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Der dominikanische Präsident Danilo Medina bat um eine Schweigeminute zu Ehren des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz. Photo: Estudio Revolución

BÁVARO, Dominikanische Republik – Die Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) begann am Dienstag ihr 5. Gipfeltreffen mit einer Schweigeminute zu Ehren Fidels, „der ein Vorläufer der CELAC war und sein ganzes Leben lang fest an ein Lateinamerika glaubte, das vereint den Weg des Fortschritts beschritt“.

Dies drückte der dominikanische Staatschef Danilo Medina während der Eröffnungszeremonie des Segments der Hohen Staatschefs aus, bei dem Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Präsident des Staats- und des Ministerrates, zugegen war.

„Der CELAC obliegt eine große Verantwortung, über die Interessen unserer Völker zu wachen“, sagte der Präsident der Dominikanischen Republik. „Es sind keine Zeiten, um uns abzuschotten und zurückzufallen, sondern um unsere Bindungen zu vertiefen, um vorwärts zu kommen. Es ist dringend notwendig, lateinamerikanische und karibische Lösungen für lateinamerikanische und karibische Probleme zu finden“, stellte er fest.

Er bezog sich auch auf José Martí, denn an ihn zu erinnern ist immer erforderlich, wenn von Unserem Amerika die Rede ist. „Die Völker, die sich nicht kennen, sollten sich beeilen, miteinander bekannt zu werden als solche, die zusammen kämpfen werden“, zitierte er den Apostel.

„Werden wir uns also kennenlernen, und vereinen und zusammen kämpfen, mit dem Stolz unserer Gründungsväter. Kämpfen wir für dieses Große Vaterland, von dem unsere Vorfahren geträumt haben und das unsere Kinder verdienen“, unterstrich Präsident Danilo Medina.

WEITER FÜR EINE POLITISCHE VEREINBARUNG ARBEITEN

Der Armeegeneral war der erste Regierungschef, der am Dienstag auf dem Internationalen Flughafen Punta Cana eintraf, um am 5. Gipfeltreffen der CELAC teilzunehmen, das bis heute im Kongresszentrum Barceló Bávaro stattfindet.

Photo: Estudio Revolución

Vor den dort versammelten Pressemedien grüßte Raúl das dominikanische Volk, nachdem er von Hugo Rivera Fernández, stellvertretender Außenminister, emfangen worden war, der versicherte, dass es eine Ehre sei, den kubanischen Präsidenten zu begrüßen, da sich die historischen und freundschaftlichen Beziehungen mit allen lateinamerikanischen und karibischen Ländern festigen.

„Von höchster Bedeutung ist Ihre Teilnahme an dieser Beratung der CELAC, wo alle Völker Lateinamerikas und der Karibik vereint sind. Die CELAC ist eine Einheit des Dialogs zwischen unseren Völkern“, sagte Rivera Fernández in seinen Erklärungen vor der kubanischen Presse.

Der kubanischen Delegation gehören desweiteren der Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla, die stellvertretenden Außenminister Abelardo Moreno und Rogelio Sierra, sowie Carlos de la Nuez, Botschafter in dem karibischen Land, an.

Kuba nimmt an dem Treffen mit der Überzeugung teil, dass dies eine Gelegenheit ist, weiter an einer politischen Vereinbarung, an der Einheit und Integration Lateinamerikas und der Karibik zum Wohle unserer Völker zu arbeiten.

Ebenfalls am gestrigen Dienstag tagte die Versammlung der Außenminister, die von Miguel Vargas, Außenminister der Dominikanischen Republik, eröffnet wurde, der für die wertvolle Hilfe dankte, die er vonseiten der Mitgliedsländer während des Pro Témpore Vorsitzes seines Landes erhalten hatte.

„Wir haben einen Schritt nach vorn in der Konsolidierung der CELAC gemacht als Stimme unserer Region, als bester Ansprechpartner Lateinamerikas und der Karibik vor den wichtigsten Akteuren der internationalen Gemeinschaft“, sagte der dominikanische Außenminister.

Entsprechend dem offiziellen Programm des Events finden am heutigen Mittwoch die Ansprachen der Delegationsleiter an diesem hohen Treffen statt. Desweiteren wird die Politische Erklärung von Punta Cana verabschiedet, der Aktionsplan der CELAC für 2017, sowie die Sondererklärungen, die Themen gemeinsamen Interesses für unsere Völker einschließen. Zum Abschluss erfolgt die Übertragung des Pro Témpore Vorsitzes an El Salvador.