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Diaz-Canel besuchte historische Stätten, die mit dem Wirken Che Guevaras in Bolivien in Verbindung stehen Photo: Prensa Latina

SANTA CRUZ – Der erste Vizepräsident Kubas Miguel Díaz-Canel sagte am Montag, dass sein Besuch in Bolivien die bereits ausgezeichneten bilateralen Beziehungen und die politischen Verbindungen zwischen beiden Bruderländern weiter gefestigt habe.

Kurz vor seinem Abflug vom Flughafen El Trompillo erklärte er gegenüber Prensa Latina, dass dieser Reise vom historischen Standpunkt aus eine besondere Bedeutung zukomme, da sie 50 Jahre nach dem Tod Ernesto Che Guevaras stattgefunden habe.

„Wir haben Momente revolutionionärer Gefühle an den Orten erlebt, die wir besucht haben“, sagte er.

Der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats machte einen Rundgang durch die historischen Stätten, die an die Anwesenheit Ches in Bolivien erinnern.

So besuchte er die Wäscherei des Hospitals Señor de Malta, wo am 9. und 10. Oktober, nachdem Che in der kleinen Schule von La Higuera auf Befehl der CIA ermordet worden war, sein Leichnam aufgebahrt wurde.

Die kubanische Delegation besuchte auch den als „Graben der Guerilleros“ bekannten Ort, wo die sterblichen Überreste von Tamara Bunke (Tania) und der anderen Gruppe von Kämpfern gefunden wurden.

Sie begaben sich später zum Denkmal für Ernesto Guevara, das genau dort errichtet wurde, wo die sterblichen Überreste Ches und einiger seiner Kampfgefährten drei Jahrzehnte lang verscharrt waren.

Auch das Fort von Samaipata, eine vorinkaisches Kulturzentrum, stand auf ihrem Programm.

Die Ortschaft Samaipata sei am 6. Juli 1967 von der Guerilla Che Guevaras eingenommen worden, erklärte der bolivianische Verteidigungsminister Reymi Ferreira, der die kubanische Delegation begleitete.

Der erste Vizepräsident Kubas war am 25. Mai in Bolivien angekommen und besuchte noch am selben Tag das archäologische Zentrum von Tiwanaku, wo er zum „Illustren Gast“ erklärt wurde.

„Wir haben einen tiefen Einblick in die Kultur und die Geschichte des bolivianischen Volkes und in die Errungenschaften seiner Demokratisch-Kulturellen Revolution bekommen“, sagte er.

Díaz-Canel wurde von Präsident Evo Morales im Regierungspalast empfangen, dem er die Unterstützung seines Landes für den Prozess des Wandels in Bolivien zusicherte.

Morales überreichte Díaz-Canel eine Büste des indigenen Führers Túpac Katari und eine Exemplar von „Das Buch über das Meer“, das die Argumente für die Forderung eines souveränen Zugangs zum Pazifischen Ozean an Chile enthält.

Beide nahmen an der Einweihung des Kolosseums Bolivianisch-Kubanische Freundschaft im Departement La Paz teil.

Präsident Morales bedankte sich für die Solidarität des kubanischen Volkes und lobte dessen Beitrag zu den sozialen Programmen seines Landes, vor allem im Bereich Gesundheit und Bildung.

Seit 2006 arbeiten kubanische Ärzte in Bolivien und zur Zeit hält sich dort ein Kontingent mit 700 Fachleuten des Gesundheitssektors auf.

Dank des kubanischen Programms „Yo sí Puedo“ wurde Bolivien zum Land frei von Analphabetismus erklärt.

Beide Länder weisen bei regionalen und internationalen Themen eine enge politische Übereinstimmung auf, heißt es bei PL.