OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die Mitglieder der Kooperative kolonialer Kutschen „El Carruaje“ sind in ihrer täglichen Arbeit durch die unilateralen Maßnahmen der Regierung Trump gegen das kubanische Volk betroffen Photo: René Pérez Massola

Kuba hat es geschafft, wenn auch nicht ohne Hindernisse aller Art, verschiedene Akteure in die Formen des Eigentums und der Verwaltung, die im wirtschaftlichen und sozialen Umfeld des Landes vorhanden sind, zu integrieren. Obwohl es unerlässlich ist, diese Integration weiter zu vertiefen, werden sich doch immer der Wille, die Initiative und die Intelligenz der Kubaner durchsetzen.

Dies wurde auch von Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez auf dem kürzlich abgeschlossenen Kongress der Vereinigung der Wirtschafts- und Steuerberater Kubas (ANEC) bestätigt und zeigt sich in der täglichen Arbeit der von den jüngsten einseitigen Maßnahmen Washingtons betroffenen nichtstaatlichen kubanischen Arbeiter, wobei gutgeheißen wurde, weiterhin nach Lösungen und Alternativen zu suchen, ihre Arbeit auszuführen und zur Entwicklung der Gesellschaft beizutragen.

Es spielt keine Rolle, ob es sich um private Transportunternehmer, Vermieter von Zimmern und Wohnraum, Lebensmittelverarbeiter oder -verkäufer, Handwerker, Möbel- oder Textilhersteller handelt ... all diejenigen, die auf der Liste der Selbständigen stehen, werden direkt von den ungerechten und irrationalen Maßnahmen der Trump-Regierung betroffen sein, insbesondere die, denen es die Ankunft von Kreuzfahrtschiffen ermöglichte, sichere und vielfältige Kunden mit einem ausgeprägten Interesse an dem Produkt Kuba zu haben – mit Qualitätsgarantie und nationaler und kultureller Unverwechselbarkeit.

SO VIELE STIMMEN KÖNNEN SICH NICHT IRREN

In diesen Tagen äußern sich verschiedene Arbeiter aus dem nichtstaatlichen Sektor in Kuba gegen die einseitigen Maßnahmen, die die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade gegen die Insel verschärfen, insbesondere angesichts der Aktivierung von Titel III des Helms-Burton-Gesetzes und der Verbote von Reisen und des Austausches von Volk zu Volk, angekündigt am 5. Juni.

In Aussagen gegenüber Prensa Latina versicherte der Generalsekretär des Gewerkschaftssektors der nichtstaatlichen Konzentration des Gebietes 23. Straße und M – eines der beliebtesten und zentralsten Gewerbegebiete des Stadtteils Vedado – Hector Danilo Rodríguez, die Verkäufe von Kunsthandwerk derer, die in diesem Bereich arbeiteten, gingen aufgrund des Rückgangs der Touristenströme um bis zu 80 % zurück, da ausländische Besucher die größte Anzahl ihrer Kunden ausmachten, was auch den Zugang zu Rohstoffen, die sie für die Herstellung benötigten, erschwere und natürlich die Familieneinkommen senke.

Carlos Márquez Cristóbal, Inhaber des Paladars „San Cristóbal“ in Havanna, in dem Präsident Barack Obama mit seiner Familie zum Zeitpunkt seines Inselbesuchs im Jahr 2016 zu Abend gegessen hat, sagte, es sei erwiesen, dass Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba in zivilisierter Weise bestehen könnten, aber diese neuen Maßnahmen wirkten sich auf sie aus und seien ein herber Rückschlag in unseren bilateralen Beziehungen zum Nachbarn im Norden.

"Wenn wir uns touristisch auch in der Nebensaison befinden, sind wir bei lediglich 20 % dessen, was normalerweise sein könnte. Unsere Hauptkunden sind ausländische Besucher, viele von ihnen US-Amerikaner, und Gruppen von 30 oder 40 Besuchern kommen überhaupt nicht mehr zu uns ", erklärt Márquez Cristóbal.

Für Yaser Belmás Pimienta, einen jungen Koch aus dem Restaurant „Flor de Loto“ in Centro Habana, der die nichtstaatlichen kubanischen Arbeiter beim Treffen der Zivilgesellschaft auf dem letzten Gipfel der Amerikas vertreten hatte, sagte: "Was dieses Volk jeden Morgen tut, ist sich an die Arbeit zu machen.“ Es verdiene keine willkürlichen Maßnahmen wie die der Vereinigten Staaten.

Die Mitglieder des Kutschergenossenschaft „El Carruaje, die täglich Touristen in Kolonialkutschen durch die Straßen der Hauptstadt transportieren, demonstrierten in diesen Tagen mit Plakaten und der historischen Redewendung Antonio Maceos „So verstehen wir uns nicht!“

Deren Präsident Luis Cedeño bekräftigte, dass die Wirkung dieser Maßnahmen bereits auf den ersten Blick offensichtlich sei. „Schauen Sie, wenn Sie zum Kreuzfahrtterminal in der Bucht gehen, werden Sie sehen, dass die Umgebung leer ist. Bis vor ein paar Tagen, als noch ein Kreuzfahrer ankam, haben wir nicht aufgehört, dort zu arbeiten. Davon ist nichts mehr übrig", sagte er nationalen und ausländischen Medien.

„Das kubanische Volk zu erledigen“ ist für Cedeño das erklärte Ziel dieser abartigen Willkürmaßnahmen.

WICHTIGE AKTEURE DES KUBANISCHEN WIRTSCHAFTSMODELLS

Selbständige gehören zum Alltag des kubanischen Volkes. Sie sind in allen Vierteln, in den Häuserblöcken, in unseren Wohnungen und neben unseren Arbeitsplätzen, in den Straßen, Parks, Dienstleistungszentren und Institutionen, in sozialen Gruppen; sie sind Teil unserer Gewerkschaften, unserer Massenorganisationen und nichts, was mit dem wirtschaftlichen, politischen und sozialen Modell des kubanischen Volkes zu tun hat, ist ihnen fremd.

Zu ihnen gehören Menschen aller Sektoren und Altersgruppen, aller Rassen, verschiedener sozialer und beruflicher Herkunft und sie sind – im Gegensatz zu den Aussagen der US-Regierung – am stärksten von den jüngsten Maßnahmen betroffen.

Kubas Gewerkschaftsbewegung hat ihre Mission bestärkt, mit den Anliegen dieses Sektors Schritt zu halten, seine Sorgen zu kanalisieren und dafür einzustehen, dass die Arbeit erledigt werden kann, um weiterhin Träger seiner Interessen zu sein - wie es bei allen Arbeitern des Landes der Fall ist. Alle tragen sie zum wirtschaftlichen Kampf bei, als Garanten für die Lebensqualität unserer Bevölkerung und als größte Herausforderung dieser Zeiten.

IN ZIFFERN:

13 % der ökonomisch aktiven Bevölkerung gehören heute dem nichtstaatlichen Sektor an

595.559 Kubaner und Kubanerinnen haben diese Form gewählt

32 % von ihnen sind junge Menschen

35 % sind Frauen

10 % sind Rentner