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Der Präsident bekräftigte, dass die Revolution ständig zum Volk hingehe, weil in ihm die Quelle der Weisheit und der Schaffenskraft sei Photo: Estudios Revolución

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez und die Minister für Wirtschaft und Planung Alejandro Gil Fernández, für Finanzen und Preise Meisi Bolaños Weiss und für Arbeit und Soziale Sicherheit Margarita Fernández González waren bei der zweiten Mesa Redonda Sendung anwesend, die dazu diente, Einzelheiten über die jüngst vom Ministerrat beschlossenen Maßnahmen bekanntzugeben.

Díaz-Canel bezeichnete es als enorm, wie die Bevölkerung sich ausgehend von der tags zuvor gelieferten Information beteiligte und er sah das Verständnis und die Aufnahme der Maßnahmen durch die Bevölkerung als eine Ergänzung zu dem an, was die Regierung vorschlage.

Er zeigte ein Dokument, das alle Meinungen dazu enthielt, die in den sozialen Netzen, auf der Website des Präsidenten, den persönlichen Konten in Twitter derer, die Verantwortung in der Regierung haben und auf anderen Wegen erschienen sind. Da es Berührungspunkte zwischen den Erklärungen und Fragen gebe, wolle man im Block antworten, um auf Einzelheiten eingehen und Ergänzungen einbringen zu können, sagte er.

Dies zeige aber auch, dass man in den nächsten Tagen, in dem Maße, wie diese Beschlüsse umgesetzt würden, weiter mit den Erklärungen fortfahren müsse.
 

DEM VOLK ANTWORTEN

Der Präsident führte aus, dass die Einrichtungen der zentralen Staatsverwaltung, die Räte der Provinzverwaltung (CAP), die der Gemeinden und alle staatlichen Institutionen bereit sein müssten, dem Volk zu antworten, dessen Verpflichtung bei der Kontrolle unerlässlich sei.

In diesem Zusammenhang kündigte er an, dass so auch Anzeigen über Preisverletzungen eingegangen seien und man diese Information sehr gut nutzen müsse. „Wenn wir eine angemessene Antwort geben, wenn wir diejenigen, die diesem Irrtum verfallen, alles erklären und sie überzeugen können, wird ihr Beitrag zur Gesellschaft und ihr Verhalten anders ausfallen; dann werden wir mit dem Konzept der Schlacht, das im Kongress der UNEAC dargelegt wurde, gegen den Mangel an Anstand, gegen das nicht emanzipatorische Verhalten und auch die Schlacht um die Ethik gewinnen, die unser Volk und unsere Gesellschaft auszeichnen muss.“ Dem CAP Havannas seien diese Anzeigen bekanntgemacht worden.

Er sagte, dass es einige Besorgnis aus dem Unternehmensbereich gegeben habe und er wiederholte das, was er schon an anderer Stelle über das Potential gesagt hat, über das dieser verfügt und dass ihm durch diese Maßnahmen weitere Vollmachten gegeben würden.

Auch wenn es für die Arbeiter dort keine direkte Gehaltserhöhung gebe, bestünden sehr wohl Möglichkeiten des Wachstums und davon ausgehend könne man ein kohärenteres und vorteilhafteres Zahlungssystem anwenden.

Er wies daraufhin, dass man am zweiten Tag der Annäherung an die vom Ministerrat beschlossenen Maßnahmen die Dimension anerkennen müsse, die die Mesa Redonda hat, nicht nur für diejenigen, die dort im Raum seien; es habe Hunderte von Teilnehmern gegeben, was bei all jenen zum Ausdruck komme, die von den sozialen Netzen aus arbeiteten und auf die Website des Präsidenten oder auf die von Cubadebate zugreifen würden.

„Ihnen müssen wir danken, denn die Art, wie sie ihre Sorgen, Zweifel und Unsicherheiten dargelegt haben oder uns Anregungen und Vorschläge unterbreitet haben, all das hilft uns, besser im Sinne der Revolution und des Landes zu regieren.“

Er bedankte sich beim Kubanischen Fernsehen und insbesondere bei der Mesa Redonda, dass ihm diese Möglichkeit des direkten Dialogs mit dem Volk ermöglicht wurde, womit auch die ursprüngliche Idee dieser im Dezember vor 20 Jahren von Fidel gegründeten Sendung verteidigt worden wäre.

„Er hatte sie konzipiert, um das Volk zu informieren, um ihm zuzuhören und von seinem kollektiven Genie zu lernen und in dem Maße, in dem wir von der Regierung aus diese Informationen über die brennenden Probleme, die uns am meisten beunruhigen, systematischer machen, ehren wir auch das Denken Fidels und die Absicht, die er mit der Gründung dieses Programms verfolgte“, sagte er.

Er führte aus, dass in einer Welt, in der sich die sozialen Netze entwickelten und geplant sei, die elektronische Regierung auszudehnen, es die große Lektion der Revolution sei, ständig auf das Volk zuzugehen, „denn in ihm haben wir die Quelle der Weisheit und der Schaffenskraft“.

