OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Am Dienstag Nachmittag wurden die Verteidungsräte auf allen Ebenen der Provinz Granma aktiviert. Foto: Dilbert Reyes Rodríguez Photo: Dilbert Reyes Rodríguez

Von Guantanamo bis Matanzas wurden die Verteidungsräte aktiviert, damit die Maßnahmen ergriffen werden können, die notwenig sind, um das Leben der Personen und die wirtschaftlichen Ressourcen zu schützen.

Die Sicherung der Evakuierungszentren, die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln sowie die Minimierung der möglichen von Hurrikan Irma verursachten Schäden, war das, was alle Gebiete gemeinsam beschäftigte.

IRMA WIRD FÜR BEWOHNER VON LAS TUNAS ZUR PRIORITÄT

Die Schnelligkeit beim Treffen von Entscheidungen, die tiefgehende Analyse der Pläne zur Reduzierung der Risiken und die Verantwortung der Gruppen- und Untergruppenleiter für den Schutz menschlichen Lebens und der Ressourcen des Staates waren die Aspekte, die beim ersten Treffen des Verteidigungsrats der Provinz Las Tunas angesichts der gefährlichen Route diskutiert wurden, die Hurrikan Irma eingeschlagen hat.

Als einmal die Phase der Information verfügt worden war, wurden alle entsprechenden Maßnahmen in Gang gesetzt, die die Grundlage für die Vorbereitung in der Zeit vor einem Phänomen solchen Ausmaßes, für dessen Folgen und für den Wiederaufbau bilden.

Zu diesem Zweck arbeitet man bereits an der Beschaffung für den Verkauf bestimmter Lebensmittel, man kontrolliert die Verfügbarkeit von Mehl und man begann mit der Produktion von vier Tonnen Keksen. Außerdem wurden Ressourcen zum Schutz der Lagerhallen und des Salzes im Norden der Provinz getroffen, sowie für die Überführung des Zuckers, der sich im Hafen befindet, zu einem sicheren Ort.

Da die Beeinträchtigung durch Irma für den Norden der Provinz bevorsteht, hat man so früh wie möglich damit begonnen, die Bildungseinrichtungen, die in dieser Gegend als Evakuierungszentren dienen, vorzubereiten. Außerdem kümmerte man sich um die Ernte einer Anzahl von Pflanzungen und die Verbringung der Tiere in höhergelegene Gegenden. Auch wies man alle Boote und Schiffe, die sich im offenen Meer befinden, zur Rückkehr in einen sicheren Hafen an.

Der Präsident des CDP Ariel Santana Santiesteban betonte, dass eine ständige Verbindung der Provinzstrukturen des Rates mit den Räten in jeder einzelnen Gemeinde wichtig sei. Er sagte außerdem, dass die Verteidigungsräte der Gemeinden eine klare Vorstellung darüber haben müssten, wie viele Personen evakuiert werden müssten, denn nicht einer dürfe schutzlos bleiben.

Aktionen wie das Aufsammeln von Müll, die Sicherung der hochgelegenen Tanks, die Säuberung der Abflüsse und das Entfernen von Objekten, die sich durch den Wind in Projektile verwandeln können, sind Punkte, an denen die Bevölkerung bereits begonnen hat mit Disziplin und Verantwortung zu arbeiten.

In dem Maße, wie der Hurrikan näherkommt, werde man mit der Erfüllung anderer Aufgaben weitermachen, denn der Hurrikan habe ab jetzt die höchste Priorität.

VERTEIDIGUNGSRÄTE IN GRANMA AUF ALLEN EBENEN AKTIVIERT

Mit der Aktivierung der Räte zur Verteidigung auf der Ebene der Provinz und der Gemeinde am Dienstag Nachmittag wurde damit begonnen, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.

In Ciego de Ávila hat ebenfalls der Verteidigungsrat der Provinz Maßnahmen ergriffen Photo: Osvaldo Gutiérrez Gómez (AIN)

Das erste Treffen der höchsten Instanz der Provinz überprüfte, angeführt von ihrem Präsidenten Federico Hernández, im Detail die größten wunden Stellen des Gebiets, eine Region mit weiten Flussläufen, einer langen Küstenlinie mit Städten und Dörfern und einem ausgedehnten Teil der Sierra Maestra.

