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Ivan Duque Foto: Revista Semana

Der Präsident Kolumbiens Iván Duque reiste diese Woche nach Lima, Peru, um in den Chor einzufallen und einmal mehr Venezuela anzugreifen, dieses Mal ausgehend von dem Bericht, den die Chilenin Michelle Bachelet über die Lage der Menschenrechte vorgelegt hat.

Ein Artikel der Tageszeitung „El Espectador“ stellt die folgenden Worte des kolumbianischen Präsidenten in Lima heraus: „Ich hoffe, dass jetzt mit dem Ergebnis des Berichts von Michelle Bachelet, der Internationale Gerichtshof schnell nicht nur eine Untersuchung eröffnen kann, sondern auch überzeugende Beweise hat, um ein Strafverfahren einzuleiten und der Diktator, der das venezolanische Volk zugrunde gerichtet hat, das bekommt, was er verdient“.Und wie es immer bei solchen Leuten allgemein üblich ist fügte er vor sich hinmurmelnd hinzu: „Ich kann dabei mit moralischer Autorität sprechen, denn ich war vor drei Jahren der erste, der Maduro vor dem Internationalen Gerichtshof angeklagt hat“.

Wenn man seine Worte auseinandernehmen will, genügt es, bei dieser „moralischen Autorität“ zu verbleiben, denn statt „Splitter“ im Augen des anderen zu erfinden, sollte er sich lieber um die Spirale der Gewalt in seinem Land sorgen, wo allein in den letzten drei Monaten 120 soziale Führer ermordet wurden und zwischen Januar und November des vergangenen Jahres waren es 226.

Macht die kolumbianische Regierung etwas, das dem Massaker ein Ende setzt und die Friedensverträge mit der FARC Guerilla unterstützt, die sich dank des Wirkens des Präsidenten in ein Dokument verwandelt haben, das nicht umgesetzt wird. Werden die Morde an den ehemaligen Guerilleros der FARC, von denen seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens bereits 92 getötet wurden, geahndet werden?

Das Thema des Bodens, eine Hauptforderung der Bauern und ihrer sozialen Führer und der Führer in den Gemeinden, das bei der Guerilla eine herausragende Rolle gespielt hat und das in den Verträgen zum Ausdruck gebracht wird, ist eine der Hauptaufgaben die die Regierung Kolumbiens gegenüber ihrem Volk hat, aber auch daran erinnert sie sich nicht. Schon viele Male haben die kolumbianischen Bauern Präsident Duque um ein Gespräch gebeten, um das Problem zu lösen und die Welle von Lynchmorden an sozialen Führern zu beenden, aber dieser macht sich größere Sorgen um die angebliche „Lage der Menschenrechte in Venezuela“ und ignoriert andere Forderungen aus seinem Land.

Hat vielleicht der Tod von sozialen Führern und Führern der Gemeinden in den kolumbianischen Feldern nichts mit der Achtung und dem Schutz der Menschenrechte in diesem Landes zu tun?