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Nach einem durchschlagenden und demokratischen Sieg wird Maduro am 10. Januar seine zweite Amtszeit beginnen. Foto: Correodelorinoco.gov.ve Photo: Granma

Das erste Land der Welt, das das Jahr 2019 erreichte, war Kiribati im zentralen Pazifik, ein Gebiet, das aus 33 Korallenatollen entlang des Äquators besteht und dessen 110.000 Einwohner in der realen Gefahr sind, als erste aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels im Atlantik zu verschwinden, im Ergebnis der Auswirkungen des Klimawandels.

Die Trinkwasserquellen haben bereits aufgehört, zu existieren, da sie von Brackwasser durchdrungen sind, und Einheimische und Ausländer fragen sich, ob es das Land im nächsten Jahr noch geben wird. Einige Quellen besagen, dass eine Massenmigration die einzige Zukunft für Kiribati sein wird.

Tatsachen wie diese sollten dazu führen, die Ressourcen der internationalen Gemeinschaft auf die ernsten Probleme der Welt zu konzentrieren, anstatt Millionenbeträge in Kriege zu investieren und Menschen zu töten.


Stichpunkte für das Jahr

Ich möchte kein Prophet sein und besitze auch keine Kristallkugel, um die wichtigsten vorhersehbaren Ereignisse zu „erraten“, denen die Menschheit im Jahr 2019 entgegensieht. Ich ziehe es vor, nur die offensichtlichsten und vorhersehbaren zu nennen.

Ich bin mir sicher, dass für diejenigen, die in der Hauptstadt des reichsten Landes der Welt, den Vereinigten Staaten, vom Müll überhäuft werden, das Wichtigste zum Jahresbeginn darin besteht, dass der Regierungshaushalt wieder zur Verfügung gestellt wird, damit die Verantwortlichen der Müllabfuhr an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Sie sind ein Teil jener 800.000, die von der Entscheidung von Präsident Donald Trump betroffen wurden, seine Unterschrift nicht zu leisten, wenn die mehr als fünf Milliarden Dollar nicht einbezogen werden, die er für die Errichtung der Mauer beantragt, die das Land von Mexiko trennen soll.

Für die Syrer im Nahen Osten muss 2019 ein Jahr der Hoffnung sein, das durch den Krieg zerstörte Land wieder aufzubauen, die Rückkehr von Millionen seiner Kinder zu beenden, die vor dieser Geißel fliehen mussten, und dass der Frieden mehr als ein Wunsch Realität werde.

Ähnliches erwartet Venezuela. Die bolivarische Nation steht im Zentrum der Angriffe einer Ultrarechten, die sich darauf versteift, einen demokratisch gewählten Präsidenten und eine Regierung nicht anzuerkennen, in dem Land, in dem in den letzten zehn Jahren die meisten Wahlprozesse mit nachweislicher Transparenz durchgeführt wurden.

Das venezolanische Volk, die Tausende, die ausgewandert waren und jetzt zurückkehren, möchte in Frieden leben, ihre Gegenwart und ihre Zukunft aufbauen und den lateinamerikanischen und karibischen Brüdern weiterhin Solidarität entbieten.

Die Rolle der Vereinigten Staaten im langen Konflikt zwischen Israel und Palästina deutet nicht darauf hin, dass sich dieser 2019 verbessern könnte. Photo: Russia Today

Brasilien, der südamerikanische Riese, beginnt eine Phase, in der die Fortschritte der Sozialprogramme des letzten Jahrzehnts, die 30 Millionen Brasilianer dem Hunger entrissen haben, aufgrund der neoliberalen und ultrarechten Politik des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro über den Haufen hinfällig werden.

Für Mexiko muss die Hoffnung, die mit Andrés Manuel López Obrador (AMLO) an die Macht gekommen ist, ein Länderprojekt konsolidieren, in dem die Reichtümer der Mehrheit dienen, die Gewalt der Ruhe weicht und dass es aufhört, so wie heute ein unbedingter Referenzpunkt zu sein, wenn von Verbrechen, Drogenhandel und Korruption die Rede ist.

