OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
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Noch immer schmerzen jene Bilder, die die Welt am Dienstag den 11. September 2011erstarren ließen, als die Türme in sich zusammenfielen und einen Sog von Kriegen auslösten, bei denen, aus der heutigen Sicht, kein Ende abzusehen ist.

In den Tagen darauf wiederholte US-Präsident George W. Bush immer wieder, dass „dieser Kreuzzug gegen den Terrorismus“ Zeit brauche und kündigte den sogenannten „Krieg neuen Typs“ an, einen Krieg, der „total“ und „grenzenlos“ sei. Situationen, Konflikte, militärische Interventionen, neue Bedrohungen gegen Staaten, Koalitionen von Staaten und alles andere wurde gegen einen „Feind“, eine Abstraktion mit dem Namen „das Böse“ aufgebaut, und mit der nationalen Sicherheit und der Rettung derer gerechtfertigt, die aus diesen Konflikten und ihren Folgen ein Geschäft machen.

Man hat auf verschiedenartige Weise versucht jeden Konflikt zu verschleiern, der von den USA finanziert oder unterstützt wurde und dabei bildeten die Kommunikationsmedien die Spitze des Eisbergs, indem sie ständig mit den Gedanken und Gefühlen von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt spielten, insbesondere mit denen der US-Amerikaner.

Aus rechtlicher Sicht wurde der US Patriot Act erweitert, der das Prinzip des ständigen Notstands eines Staates verstärkte, der gleichzeitig die Beschränkungen außer Kraft setzte, die die Verfassung bis 2001 beim Kampf gegen den Terrorismus auferlegte. Daraus ergaben sich Praktiken wie die Folter – immer dann, wenn sie außerhalb des Territoriums der Vereinigten Staaten ausgeübt wurde und man schuf ein Ministerium, das als United States Department of Homeland Security bekannt ist.

Laut einem Bericht des Projekts „Costs of War“ der Universität Brown haben die USA seit 2001 an die 8 Billionen Dollar ausgegeben und müssen für die nächsten Jahrzehnte Billionen mehr für Zinsen zahlen. Auch wenn schon Zeit vergangen, ist ihr Appetit auf Kriege weiter latent und lebendig. Erinnern wir uns daran, dass Donald Trump für das Jahr 2019 einem Rekordhaushalt für die „Verteidigung“ von 716 Milliarden Dollar zugestimmt hat.

Hoffentlich ermöglicht uns das Erinnern an diesen Tag und seine späteren Folgen darüber nachzudenken und uns immer wieder zu fragen: Welchen Wert haben die Hunderttausende von unschuldigen Opfern der nach dem 11. September 2001 ausgelösten Konflikte, die immer noch keine Ende zu nehmen scheinen?

Chronologie der von den USA geförderten grenzenlosen Kriege

2001

Der Krieg in Afghanistan beginnt. Dort sind immer noch 8000 US-Militärangehörige

2003 – 2011

Krieg im Irak. Vorwand: Besitz von Atomwaffen

2010-2013

Die USA finanzieren und fördern gewaltsame Aktionen als Teil des „Arabischen Frühlings“, die sich auf Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien, den Jemen und andere auswirken

2012

Der in der Zentralafrikanischen Republik ausgelöste Konflikt führt dazu, dass schätzungsweise 4,5 Millionen Einwohner flüchten müssen

2013

USA nehmen an groß angelegten Militärmanövern in Südkorea teil und verstärken so den innerkoreanischen Konflikt

2014

Krieg in Libyen. Dieser Konflikt dehnt sich auf die gesamte arabische Welt aus

Von den Konflikten in der Ukraine und Georgien ausgehend und mit militärischen Aktionen der NATO und der USA wird die Belagerung Russlands verstärkt, zu der noch der Handels- und Medienkrieg hinzukommt