OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Die Karibische Gemeinschaft (Caricom) ist ein Zusammenschluss von 20 Ländern: 15 Mitgliedsstaaten und fünf assoziierte Mitglieder. Sie ist das „Heim“ von etwa 16 Millionen Bürgern und wurde am 4. Juli 1973 mit der Unterschrift unter den Vertrag von Chaguaramas ins Leben gerufen, um die Karibische Freihandelszone in einen Gemeinsamen Markt zu verwandeln.

Sie umfasst Staaten, die sich als Entwicklungsländer betrachten und mit Ausnahme von Belize in Zentralamerika und Guyana und Suriname in Südamerika sind alle Mitglieder und assoziierten Mitglieder Inselstaaten.

Sie entstand als Ergebnis von 15 Jahren an Bemühungen für eine regionale Integration und verfolgt die folgenden elementaren Ziele: den Lebensstandard der Region zu erhöhen, zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit beizutragen, die wirtschaftliche Entwicklung zu beschleunigen, koordinieren und zu stützen, sowie den Handel und die wirtschaftlichen Beziehungen mit Drittländern und Ländergruppen zu fördern.

Die wichtigsten Organe der Karibischen Gemeinschaft sind die Konferenz und der Rat. Die Konferenz ist das höchste Organ der regionalen Organisation und ihr gehören die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer an. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Politik der Caricom abzustecken und die Unterzeichnung der Verträgen zwischen der Karibischen Gemeinschaft und anderen Integrationsorganisationen zu autorisieren.

Der Rat seinerseits besteht aus den Außenministern und ist beauftragt, die strategischen Pläne der Organisation zu entwickeln, die Integration in unterschiedlichen Sektoren zu koordinieren und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern zu fördern.

Caricom ist die älteste Integrationsbewegung der sich in der Entwicklung befindlichen Staaten. Auch wenn man ihre Rolle herunterspielen möchte, so hat sie doch viel erreicht, besonders was die funktionale Zusammenarbeit in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Kultur und Sicherheit angeht.

KUBA UND CARICOM

Am 8. Dezember 1972 nahmen vier Länder der englischsprachigen Karibikländer, die ihre Unabhängigkeit erreicht hatten, in einem Akt, der damals unzweifelhaft politischen Mut erforderte, diplomatische Beziehungen zu Kuba auf: Barbados, Guyana, Jamaika und Trinidad und Tobago. Diese historische Entscheidung stellte einen wesentlichen Schritt beim Aufbrechen der diplomatischen Blockade gegen die Insel dar und riss die Isolierung auf, der Kuba auf Druck der USA in diesem Gebiet ausgesetzt war.

Kuba und die Caricom Länder haben tiefe historische und kulturelle Wurzeln, die bis zur Bildung der Nationalität zurückreichen und sich allmählich mit dem Erreichen der Unabhängigkeit der jungen Staaten der Gemeinschaft verstärkten.

Der erste Gipfel Kuba-Caricom fand 2002 in Havanna statt und war ursprünglich als ein Treffen der Staats- und Regierungschefs gedacht, um den 30. Jahrestag der Gründung zu begehen. Das zweite Treffen wurde in Bridgetown, Babados im Jahr 2005 und das dritte in Santiago de Cuba im Jahr 2008 durchgeführt.

An diesem zweiten Treffen warnte Fidel: „Auf die neoliberale und egoistische Globalisierung, die internationale antidemokratische politische und wirtschaftliche Ordnung müssen wir mit der Einheit und der Globalisierung der Solidarität, der Förderung des Dialogs, der Integration und der authentischen Kultur antworten“.

Auf eben diesem Gipfel zeichneten die Regierungen der Karibischen Gemeinschaft den Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution in Anerkennung seiner untadeligen menschlichen Haltung und seiner bedingungslosen Unterstützung des Fortschritts und des Wohles der Region mit dem Ehrenorden der Organisation aus.

Diese Treffen erleben nun ihre 39. Auflage und bilden eine Bühne für Reflexion und Entscheidungsfindung auf höchster Ebene zur Vertiefung und Stärkung der Kooperations- und Solidaritätsbeziehungen.

In all diesen Jahren haben die Mitgliedsländer des Caricom und Kuba eine Beziehung aufgebaut, die auf Zusammenarbeit, Solidarität und gegenseitigem Respekt beruht. Heute leisten 1.644 kubanische Mitarbeiter als Teil der Operation Milagro Dienste in den Mitgliedsländern der Gemeinschaft, in deren Nutzen bereits 98.901 Patienten gekommen sind.

Bis Mai 2018 sind über 5.780 junge Leute der Region in Kuba ausgebildet worden, davon der größte Teil an Universitäten. Es sind dies junge Leute, die in der tiefen Überzeugung in ihre Länder und Gemeinden zurückgekehrt sind, dass es wichtig ist, zur Entwicklung ihrer Völker beizutragen. Zur Zeit studieren 740 Stipendiaten der Karibik in Kuba.

In einer Zeit, in der die Region neue und höhere Formen der Integration finden muss, die auf den Beziehungen der Freundschaft und des Respekts unter ihren Mitgliedern beruhen, kann die gesammelte Organisations- und Arbeitserfahrung im Prozess der Konsolidierung und Stärkung der Einheit und der lateinamerikanischen und karibischen Zusammenarbeit genutzt werden. (Redaktion Internacional)