beziehungen, und die Art, wie sie sich die technologischen Neuerungen aneignen und sie nutzen stachen unter den am Montag debattierten Themen hervor.

Die Leiterin der Abteilung Politik und Gesellschaft, Keyla Rosa Estévez, gab die Ergebnisse einer Untersuchung des Studienzentrums über die Jugend bekannt. Sie hob hervor, dass die Mehrheit der heranwachsenden kubanischen Jugendlichen sich als glücklich betrachten und stolz sind, auf der Insel zu leben.

Dies verdanke man in großem Maße der Tatsache, dass sie sich als Personen mit Rechten betrachten, besonders solche, die mit Gesundheit, Bildung und Sicherheit in Zusammenhang stehen.

68% der Befragten sehen dies als fundamental an, während 32 % dies nicht als wichtig betrachten.

Deshalb sei es notwendig zu betonen, wie man die Liebe zum Lernen wecken kann, da diese darüber entscheidet, wer diese Jugendlichen in der Zukunft sein werden.

Es wurde ebenfalls bekannt, dass 70% der Befragten Zugang zu Technologien haben, hauptsächlich mobile Telefone und Computer, die sie als Werkzeuge zum Informationsaustausch benutzen und die nützlich für Studium und Arbeit sind. Sie werden außerdem als unerlässlich für den Sozialisationsprozess angesehen.

Der Besitz dieser Technologien ruft in ihnen ein Glücksgefühl hervor, denn er bedeutet eine Art und Weise „aktualisiert“ „ in Mode“ zu sein, auch wenn in einigen Fällen Anzeichen eines Überheblichkeitsgefühls ausgemacht wurden, was das Risiko in sich birgt, Spaltungen klassengesellschaftlicher Art hervorzurufen.

Was den familiären Kontext angeht, leben die meisten Jugendlichen mit beiden Elternteilen zusammen, auch wenn das Zusammenleben nur mit dem mütterlichen Teil signifikant ist. Die Mutter ist es auch, der man in den meisten Fällen seine Probleme anvertraut und die den größten Einfluss auf sie ausübt.

Estévez García betonte, dass eine Tendenz bestehe, das Sexualleben in frühem Alter zu beginnen, denn 17% der Befragten sagte,sie hätten zwischen 12 und 13 Jahren begonnen, intime Verhältnisse zu haben. 76% hatten diese zwischen 16 und 19 Jahren. Die Motive dafür waren die Wünsche des Partners erfüllen zu wollen und sich als modern zu empfinden.

Was das Freizeitverhalten angeht, so sind Strand, Swimming-Pool und Flüsse aufzusuchen, zu Hause Videos zu gucken und Videospiele zu spielen am beliebtesten.

Die Arbeit nimmt keinen wesentlichen Stellenwert im Leben dieser Jugendlichen ein. Sie besetzt auch keinen herausragenden Platz in der Hierarchie der Prioritäten in dieser Entwicklungsstufe. Die Arbeiter machen ja auch nur 10% der Bevölkerung unter 19 Jahren aus.

Die FEU-Vorsitzende Jennifer Bello stellte fest, dass diese Studie die Merkmale der jetzigen kubanischen Jugendlichen deutlich gemacht habe, die auch die unserer Gesellschaft seien.

„Dies ist eine Etappe, in der die Jugendlichen viel individuelle Aufmerksamkeit benötigen, vor allem seitens ihrer Familie und wir müssen diesem Thema Beachtung schenken, denn diese Jugendlichen werden die Männer und Frauen von morgen sein“, sagte sie.