OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Estudio Revolución

Birán war der Ausgangspunkt. Nach Birán kam am Dienstag Armeegeneral Raúl Castro Ruz mit anderen Familienmitgliedern, um die Asche seiner Geschwister Angelita und Ramón im Pantheon beizusetzen, der im Schatten jener Bäume steht, von denen aus die Geschichte des Comandante en Jefe der kubanischen Revolution ihren Anfang nahm.

«Angelita, die Älteste von allen war die liebe und zuverlässige Tochter ihrer Eltern, Ramón war der einzige, der sich bis zum Ende seiner Tage zum Hüter des Ackerbodens berufen sah», so fasst Dr. Eusebio Leal Spengler das Leben dieser Geschwister während der feierlichen Beisetzungszeremonie zusammen.

Bei Ramón gilt es außerdem, seine Mitarbeit in der Bewegung des 26. Juli hervorzuheben und seine Aufgaben bei der Organisation des Verteilungsnetzes zur Versorgung der II. Front Frank País. Nach dem Sieg der Revolution übernahm er ähnliche Aufgabe im landwirtschaftlichen Sektor, besonders im Bereich Zuckerrohr und Viehwirtschaft.

Wegen all dem wurde ihm als Anerkennung unter anderem der Titel Held der Arbeit der Republik Kuba verliehen.

Die Familienangehörigen, die die Urnen tragen, stellen sich vor dem Pantheon auf, dahinter Raúl und die Schwester Emma. Dann folgen die übrigen dort versammelten Familienmitglieder. Sie tragen die Asche zum Ort der letzten Ruhe und die Nationalhymne erklingt. Beim letzten Abschied von ihren Lieben legen sie weiße Rosen neben den Nischen nieder.

Eusebio Leal sagte: « Hier lebt der Geist der Familie und hierhin werden Millionen von Menschen von überall kommen, denn erst vor wenigen Stunden haben wir in einem Stein den Wichtigsten von allen, die hier geboren wurden, beigesetzt. »

Auf Beschluss der Familie wurden die sterblichen Überreste der Geschwister – Angelita, die im Februar 2012 und Ramón, der im Februar 2016 verstorben war – zu diesem Ort überführt, der nach Auffassung von Euesebio Leal einen Wendepunkt darstellte, denn in keiner anderen Hazienda Kubas «gab es Klassenräume, wo Kinder Bildung erfuhren und lernten, Gefühle für ihr Vaterland zu empfinden».

Von hier kamen eines Tages Fidel und Raúl. Dorthin werden wir Kubaner alle gehen müssen, denn in Birán sind auch unsere Wurzeln, ist auch unsere Geschichte.