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Michelle Bachelet brachte ihre Besorgnis über die Konsequenzen der US-Sanktionen gegen das südamerikanische Land zum Ausdruck Photo: AVN

Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, brachte ihren Venezuela-Besuch am Freitag zum Höhepunkt, indem sie eine Einladung des Präsidenten Nicolás Maduro annahm.

Bei ihrer Ankunft am Mittwoch vergangener Woche hatte Bachelet im Außenministerium ein Treffen mit dem venezolanischen Außenminister Jorge Arreaza gehabt.

Am Donnerstag hatten sich private Treffen mit dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofs Maikel Moreno, dem Generalstaatsanwalt der Republik Tarek William Saab, dem Ombudsmann Alfredo Ruiz und dem Verteidigungsminister Vladímir Padrino López angeschlossen, wie es bei Telesur hieß.

Am Freitag dann hatte Bachelet den Sitz der Nationalen Konstituierenden Versammlung (ANC) besucht, um sich mit deren Titular Diosdado Cabello zu treffen; später war es zu einer Begegnung mit Juan Guaidó und anderen Vertretern der venezolanischen Rechten gekommen.

Die Hohe Kommissarin der UN Michelle Bachelet traf schließlich mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zusammen, der versicherte, dass die staatlichen Behörden „ihre Empfehlungen und Anweisungen sehr ernst nehmen" und gleichzeitig den Wunsch zum Ausdruck brachte „der Geist dieses Besuches“ möge „in den künftigen Beziehungen vorherrschen“.

„Wir haben eine Vereinbarung mit der Regierung getroffen, dass ein kleines Team von zwei Personen hier bleibt, um technische Hilfe und Beratung zu leisten, aber auch um die Situation weiter zu überwachen", sagte Bachelet vor ihrer Weiterreise nach Europa in einer Pressekonferenz.

Unter den von der venezolanischen Regierung übernommenen Verpflichtungen erwähnte Bachelet den uneingeschränkten Zugang der Mitglieder ihres Arbeitsteams zu Haftanstalten. Die Beamtin äußerte sich besorgt über die Auswirkungen der von den Vereinigten Staaten gegen Venezuela verhängten Sanktionen, da diese die Wirtschaftskrise des karibischen Landes verschärften.

Nach Abschluss des Besuchs schrieb Präsident Nicolás Maduro auf seinem Twitter-Account: „Unsere Priorität ist das Glück des venezolanischen Volkes, deshalb werden wir weiter daran arbeiten, es mit unseren eigenen Anstrengungen und in ständiger Kooperation mit dem gesamten System der Vereinten Nationen zu bewerkstelligen. Gehen wir’s an!"