Bei allen Beispielen, die ich aufgezeigt habe, gibt es einen gemeinsamen Nenner: die Maßnahmen der Yankee-Regierungen, sowohl im Falle der Kriege als auch der Unterstützung für jene, die vorhaben, Regierungen zu destabilisieren oder im Falle jener, die an die Macht gelangen und das erste, was sie tun, darin besteht, sich der Politik von Washington anzuschließen, wie dies bei Bolsonaro in Brasilien der Fall ist.

Wir sind in diesem Jahr mit Zehntausenden von Männern, Frauen und Kindern angekommen, die eines Tages vor Hunger oder Tod in ihren Ländern flohen und heute einfach Flüchtlinge sind, die sich in Lagern, Zelten oder Käfigen an der Grenze zu den Vereinigten Staaten anhäufen oder in europäischen Ländern auf einen Migrationsstatus oder auf Arbeit warten, um ihr Leben wieder aufzubauen.



EUROPA

Der alte Kontinent beginnt das Jahr 2019 mit akkumulierten Problemen der Arbeitslosigkeit vor allem bei jungen Menschen. Tausende Einwanderer aus Afrika und dem Nahen Osten kommen über das Mittelmeer an seinen Küsten an. Auch der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union - BREXIT – steht im Monat März bevor.

Bereits im letzten Quartal des vergangenen Jahres haben Proteste gegen den Preisanstieg des Treibstoffs in Frankreich, die als Bewegung der gelben Westen bezeichnet wurden, das Land zum Erliegen gebracht und scheinen sich auf andere europäische Hauptstädte auszuweiten.

Die gelben Westen kündigen an, dass der Monat Januar von einer „großen Mobilisierung“ geprägt sein werde.

Russland, ein eurasisches Land, das sich trotz der von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union verhängten Wirtschaftssanktionen entwickelt hat, wird seine Augen und Ohren auf die Belagerung der NATO-Streitkräfte richten, die ihr Territorium mit Raketenabwehrschilden und anderen Rüstungen umgeben; sowie auf die Verschärfung des Konflikts mit der Ukraine, einem Land, dessen Regierung sich völlig den Maßgaben des Westens ergeben hat.

ASIEN

Auf dem asiatischen Kontinent ist 2019 durch den Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China, dessen Entwicklung oder Lösung und dessen Auswirkungen auf diese und andere Länder gekennzeichnet.

Weitere Erwartungen erwachsen aus den Gesprächen des vergangenen Jahres zwischen den Präsidenten der Demokratischen Volksrepublik Korea und den Vereinigten Staaten sowie den positiven Schritten, die die nordkoreanische Nation mit ihrem Nachbarn Südkorea unternimmt. Diese müssen 2019 weitergeführt und konsolidiert werden, solange die Trump-Administration solche Fortschritte nicht von einer Politik der Erpressung und von Forderungen abhängig macht, die nicht akzeptiert werden können.

In Afghanistan, wo das Pentagon Tausende seiner Soldaten eingesetzt hat, um die Taliban-Bewegung zu liquidieren, zeichnen sich keine Fortschritte außer jenen ab, die durch Gespräche und Verhandlungen erzielt werden.


AFRIKA UND NAHER OSTEN

In der Perspektive für dieses Jahres muss den Ländern des Nahen Ostens, die durch die auferlegten Kriege, den Terrorismus und die Einmischung der Vereinigten Staaten und anderer Länder der Region gebrochen sind, besondere Aufmerksamkeit eingeräumt werden.

Dies ist der Fall in Syrien, im Irak, in Libyen, im Jemen und im ältesten aller Konflikte - Palästina -, gegen dessen Volk die Regierung Israels mit Unterstützung der USA weiterhin einen wahren Völkermord begeht.

Ende 2018 kündigte Trump auf einer Blitzreise in den Irak an, dass seine Truppen - die niemals von der syrischen Regierung angefordert worden waren - diese Nation verlassen werden, dass aber die Tausenden im Irak stationierten US-Militärs dort verbleiben und im Falle der Notwendigkeit gegen syrisches Territorium vorgehen könnten.

