Kuba und EU weiten Zusammenarbeit aus › Welt › Granma - Offizielles organ des PCC
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BRÜSSEL- Kuba und die Europäische Union weiteten am Dienstag ihre Zusammenarbeit im Bereich erneuerbarer Energien aus und legten neue Gesprächsbereiche fest wie die Nicht-Weitergabe von Massenvernichtungswaffen und die Anwendung von Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung.

Die Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik Federica Mogherini und der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla führten am Dienstag in Brüssel die erste Auflage des Gemeinsamen Rats Kuba-Europäische Union an und unterzeichneten ein Programm über 18 Millionen Euro, das Kuba dabei helfen soll, sein Ziel zu erreichen, 24% der Elektrizität über erneuerbare Energiequellen zu erhalten.

Vor der Presse erklärte Mogherini, dass beide Seiten auch ein Projekt von 21 Millionen Euro im Bereich Nahrungsmittelsicherheit und nachhaltige Landwirtschaft vorbereiteten und beim Austausch im Rahmen der Feier des eurpäischen Jahres des Kulturerbes vorangekommen seien, meldet EFE.

Das Treffen war das erste seiner Art nachdem beide Seiten im Dezember 2016 den Vertrag über Politischen Dialog und Kooperation unterzeichnet hatten, der vorläufig seit November 2017 in Kraft ist.

„Heute sind wir zusammengekommen, um die Seite vollständig umzublättern und unsere gemeinsame Arbeit zur Umsetzung dieser Vereinbarung zu beginnen (...) die eine Anomalie beendet: Bis dahin war Kuba eines der wenigen Länder ohne vertragliche Bindungen zur EU, obwohl diese der erste Handelspartner Kubas ist“, sagte Mogherini.

Der kubanische Außenminister seinerseits war der Auffassung, dass „der aktuelle Stand der Beziehungen EU-Kuba beweist, dass es möglich ist, Räume für Gespräche und Zusammenarbeit zu schaffen, von denen beide Seiten profitieren. Rodríguez Parrilla sagte weiter, dass günstige Voraussetzungen für die Ausweitung der Handelsbeziehungen und der Investitionen in Kuba bestünden und er dankte für die Haltung der EU, die die Blockade der USA gegen die Insel ablehnt.

„Die Blockade stellt weiterhin das Haupthindernis für die Entwicklung uneingeschränkter Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der EU und Kuba dar“, betonte er.