Spezialisten unterstrichen, dass diese Eigenschaften je nach Zone, die Gefahren durch die Auswirkungen der starken Winde, der Überschwemmungen und des Eindringen des Meeres in die Küste vergrößern, die der Hurrikan mit sich bringt. Deshalb wurden die Maßnahmen genau festgelegt, die an jedem Ort je nach Höhe des Risikos ergriffen werden müssen, um in erster Linie das Leben der Personen zu schützen.

Es wurde sofort angewiesen, für jedes Zentrum, das Evakuierte aufnimmt, die Konditionen zu schaffen, die Trinkwasserreserven, die Verfügbarkeit von Chlor, Treibstoff, Medikamenten, Sauerstoff für die Gesundheitszentren und das Funktionieren von Generatoren zu überprüfen.

Man kümmerte sich um die Sicherung der Versorgung mit Lebensmitteln und das Vorhandensein von Grunddienstleistungen in Gemeinden, bei denen die Gefahr der Isolierung besteht. Es wurden außerdem alle Varianten überprüft, die für Personen in abgelegenen Gebieten als Schutz dienen.

Der Verteidigungsrat der Provinz verfügte die Unterbringungt des Maschinenparks in weniger gefährdete Gebiete und präzisierte die Aktionen, die unternommen werden müssen, um Nahrungsmittel, Baumaterial, Düngemittel und andere Ressourcen in gefährdeten Lagern zu erhalten.

Es wurden Anweisungen an die Kommunikationmedien gegeben, Informationen an die Bevölkerung hinsichtlich der Maßnahmen, die je nach Entwicklung des Hurrikans unternommen würden, zu liefern und man drängte darauf, keine Zeit zu verlieren, weder im Haus, noch im Viertel, wenn es darum gehe, Ressourcen zu schützen.

Der Präsident des Rates rief vor allem dazu auf, dringend den Stand der kleinen Stauseen, Bäche und Kanäle zu überprüfen, in denen sich auf Grund der langanhaltenden Trockenheit künstliche Barrieren gebildet haben könnten, die angesichts der schweren zu erwartenden Regenfällen zu weiteren Gefahren führen würden. Er betonte, dass es wichtig sei, auf verschiedene Weise die Kommunikation auf allen Führungsbenenen zu gewährleisten.

CAMAGÜEY PLANT ANGESICHTS DER GEFAHR DURCH HURRIKAN IRMA

In Anwesenheit des Armeekorpsgenerals Ramón Espinosa Martín wurden in Camagüey genau die Pläne für die Reduzierung der Katastrophe besprochen, die die Nähe des Hurrikans mit sich bringen kann.

Der Verteidigungsrat analysierte dort genau, was man angesichts eines Hurrikans der Kategorie 5 der Saffir –Simpson Skala, besonders im Hinblick auf den Schutz von Menschenleben tun könne.

Als Teil der Informationsphase, die am Nachmittag vom Generalstab der Zivilverteidigung verfügt wurde, definierten die Gruppen und Untergruppen, die den Verteidigungsrat bilden, die in den kommenden Tagen durchzuführenden Aktionen.

Espinosa Martín erklärte, dass es nötig sei, dass die Personen sich eigenverantwortlich um den Schutz ihrer persönlichen Integrität und die Ressourcen und Güter der Wirtschaft kümmern, um die Folgen dieses zur Zeit schweren Hurrikans zu vermindern.

Er wies auf die Verletzlichkeit der niedrig gelegenen Zonen an Küsten, Flüssen und Stauseen im Norden hin, die am ehesten beeinträchtigt werden können.

Die Evakuierungspläne wurden präzisiert und die Lage der Herbergen überprüft, sowie die Verfügbarkeit von Wasser und Lebensmittel und der Transport zu den Zentren, wenn die Bevölkerung dorthin evakuiert werden muss.