In Afrika südlich der Sahara gibt es 2019 die gleichen Geißeln wie Hunger, Unterernährung und Krankheiten, die den gemeinsamen Nenner und die Ursache von Konflikten und Migration darstellen.

LATEINAMERIKA UND DIE KARIBIK

Die Länder Lateinamerikas und der Karibik werden im beginnenden Jahr unterschiedliche Ereignisse erleben.

In Brasilien übernahm am 1. Januar Jair Bolsonaro die Macht, ein Exponent der rückständigsten Ultrarechten und Verteidiger der Militärdiktaturen. Mit seiner feindseligen Haltung gegenüber den kubanischen Ärzten, die in seinem Land im Rahmen des Programms Mais Medicos tätig waren, provozierte er, dass das würdige Kuba die Ärzte zurückzog, die dort arbeiteten, einige an den abgelegensten Orten.

Am 10. Januar wird der wiedergewählte Präsident von Venezuela, Nicolás Maduro, in Caracas als solcher sein Amt antreten, nachdem er bei den letzten Wahlen der bolivariischen Nation den Sieg errang.

In Mexiko muss der Sieg von AMLO ein Jahr 2019 erreichen, in dem seine angekündigten sozialen Projekte konsolidiert werden und in das Land zum verdienten Frieden zurückkehrt.

Ein weiteres Land, das in diesem Jahr Wahlen abhalten wird, ist Argentinien, eine südamerikanische Nation, die durch eine tiefe Wirtschaftskrise und die Unterwerfung unter internationale Finanzmechanismen wie den IWF gekennzeichnet ist, was zu Sozialkürzungen, erhöhter Arbeitslosigkeit und Verfolgung von Führern des Volkes und der Linken geführt hat.

Weitere Präsidentschaftswahlen werden in El Salvador am Sonntag, dem 3. Februar, und in Bolivien am 29. Oktober abgehalten.

Die kleinen Länder der Karibik, die durch die schädlichen Auswirkungen des Klimawandels bedroht sind, werden im Laufe des Jahres ihren täglichen Kampf um Entwicklung fortsetzen, wofür sie auf die Unterstützung von Kuba und Venezuela zählen können. Im Rahmen von Vereinbarungen wie Petrocaribe werden sie weiterhin vereint bleiben.

In der Politik

Am 1. Januar erhielt Brasilien einen neue Präsidenten: das Amt übernahm den Hauptmann und Rechtsextreme Jair Bolsonaro.

Nicolás Maduro wird seine zweite Amtszeit am 10. Januar nach einem überwältigenden und demokratischen Sieg antreten.

In der Zeit vom 23. bis 27. Januar wird Papst Franziskus nach Lateinamerika zurückkehren, um am Weltjugendtag teilzunehmen.

Kuba wird am 24. Februar nach einem tiefgreifenden und breit gefächerten demokratischen und populären Prozess das Referendum über seine neue Verfassung abhalten.

Am 29. März würde das Vereinigte Königreich um 11 Uhr nachts die Europäische Union verlassen.

In Japan wird Kaiser Akihito am 30. April den Thron der Chrysantheme an seinen erstgeborenen Sohn Naruhito abtreten.

Im vierten Monat des Jahres werden in Indien Parlamentswahlen abgehalten. Der derzeitige Premierminister Narendra Modi hat, falls er kandidiert, ausreichende Möglichkeiten für eine zweite Amtszeit.

Zwischen dem 23. und 26. Mai wird die EU das Parlament erneuern.

In Lateinamerika finden Wahlen in El Salvador (Februar), Panama (Mai) und Guatemala (Juni) statt.

Am 27. Oktober werden in Argentinien Präsidentschaftswahlen abgehalten, bei denen sich Mauricio Macri aufgrund der Wirtschaftskrise des Landes einer Herausforderung stellen muss.

Ebenfalls im Oktober finden die Präsidentschaftswahlen in Uruguay und in Bolivien statt, wo Evo Morales und Álvaro García Linera weiterhin die Hoffnung für den plurinationalen Staat darstellen.

