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Photo: Trabajadores

Ein Waffenstillstand sei unerlässlich, um ein neues Massaker des zionistischen Regimes Israels an der palästinensischen Bevölkerung zu verhindern, forderte gestern in Havanna Dr. Akram Mohammad Samhan, Botschafter des Staates Palästina in Kuba.

Nur so könne humanitäre Soforthilfe die kleine Küstenenklave des Gazastreifens erreichen, die unter starkem Bombardement der israelischen Streitkräfte steht, mahnte der Diplomat bei einem Treffen mit Vertretern kubanischer und internationaler Medien im Internationalen Pressezentrum.

Mehr als 5.100 Opfer, darunter Kinder, Frauen und ältere Menschen, seien diesen Angriffen und Razzien der Besatzungsarmee im Westjordanland zum Opfer gefallen, fügte der palästinensische Botschafter in Begleitung von Mohamed Saleh (Jemen), Dekan des in Havanna akkreditierten arabischen diplomatischen Korps, hinzu.

Er beschrieb die Krise in seinem Land - kurz nach den Bombardierungen vom 7. Oktober - als eine allgemeine humanitäre Krise aufgrund des Mangels an Treibstoff, Lebensmitteln und Wasser sowie der Erschöpfung der medizinischen Ausrüstung und der Vorräte, was zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Gaza führte.

Er sei sich sicher, dass Premierminister Benjamin Netanjahu damit die Strategie verfolge, Palästina vom Angesicht der Erde zu tilgen und das unveräußerliche Recht des palästinensischen Volkes auf die Gründung eines eigenen Staates mit den Grenzen von vor 1967, seiner Hauptstadt in Ost-Jerusalem und der Rückkehr der Flüchtlinge zu beseitigen.

Er erwähnte die Unterstützung der arabischen Länder, der Gruppe der 77, Chinas und anderer Länder für die palästinensische Sache, wies jedoch darauf hin, dass die US-Regierung und ihre westlichen Verbündeten den Zugang zum Öl über den Gazastreifen, um die Förderanlagen in Betrieb zu nehmen, verweigert haben.

Er wies darauf hin, dass Israels rücksichtsloser Expansionswille gegen das humanitäre Völkerrecht verstoße und die Folge von 75 Jahren der Verletzung der unveräußerlichen Rechte seines Volkes auf seinem eigenen Territorium sei.

Im Wesentlichen handle es ungestraft und ignoriere Dutzende von UN-Resolutionen zu Palästina, Frieden und Stabilität im Nahen Osten, gegen die die USA im Sicherheitsrat ihr Veto eingelegt haben, kritisierte der Botschafter des Staates Palästina in Kuba.