Die Funktion der über 500 Generatoren muss überprüft werden, damit die Krankenhäuser und die lebensmittelverarbeitenden Zentren funktionstüchtig bleiben, die Demontage der Solarpaneele in den den Winde ausgesetzten Gebieten muss durchgeführt werden.

GUANTÁNAMO BEREITET SICH VOR

Der Verteidigungsrat von Guantanamo rief auch zur Ergreifung von Maßnahmen auf, damit die Bevölkerung und die Ressourcen keinen Schaden erleiden.

Angeführt von seinem Präsidenten Denny Legrá Azahares rief der Rat die Bevölkerung dazu auf, die Ressourcen der Familien zu schützen, damit sich die bittere Erfahrung bei Hurrikan Matthew nicht wiederhole, als Tausende von Matratzen, Betten, Fernseher etc. zerstört wurden.

Die Höhlen, die als Schutzorte dienen, müssen entsprechend mit Trinkwasser, Sitzgelegenheiten und wenigstens einer Latrine ausgestattet werden, wie man aus den Erfahrungen von Hurrikan Matthew gelernt habe.

Jede Familie in Guatanamo soll einen Rucksack mit lebenswichtigen Dingen bereithalten, falls eine Evakuierung erforderlich würde und auch ihren Ausweis.

SANTIAGO DE CUBA: MASSNAHMEN ZUM SCHUTZ DER BEVÖLKERUNG UND DER RESSOURCEN VERSTÄRKT

Auch hier ging es bei der vom ersten Parteisekretär Lázaro Esposito Canto geführten Sitzung um den Schutz der Bevölkerung und der Ressourcen.

Dutzende von Herbergen werden bereitgestellt, in die, wenn nötig, die Menschen evakuiert werden können und in den nächsten Stunden bricht eine chirurgische Brigade in die Gemeinden Guamá und Tercer Frente auf, um, wenn die Kommunikation wegen der heftigen Regenfälle oder als Folge von Erdrutschen zusammenbricht, die medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Die Gesundheitsbehörde verfügte außerdem, dass um Beeinträchtigungen bei Dialyse und Hämodialysebehandlungen zu vermeiden, 108 Patienten mit Nierenschäden, die in abgelegenen Gebieten leben, ins Krankenhaus aufgenommen würden. Das gleiche gelte bei Schwangeren, bei denen die Geburt kurz bevorsteht oder bei Risikoschwangerschaften.

Um die Ernährung der Bevölkerung zu gewährleisten, wird seitens der lokalen Industrie eine besondere Anstrengung bei der Verteilung von Lebensmitteln unternommen. Der Verkauf der Grundnahrungsmittel gehe so lange wie notwendig und auch die Ernte und Versorgung der Städte mit Knollenfrüchten und Gemüsen, die Lieferung von Mehl zur Herstellung von Brot und Keksen, die Vergabe von Flüssiggas etc. müsse gesichert sein.

Unter anderem wird die Ernte von reifen Kaffeekirschen intensiviert, die Tiere an sichere Orte verbracht, die Bewässerungsstationen und Gewächshäuser demontiert, sowie Traktoren und Lastwagen in sichere Unterstellmöglichkeiten gebracht.

Es sind außerdem die Bedingungen dafür geschaffen, dass etwa 12.000 Internatsschüler aus Santiago de Cuba und anderen Provinzen nach Hause zurückkehren, die Photovoltaikparks demontiert werden, Brigaden mit Motorsägen zum Stutzen der gefallenen Bäume gebildet und die spezialisierten Rettungskräfte aktiviert werden.

Expósito Canto sagte, dass aus der Erfahrung von Hurrikan Sandy heraus, man jetzt rationell arbeiten und die Sachen sehr gut machen müsse, dass sie morgen gut ausgingen. Man dürfe keinen Augenblick die möglichen Schäden aus den Augen verlieren, die starke Winde, heftiger Regen und das Eindringen des Meeres für dieses Gebiet bedeuten.