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Über acht Millionen Kubaner und Kubanerinnen sind dazu aufgerufen, am Sonntag den 26. November an den Wahlen für die Delegierten der Gemeindeparlamente der Volksmacht teilzunehmen. Das erklärte die Vorsitzende der Nationalen Wahlkommission (CEN) Alina Balseiro Gutiérrez gestern im Fernsehprogramm „Mesa Redonda“.

Sie führte aus, dass am Nominierungsprozess der Kandidaten bei den Versammlungen in den Wohnvierteln mehr als sechs Millionen Kubaner teilgenommen hätten. Das seien mehr als beim Mal zuvor und man habe dort 60.800 Vorschläge eingebracht.

Von den 27.221 nomminierten Kandidaten sind 35,4% Frauen und 19,4% Jugendliche. Die Kandidaten mit mittlerem und höherem Bildungsabschluss sind in der Mehrheit und der größte Teil entstammt dem Bereich Produktion und Dienstleistung und Verwaltung, aber auch der nicht-staatliche Sektor ist vertreten.

Alina Balseiro sagte, dass der aufgrund der Auswirkungen von Hurrikan Irma veränderte Zeitplan den Wahlbehörden – etwa 200.000 im ganzen Land –mehr Zeit gab, um sich vorzubereiten, bessere Bedingungen zu schaffen und das Volk besser anzusprechen. Sie hob die weitgefasste Schulung aller Beteiligten in jeder einzelnen Etappe hervor.

Auf die Ergebnisse des Probedurchlaufs eingehend, sagte sie, dass es Probleme mit der Elektrizität, dem Transport und der Abwesenheit einiger Mitglieder der Wahlausschüsse gegeben habe. Trotzdem habe man bei der Überprüfung am Mittwoch festgestellt, dass alle aufgedeckten Probleme gelöst werden konnten, weswegen man sagen könne, dass das Land für die Wahlen bereit sei.

Was die Arbeit der Wahbehörden angeht, so sagte Alina Balseiro, dass sie transparent gearbeitet und ihre Verantwortung bei der Orientierungshilfe für die Wähler wahrgenommen hätten. Sie wies daraufhin, wie wichtig es sei, dass die 24.300 Wahllokale um 7 Uhr morgens öffnen. Sie empfahl der Bevölkerung, die Biographien der Kandidaten zu lesen, sich zu vergewissern, ob sie in den Wählerlisten eingetragen seien, früh zur Wahl zu gehen und nichts auf den Wahlzettel zu schreiben, um den Wahlzettel nicht ungültig zu machen.

„Dieser Sonntag wird ein Fest der Demokratie in Kuba sein; es wird ein neuer Sieg werden“, schloss sie.

Der nationale Koordinator der Komitees zur Verteidigung der Revolution Carlos Rafael Miranda Martínez sagte: „Die Organisation befindet sich in den Vorbereitungen zu ihrem 9. Kongress und wir haben die Wahlvorbereitungen als eine weitere Etappe in der Vorberitung auf dieses Ereignis angesehen. Deswegen haben wir an der Stärkung der Struktur der Basis gearbeitet und vom Wohnviertel aus die Wähler dazu aufgerufen, an der Wahl teilzunehmen.

In diesem Zusammenhang wurden Debatten im Wohnviertel, Aktionen zur Hygiene und zur Ausschmückung und Vorbereitung der Wahllokale durchgeführt.“

Er rief die CDR Mitglieder zur Teilnahme an der Stimmenauszählung auf und sagte, dass die Basisstruktur jedes Komitees den gesamten Wahlprozess überwache. „Die Verpflichtung zur Wahl zu gehen, ist die beste Ehrung für den Comandante en Jefe“, sagte er.

Das Mitglied des Politbüros und Generalsekretärin des Kubanischen Frauenverbandes Teresa Amarelle Boué betonte, dass die Wahlbehörden zu 69% aus Frauen bestünden.

Sie wies daraufhin, dass dies ein Prozess sein, den die kubanischen Frauen verfolgten, seit der vorherige abgeschlossen war und sie hätten, zusammen mit den übrigen Organisationen, die Delegierten jedes Wahlkreises bei der Lösung der Probleme in den Gemeinden begleitet.

„Wenn ein Sektor unserer Gesellschaft am Sonntag zu den Urnen geht, so sind das die kubanischen Frauen und wir werden am Sonntag hingehen, um unsere Unterstützung für die Kontinuität der Revolution kundzutun“, sagte sie.

„In 63,5% der Wahlkreise ist wenigstens eine Frau nominiert, was die Unterstützung der Arbeit und die Anerkennung der Frau deutlich macht. Beim ersten Wahlprozess waren wir Frauen nur 8%. Wir glauben, dass alle Möglichkeiten gegeben sind, damit jedes Mal mehr Frauen unser Volk ind den Gemeindeparlamenten vertreten“, schloss Teresa Amarelle.

Für den Vorsitzenden des Studentenverbandes (FEU) Raúl Alejandro Palmero Fernández ist die Teilnahme der studentischen- und Massenorganisationen in den Kandidatenausschüssen auf allen Ebenen ein einzigartiges Merkmal unseres Wahlsystems.

Aus diesem Grund hätten 12.000 Jugendliche des Schüler- und Studentenverbandes begeistert an diesem Wahlprozess mitgearbeitet.

„An diesem 26. November überwachen die Jugendlichen jedes Wahllokal, um auf die Rechtmäßigkeit, Transparenz und Qualität des Prozess zu achten, sowie auf die Erfüllung der von der Nationalen Wahlkommission festegelegten Regulierungen“, fügte er hinzu.

„Der massenhafte Zustrom der Jugend zu diesem Prozess ist ein Beweis dafür, dass man bei allen wichtigen Aufgaben des Landes auf die Jugend zählen kann“.

Palmero rief außerdem dazu auf, dass „ die ganze kubanische Jugend sich dem Twitter anschließt, zu dem uns die Wahlkommission am 24. November von 10 Uhr bis 22 Uhr unter #PorCuba y #Cuba aufruft, damit dies auch eine massive Bewegung wird, die der Welt die Freude deutlich macht, mit der die Kubaner zur Wahl gehen.

Vor einem Jahr haben wir uns dem Konzept von Revolution, dem politischen Testament, das uns Fidel hinterlassen hat, verpflichtet und Treue geschworen. Die beste Art ihn an diesem ersten Jahrestag seines Todes zu ehren wird sein, massenhaft zu den Wahlen am 26. November zu gehen“, sagte er.

„Der Studentenverband garantiert auch die Teilnahme der 300.00 Jugendlichen, die an diesem Sonntag zum ersten Mal ihr Wahlrecht ausüben.“

Am Ende seines Beitrags bat Raúl Alejandro Palmero die Jugendlichen an der politisch-kulturellen Abendveranstaltung teilzunehmen, die am Samstag den 25. November auf der Freitreppe der Universität von Havanna zur Ehrung des Comandante en Jefe und in Erwartung der Wahlen am Sonntag stattfindet.