Während des gesamten Jahres wird der starke Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China eines der Hauptthemen sein.

Eine Herausforderung des Jahres 2019 besteht darin, zu multilateralen Systemen zurückzukehren, die Streitigkeiten lösen, insbesondere im Handelsbereich.

Die gelben Westen in Frankreich könnten zu einer Bewegung außerhalb der traditionellen politischen Struktur führen. Dies könnte jedoch auch die extreme Rechte der Nationalen Neugruppierung von Marine Le Pen, der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin, begünstigen.

In den USA wird erwartet, dass sich die potenziellen Kandidaten für die Führung des Landes abzeichnen, was den inneren Druck im Zuge der von den Demokraten gegen Donald Trump angestrengten Gerichtsverfahren erhöhen könnte.

2019 müssen die Wechselbeziehungen der USA mit dem Iran und der Demokratischen Volksrepublik Korea aufmerksam verfolgt werden.

In Kolumbien wird ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung der Friedensverhandlungen mit der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) liegen.

Der historische Konflikt zwischen Israel und Palästina zeigt keine Anzeichen einer Besserung, insbesondere angesichts der Entscheidung der US-Regierung, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen.

 

Einige bedeutende von der UNO geförderte Events

Die COP25 der UN wird ausgetragen

Im Jahr 2019 wird die Cop25, die Klimakonferenz der Vereinten Nationen, abgehalten, deren Ziel es ist, zu untersuchen, wie der Klimawandel bekämpft werden kann. Ziel des Gipfels ist es auch, mehr Länder dazu zu ermutigen, das Pariser Übereinkommen von 2015 zur Verringerung der Treibhausgase zu unterzeichnen und denjenigen, die es bereits angenommen haben, zu helfen, die damit verbundenen Verpflichtungen zu erfüllen. Verantwortlich für die Organisation der Veranstaltung ist Chile. Ursprünglich war es Brasilien. Der neu gewählte Präsident Jair Bolsonaro gab jedoch bekannt, dass sich das Land zurückzieht.

XIV. Weltgipfel für politische Kommunikation

Der XIV. Weltgipfel für politische Kommunikation wird vom 10. bis 21. Februar in Madrid (Spanien) stattfinden. Bei dieser von den maximalen Exponenten der Kommunikation einberufenen Veranstaltung werden Politiker, Journalisten, Beamte, Gesetzgeber, Wissenschaftler, Fachleute, Berater, Unternehmen, Medien und Studenten zusammenkommen. Der Gipfel ist der Bereich der Interaktion der besten Praktiken der politischen Kommunikation und schließt auch Stimmenvielfalt, Ideenvielfalt und politische Ideologien ein.

Start der Weltkampagne für die gute Behandlung von Mädchen, Jungen und Jugendlichen mit Behinderungen in Lateinamerika

Die Kampagne wurde vom Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zu Fragen der Behinderung und der Zugänglichkeit konzipiert und vorbereitet und wird von der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC), dem Fonds der Vereinten Nationen für internationale Kindernothilfe (Unicef), der Regierung Chiles, dem Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder und dem Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) unterstützt.


58. Treffen der Vorsitzenden der Regionalkonferenz für Frauen

Es wird am 22. und 23. Januar 2019 in Santiago de Chile stattfinden. Bei dieser Gelegenheit werden die Vorbereitungen für die XIV. Regionalkonferenz (vom 4. bis 8. November 2019 in Santiago) vorangetrieben und der kommentierte Index der Stellungnahme der XIV. Konferenz wird vorgestellt.

In der Wirtschaft

Die Organisation für Kooperation und Wirtschaftliche Entwicklung (OECD) schätzte das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahre 2019 auf 3,7%, um 0,2% weniger als im Juni vergangenen Jahres erfolgt.

USA: 2,5 %

Lateinamerika: 2,2 %

Europäische Union: 1,9 %

Asien: 6,3 %

Afrika südlich der Sahara: 0,2 %

(Quelle: Voraussage des FMI)