OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
US-Truppen organisieren den Rückzug aus Syrien, wo sie sich illegal aufhielten Photo: EFE

Es ist möglich, dass noch nicht einmal US-Außenminister Mike Pompeo selbst an das glaubte, was er von sich gab: „ Die Vereinigte Staaten sind eine Kraft des Guten im Nahen Osten.“

Seine in Kairo gesprochenen Worte fallen mit der Ankündigung des Abzugs der US-Truppen aus Syrien zusammen und dem, was weniger Ausdruck einer kohärenten Politik der Trump Administration ist, sondern eher ein strategischer Spielzug zu sein scheint, mit dem der Präsident eine Wiederwahl im nächsten Jahr anstrebt, was er vorhat mit medialen „Knalleffekten“ zu erreichen. Der Ankündigung gingen Bombardements seiner Luftwaffe im Namen einer sogenannten Koalition gegen dieses Land voraus, wo bereits Hunderte von Kindern, Frauen und andere Zivilisten durch Yankee Maschinengewehre ums Leben kamen.

Ein weiterer Widerspruch ergibt sich daraus, dass Trump den Irak, das Nachbarland Syriens für einen Blitzbesuch Ende des Jahres auswählte. Dorthin reiste er, um mit lokalen Behörden zusammenzukommen und seinen fast 100.000 dort stationierten Soldaten mitzuteilen, dass sie in diesem Land verbleiben würden und wenn dies nötig würde, in Syrien einfallen könnten.

Pompeo gab in seiner Rede an der Universität von Kairo zu : „Wir haben gelernt, dass wenn die Vereinigten Staaten sich zurückziehen, es oft zum Chaos kommt“.

In diesem Zusammenhang beschrieb er mit großer Liebe zum Detail, dass nach der US-Invasion und Besetzung des Irak, wo eine Million Menschen starben oder verstümmelt wurden, der gemeinsame Nenner Anarchie und Instabilität gewesen sei und es zur Plünderung der Ressourcen durch transantionale Erdölunternehmen gekommen sei.

Der Außenminister wollte die Verbündeten Washingtons beruhigen, indem er sagte, dass sein Land, trotz der Entscheidung Trumps die Truppen aus Syrien zurückzuziehen, sich weiterhin der „vollständigen Demontage“ des Islamischen Staates verpflichte.

Als Reaktion auf diese Erklärungen schrieb der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif über Twitter, dass in Wirklichkeit genau das Gegenteil der Fall sei. „Zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort, an dem die Vereinigten Staaten sich einmischen, kommt es zu Chaos, Repression und Verbitterung“, sagte er. Es existiert eine Realität, die selbst die borniertesten US-Politiker nicht ignorieren können: seit der ehemalige US-Präsident George W. Bush sich eine Rechtfertigung „ausgedacht hatte“, um den Irak anzugreifen, dort einzufallen und ihn zu besetzen, ist die Welt instabiler geworden und der Friede ist nichts weiter als eine Schimäre.

Die USA startete ebenfalls einen Krieg gegen Afghanistan, etwas später gegen Libyen und noch immer bis heute gegen Syrien. Es sieht so aus, als lebten wir in einer Welt, die abdriftet, in der jedes Land das nächste Opfer sein kann, und dabei ist es unerheblich, ob der aktuelle Präsident den Nachnamen Bush oder Trump trägt.

Zu sagen, dass die Vereinigten Staaten die Kraft des Guten für die Länder des Nahen Ostens gewesen seien, ist eine der der maßlosesten Lügen, die jemals von einem hochrangigen Beamten im Namen einer wenig glaubhaften Regierung ausgesprochen wurde.

Die Außenpolitik der USA ist nicht nur inkohärent, sondern sie ist auch in einer großen Anzahl von offenen Fronten gefangen, die sich selbst im Innern des Landes auftun.Dort gibt es 800.000 Beschäftigte des Kongresses, die schon mehr als 20 Tage keinen Lohn erhalten haben, weil der Präsident sich weigert den Haushalt für 2019 zu unterzeichnen, wenn die Demokraten nicht die fast 6 Milliarden Dollar bewilligen, die der Präsident fordert, um, im Rahmen seines Anti-Immigranten Plans „Null Toleranz“, eine Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko zu errichten.


MÖGLICHE PRIVATISIERUNG DES KRIEGES
Ein Element des Misstons in der Ankündigung des US-Truppenabzugs aus Syrien hat mit der Rückkehr auf die Bühne des Mittleren Ostens der ehemaligen Blackwater Gesellschaft zu tun, die wegen ihrer Umtriebe im Irak traurige Berühmteheit erlangt hat. Es handelt sich hiebei um eine Zusammensetzung von Söldnern und Agenten der CIA, die mit Morden und anderen Verbrechen gegen die Bevölkerung des Landes in Verbindung gebracht wurden.

„Wir sind unterwegs “, war die warnende Botschaft, die jüngst nach der Entscheidung Trumps, die Truppen aus Syrien und Afghanistan zurückzuziehen, von besagtem Unternehmen herausgegeben wurde, wie Hispantv meldet.

Das Militärunternehmen, das nach zahlreichen Skandalen, in die es involviert war, seinen Namen in Academi geändert hat, hat die Ankündigung seiner Rückkehr in der Januar/Februar Druckausgabe der Jagd- und Waffenzeitschrift Recoil veröffentlicht.
Erik Prince, der Gründer von Blackwater, der vormals vom ehemaligen Präsidenten des Afghanistans Hamid Karsai des Landes verwiesen wurde, hatte erneut die Privatisierung der US-Kriegsoperationen in Afganistan vorgeschlagen, was laut dieser Quelle bei Trump auf Interesse gestoßen sei.

Es wird für sehr gut möglich gehalten, dass nach der Ankündigung des Rückzugs der Soldaten aus Syrien der US-Präsident einen Plan verfolgt, dass sich dort diese Söldnerunternehmen installieren und damit der Krieg privatisiert wird.

Dazu sagte James Mattis der nach dieser Truppenrückzugsentscheidung Trumps, zu der er nicht konsultiert worden war und der daraufhin als Verteidigungsminister zurücktrat: „ Wenn die US-Amerikaner die Glaubwürdigkeit ihres Landes auf Spiel setzen, ist die Privatisierung wahrscheinlich keine kluge Idee.

Prince, der Hauptbefürworter der Privatisierung des Kriegs d. d. für die Verwandlung des Krieges in ein Geschäft mit Millionengewinnen, hatte ständig mit Trump Gespräche zu diesem Thema geführt.

In seiner Vorgeschichte hat sich besagtes Unternehmen sowohl bei der Massakern von Zivilisten im Irak und Afghanistan als auch durch die Unterzeichnung bedeutender Verträge hervorgetan, einer davon mit dem Pentagon in Höhe von 27,7 Millionen Dollar im Jahr 2003. Ein Jahr später erhielt es 320 Millionen Dollar für seine Dienstleistungen im Irak, ein Land, das mehr als 30.00 Beschäftigte dieser Firma durchlaufen haben. Außerdem arbeitete es mit der CIA in einem geheimen Mordprogramm und bei anderen verdeckten Operationen bis 2012 zusammen, wofür es 250 Millionen Dollar erhielt.