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Der brasilianische Regierungschef Jair Bolsonaro wird am 6. Juni Argentinien besuchen, sehr besorgt darüber, dass das Gespann Alberto Fernández-Cristina Fernández siegen und bei den Wahlen im Oktober zum Präsidenten bzw. zur Vizepräsidentin gewählt werden könnte

Um diesen Besuch vorzubereiten, reiste bereits sein Sohn Eduardo Bolsonaro nach Buenos Aires, traf mit dem Präsidenten Mauricio Macri zusammen und warnte dass„wenn Cristina gewinnt, dass Risiko besteht, dass Argentinien das nächste Venezuela wird.“.  

Über Eduardo heißt es, dass „er den gleichen legeren Stil seines Vaters geerbt hat“. Mit seinem „Portuñol“, (einer Mischsprache aus Portugiesisch und Spanisch), mit dem er im Rest Lateinamerikas durch den bei ihm ausgeprägten argentinischen Akzent Aufmerksamkeit erregt, definiert er klar seine Feinde: „der kulturelle Marxismus und die lateinamerikanische Linke, die mit allen Werten der westlichen und christlichen Gesellschaft Schluss machen wollen“.

Um diese Person besser darzustellen, sei angemerkt, dass er in Interviews, die er der Presse in Argentinien gab, seine Meinung über eine mögliche militärische Intervention in Venezuela äußerte und die „Verbissenheit der Presse gegen den US-Präsidenten Donald Trump kritisierte, den sein Vater bewundert.

„Die militärische Frage kann man nicht in der Öffentlichkeit behandeln, denn damit würde sie ihren strategischen Wert verlieren, aber wir können bei der Lage in Venezuela nicht einfach nur zusehen und nichts tun. Das Schlimmste, das passieren kann, ist, dass Nicolás Maduro weiter an der Macht bleibt und ich glaube nicht, dass er friedlich geht, und deswegen ist Gewalt nötig“, betonte er in einem Gespräch mit der Tageszeitung „La Nación“.

Was seinen Bruder Flavio angeht, gegen den zur Zeit wegen Geldwäsche und Kauf von Immobilien ermittelt wird, war er kategorisch: „Gegen meinen Bruder laufen Untersuchungen, aber er wird freigesprochen“. Aber „Lula ist schon verurteilt und im Gefängnis“, sagte er, ohne dass ihn jemand gefragt hätte.