OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Internet

Die kubanische medizinische Brigade in Haiti ist erneut da, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Dies bestätigte Evelio Betancourt, Hauptkoordinator der Brigade, an diesem Sonntag. Es seien bereits zwei Operationsteams gebildet worden, die dem haitianischen Gesundheitspersonal nach dem Erdbeben von 5,9 auf der Richterskala zur Seite stehen, das sich am Samstag im Norden ereignete.

Hierzu sagte der kubanische Botschafter in diesem Land, Luis Castillo, gegenüber Prensa Latina, dass die Mitarbeiter aller kubanischen Staatsmissionen in diesem Land sich wohlauf befänden und kein Schaden an ihren Gebäuden berichtet wurde, obwohl das Beben in allen Departments des Landes wahrnehmbar war und an mehreren Orten Schäden an der Infrastruktur und Wohnhäusern registriert worden seien.
Ein kubanisches OP-Team operierte einen haitianischen Arzt im Krankenhaus La Providence in Gonaives, wo etwa 11 Verletzte behandelt wurden, die meisten von ihnen aus der Gemeinde Gros-Morne, einer der am meisten vom Erdbeben betroffenen. Gleichzeitig wurde ein anderer Notfall-Team nach Port-de-Paix geschickt, wo es derzeit mit haitianischen Ärzten zusammenarbeitet und bei Redaktionsschluss bereits etwa 164 Verletzte behandelt hatte.
Haitis Präsident Jovenel Moise sagte gestern, dass zahlreiche Notoperationen im Land vorgenommen würden und Konvois mit Lebensmitteln und Trinkwasser auf dem Weg in die Regionen von Grand Nord, Port-de-Paix und Gros-Morne seien, jenen Ortschaften, die am stärksten von der tellurischen Bewegung betroffen wurden. Auch die haitianischen Streitkräfte wurden in die betroffenen Gebiete entsendet und der Präsident selbst besuchte die Orte, um sicherzustellen, dass der Staatsapparat den Opfern hilft. (Redaktion Internationales)