OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ismael Batista

„Russland ist ein traditioneller und zuverlässiger Partner Kubas und die starken bilateralen Beziehungen auf allen Gebieten sind ein Fakt“, betonte gestern der Vizepräsident des Ministerrats Ricardo Cabrisas Ruiz bei der Eröffnung des Russlandtages innerhalb der Internationalen Industrieausstellung CubaIndustria 2016, die am Montag in Havanna ihre Tore geöffnet hat.

„Die Perspektiven für Geschäfte sind klar und positiv und beide Länder sind dabei die wirtschaftlichen Beziehungen an die höchste Stelle zu setzen, so dass sie das Ausmaß der politischen erhalten“, fügte er hinzu. „Die Projekte für die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern liegen im Rahmen des kubanischen Plans für wirtschaftliche und soziale Entwicklung, nicht nur in seiner strategischen Vision bis 2039 sondern auch im Fünfjahresplan 2016 – 2021.“

Der kubanische Minister für Industrie Salvador Pardo Cruz unterstrich ebenfalls die Beteiligung Russlands an Geschäften in für Kuba so wichtigen Bereichen wie Energie, Transport (Land, Schiene, Luft) und der Ausstattung von Werkstätten, die die Wartung aller Maschinen ermöglichen.

Er führte aus, dass die Vertreter beider Seiten vor kurzem eine Roadmap unterzeichnet hätten, in der die Förderung verschiedener Projekte vorgesehen ist, von denen 18 in der nächsten Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission Kuba-Russland, die im Oktober stattfindet, ausgewertet werden.

Der russische Vizeminister für Industrie und Handel Gregory Kalamanow machte das Interesse Russlands deutlich, neue Marktsegmente zu erforschen z.B. was die Zulieferung von Produkten für den Tourismusbereich angeht. „Wir sind der Auffassung, dass wir weitere gemeinsame Punkte für das Anwachsen unserer Zusammenarbeit finden sollten, und wir gehen davon aus, dass dies in naher Zukunft der Fall sein wird“, sagte er.

Unter den 16 Unternehmen, die auf dieser Ausstellungsmesse präsent sind, sticht Kamaz hervor, das führend bei der Herstellung von Lastwagen ist, von denen einige bereits seit über 30 Jahren auf der Insel fahren.

An diesem Tag fand außerdem ein bilaterales Unternehmerforum statt, das dem Anstoß der Zusammenarbeit auf für beide Seiten vorteilhaften Bereichen in den folgenden Jahren diente.

„Es gibt viel, was mein Land von Kuba lernen muss, besonders im Bereich Biotechnologie“, sagte die Vizepräsidentin des Unternehmerrats Russland-Kuba, Tatiana Maschkowa. Deswegen arbeite die Organisation, die sie vertritt, ernshaft daran kubanische Produkte wie Heberprot P in Russland auf den Markt zu bringen.

„Wir haben außerdem eine Struktur geschaffen, die den russischen Unternehmen dabei hilft, sich an den kubanischen Markt anzupassen und dort erfolgreich zu arbeiten“, fügte sie hinzu.

Der Vertreter der staatlichen russischen Korporation Rostech, Alexei Iwanow, hob hervor, dass dieses Unternehmen im technisch-militärischen und zivilen Bereich Beziehungen zu Kuba unterhalte.

„Außerdem haben wir Gespräche mit BioCubaFarma geführt, um eine medizinische Kooperation aufzubauen, die in zwei Richtungen geht: Impfstoffe (hauptsächlich gegen Krebs) und die Herstellung von medizinischer Ausrüstung“, sagte er.