Das habe unsere Geschichte bewiesen, sagte er und erinnerte daran, dass in den schlimmsten und schwierigsten Momenten Fidel und Raúl immer auf das Volk zugegangen wären. „Die Revolution ging immer zum Volk, deswegen habe ich gestern gesagt, dass Revolution Volk und Volk Revolution ist“.

Er bestätigte, dass alle Zweifel, Sorgen und Vorschläge, die man erhalten habe, berücksichtigt und ausgewertet würden, unabhängig von den heute gegebenen Erklärungen oder von dem, was im Forum Debatte in Cubadebate am Donnerstag geklärt werde.

Er bedankte sich für die ermutigenden Worte für seine Regierungsführung und bekräftigte, dass dies für den Ministerrat bedeute, die Energien und die Verpflichtung zur Revolution, zur Partei und zum Volk zu vervielfachen.

Díaz-Canel betonte, dass es Kuba an großen natürlichen Ressourcen mangele und unter der Bedrohung von Naturereignissen aller Art, die sich aufgrund seiner geographischen Lage ergeben, dieses Land und sein Volk sich selbst geschaffen hätten.

Deswegen hob er hervor, dass diejenigen, „die wir eine Verantwortung ausüben, vor diesem Volk versagen würden, wenn wir nicht in der Lage wären, es anzuspornen, das haben uns Fidel und Raúl gelehrt.


 

DIE LEHREN DER SONDERPERIODE

„Was war die Sonderperiode anderes als ein großer Akt kollektiven Schaffens, mit einer festen Führung, die niemals rastete?“, fragte der Präsident. „Deswegen haben wir die Maßnahmen auf die Übertragung der Direktiven ausgerichtet, die der Comandante en Jefe für jene schwierige Etappe vorgesehen hatte, als man kaum ein Licht am Ende des Tunnels sehen konnte.

Aber wer kann die Lektionen des Armeegenerals Raúl Castro vergessen, als er das Land in dieser Zeit durchquerte, den Schutz der defensiven Waffen förderte und gleichzeitig auch die Produktion vor Ort, als er von der alternativen Medizin sprach und furchtlos die Produktivkräfte entfesselte.

Solche Lösungen erhielten wir von dieser Leitung, deren Essenz zu einem Wahlspruch geworden ist, den man immer noch auf den Hängen und Hügeln unserer Gebirgsprovinzen geschrieben sehen kann: Ja, wir haben es gekonnt“ und man wird es immer können.“

Er rief dann die von Fidel im Jahr 2000 in Caracas gehaltene Rede ins Gedächtnis, in der er zugab: „Die Periode, die wir heute in Kuba durchschreiten und dabei sind zu überwinden, hat uns viele mögliche Variablen für die Entwicklung der Wirtschaft und die Lösung der Probleme gezeigt. Es genügt, dass der Staat seine Rolle ausführt und die Interessen der Nation und des Volkes den Vorrang haben.“.

„Diesen Prinzipien folgen, ist das, was wir jetzt machen“, sagte Díaz-Canel.

„In diesen Tagen des Austausches, des Feedbacks war das, was mich am meisten beeindruckt hat, die Klarheit mit der die Bevölkerung die Beschlüsse gelesen und gedeutet hat, Meinungen geäußert hat und sich den Maßnahmen und deren Verteidigung verpflichtet erklärt hat.“

Laut Díaz-Canel habe man Vorschläge, Alternativen erhalten, die in diesen Momenten, in denen wir uns bemühen die Wirtschaft durch die ständige, intelligente und kreative Anwendung der Wissenschaft, der Computerisierung, der Produktion und der Verzahnung zu stärken, eher machbar seien.

Deswegen müsse man weiter Nutzen aus dem Austausch und dem Feedback dieser unendlich großen Energie schöpfen, die der Kontakt mit dem Volk vermittle.

Es sei nun Aufgabe der Verwaltungen, Ministerien und der Verwaltungsräte der Provinzen und der Gemeinden dafür zu sorgen, dass der Prozess in demselben Geist fließe, den das Volk erkennen lasse.

Er sagte, dass sich eine Sprecherin des Imperiums darüber beschwert habe, dass wir wieder die Ideen Fidels aufgreifen würden. „Für sie und für ihre Herren haben wir noch eine „schlechte Nachricht“, schlecht für sie, gut und ehrenvoll für Kuba, denn wir werden weiter von Fidel begleitet werden und Raúl begleiten.“

Der Präsident schloss seinen Redebeitrag mit einer Aussage von Fidel, die am 18. Februar 2008 veröffentlicht wurde: „So vorsichtig im Erfolg, wie standhaft bei den Widrigkeiten sein, ist ein Prinzip, das man nicht vergessen darf. Der Gegner, den es zu besiegen gilt, ist äußerst stark, aber wir haben ihn ein halbes Jahrhundert lang in Schach gehalten.“

Das sagte er vor 60 Jahren vor der Bevölkerung von Güines. Der Präsident betonte noch einmal, dass „die Revolution das Werk aller ist, die Revolution ist das Opfer von allen, die Revolution ist das Ideal aller und die Revolution ist das Ergebnis von allen, weil alle sind wir Kuba und alle sind wir Kontinuität“.