OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die Zweite Internationale Konferenz „Mit allen zum Wohle aller“ findet bis zum 28. Januar in Havanna statt. Photo: Anabel Díaz

„Wir müssen das Werk Martís noch weiter verbreiten, denn unglücklichweise ist es in Lateinamerika wenig und nicht richtig bekannt. Das liegt einmal daran, dass der kubanische Apostel  ein Denker ist, der einen herausfordert und  und zum anderen, dass die Verteidiger der Rechten haben immer versucht haben, über ihm den Mantel des Schweigens auszubreiten.  Besonders jetzt, in den Zeiten, in denen die Vereinigten den antiimperialistischen Gefühlen ein Ende setzen muss, die sich immer mehr in unserer Region festsetzen.“

Das sagte der argentinische Soziologe, der am Dienstag im Rahmen der Zweiten Internationalen Konferenz „Mit allen zum Wohle aller“ seinen Vortrag zum Thema: „Die neue nationale Sicherheitsdoktrin der Vereinigten Staaten: Verbündete, Konkurrenten und Feinde“ gehalten hat, gegenüber Granma.

Bezüglich des Normalisierungsprozesses in den Beziehungen zwischen Kuba und den USA betonte er, dass Kuba alles daran setzen müsse, um die Blockade zu beenden und in den bilateralen Beziehungen voranzukommen, dabei  aber an seiner kullturellen Identität festhalten müsse, weil sonst das Risiko eines Kolonisierungsversuches bestehe.

Für diese Gegenoffensive brauchen wir gerade jetzt Martí wie nie zuvor, weil, wie er sagte „die Schützengräben voller Ideen sind mehr wert als die voller Steine“.

„Der Sozialismus ist die Garantie für die nationale Befreiung, besonders auf einem Kontinent der Avantgarde wie dem unseren, der ein Paradigma der Hoffnung für die gegenwärtige Welt darstellt“, unterstrich auch der Essayist Fernando Martínez Heredia während seines Beitrags am Podiumsgespräch über den Neoliberalismus, die neuen Szenarien in Lateinamerika und der Karibik und das globale Gleichgewicht.

Er betonte außerdem, dass auch wenn dies die Region auf der Welt mit der größten Ungleichheit sei, es ihr doch gelungen sei, unzählige Initiativen, Ideale und Projekte anzuhäufen, die ein neues politisches, ökonomisches und soziales Modell für die Welt anstreben, um die dekadenten Apparate imperialistischer Herrschaft zu überwinden.