OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Der XII. Internationale Workshop über Emanzipatorische Paradigmen “Berta Cáceres Lebt“, der darauf zielt, eine Debatte über die neuen Szenarien der hegemonialen Dispute zwischen Emanzipation und Herrschaft anzukurbeln, begann am Dienstag im Kuba Pavillon in Havanna.

Der Direktor des Gedenkzentrums Martin Luther King jr. Raúl Suárez sagte  Granma gegenüber, dass diese Veranstaltung auf der Realität aufbaue, die Lateinamerika heute erlebe, wo die Offensive der Vereinigten Staaten und der extremen Rechten Herausforderungen darstellten, mit denen man sich auseinandersetzen müsse.

„Es kommt darauf an, dass die sozialen Bewegungen genau wissen, welche Vorgehensweisen man einschlagen muss, um die Einheit zu erreichen und auch wie man den alternativen Möglichkeiten, die man in der Folge anstrebt, einen Anstoß versetzt.

Dieser Workshop ist dafür da, dass zwischen Lateinamerikanern und Menschen aus anderen Breitengraden, aus Europa, ein Austausch über die Alternativen stattfindet, die wir angesichts des Neoliberalismus haben“, sagte er.

Dieses Mal hat der Workshop das Erbe des Führers der kubanischen Revolution Fidel Castro als Inspiration. Dazu stellte Suarez fest, dass dessen Tod „ das kubanische Volk tief getroffen hat. Wir werden ständig das Denken Fidels vor Augen haben, weil es enorm wichtig ist, das ethische, politische, ideologische und moralische Erbe Fidel Castros als das eines Mannes weiterzugeben, der die Einheit als etwas Fundamentales ansah“, führte er aus.

Die Kämpfe der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres, die am 3. März 2016 ermordet worden war, ist ebenfalls Teil der Debatte dieses Workshops. Eine ihrer Töchter, Laura, erzählte den Anwesenden wie „Berta in der Lage war, sich gegen die Ungerechtigkeiten der Welt aufzulehnen. Sie kam zu der Auffassung, dass man den Kapitalismus, das Patriarchat und den Rassismus in einem bekämpfen müsse“.

An anderer Stelle sagte Laura: „ Sie hatte sich in einen Störfaktor des Systems verwandelt; aber Berta hat sich vervielfältigt und es gibt keinen Mörder mehr, der sie töten kann“.

Als sie sich in einem für die Kulturen der Urvölker typischen spirituellen Akt an ihre Mutter wandte, nannte sie diese Mama, Kommandantin und sagte schließlich: „ Uns hat es schon der Fluss gesagt, dass wir siegen werden“.

Nach Aussaage des Organisationskomitees war diese Art von Treffen seit den Anfängen in den 90er Jahren mehr auf den Prozess des kollektiven Bewusstseins ausgerichtet als auf das Event als solches. Dieser soll das Ergebnis eines vorhergehenden produktiven, pluralen respektvollen Austausches sein.

Diese Workshops unterscheiden sich von den gewöhnlichen akademischen Treffen auf grund ihrer methodologischen und epistemolgischen Strategien. Diese Zusammenkünfte fordern Arten ein zu denken, zu debattieren, in Dialog zu treten, solidarisches Wissen unter der Perspektive der Geschlechter und der Inklusion der Verschiedenheiten aufzubauen mit dem Ziel, den Blickweisen auf die Szenarien, in denen sich unsere Kämpfe abspielen, miteinander in Einklang zu bringen.