Kuba und Europäische Union wollen bilaterale Beziehungen vertiefen › Welt › Granma - Offizielles organ des PCC
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BRÜSSEL - Die Durchführung des Ersten Gemeinsamen Rates zwischen Kuba und der Europäischen Union, an dem Außenminister Bruno Rodriguez Parrilla teilnehmen wird, ist für Dienstag in Brüssel geplant, dem Sitz der wichtigsten Organe des EU-Blocks.

Wie die stellvertretende Außenministerin Kubas, Ana Teresita González, über Twitter mitteilte, wird das Treffen von der Hohen Vertreterin der Europäischen Union, Federica Mogherini, und von Rodríguez Parrilla geleitet werden.

Der erste Gemeinsame Rat, so Gonzalez Fraga, werde „Fortschritte in den Beziehungen zwischen Kuba und dem Gemeinschaftsblock ermöglichen“, zwischen denen seit dem 1. November 2017 ein Abkommen über Zusammenarbeit und politischen Dialog besteht.

Der Europäische Rat (ER) hat am Montag angekündigt, dass er bereit ist, das Treffen zu veranstalten, das die Kooperationsprogramme in Bereichen wie Energie, Landwirtschaft und andere Aspekte überprüfen wird, durch die der gegenseitig vereinbarte bilaterale Rahmen auf der Grundlage von Respekt, Gleichheit und Gegenseitigkeit konsolidiert werden kann.

„Es gibt günstige Bedingungen und Möglichkeiten für den Ausbau der wirtschaftlichen, kommerziellen, Investitions- und Kooperationsbeziehungen und für eine aktivere und effektivere Beteiligung der EU an den wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsplänen Kubas“, heißt es in einer Erklärung des ER.

Nach Angaben der EU-Botschaft in Havanna hat der 28 Länder umfassende Block zwischen 2008 und 2017 in Kuba Projekte im Wert von etwa 120 Millionen Euro finanziert, in Bereichen wie Ernährungssicherheit, erneuerbare Energien, Expertenaustausch und Vorbereitung und Reaktion auf Katastrophenfälle.

1988 - Kuba und die Europäische Union nehmen diplomatische Beziehungen auf.
1996 - Von der Regierung von José María Aznar unterstützt, billigte die EU ein Dokument mit dem Namen „Gemeinsamer Standpunkt zu Kuba“, das die Beziehungen zwischen den beiden Parteien von Bedingungen abhängig machte und eine Einmischung in die innere Ordnung Kubas darstellte.
Juni 2003 - Die EU beschließt diplomatische Sanktionen gegen Kuba, in denen die europäischen Staaten dazu gezwungen werden, die bilateralen Regierungsbesuche zu begrenzen, die Teilnahme europäischer Staaten an kubanischen Kulturveranstaltungen zu reduzieren und Dissidenten zu Nationalfeiertagen in Botschaften einzuladen.
23. Juni 2008 - Die EU beschloss, die politischen und diplomatischen Sanktionen gegen Kuba, die auf Druck Washingtons gegen Havanna verhängt wurden, definitiv zu beseitigen und es wurde auf politischer Ebene ein Dialog wiederaufgenommen, der durch die Bereitstellung von Entwicklungshilfe ergänzt wurde.
April 2014 -Es beginnt ein Verhandlungsprozess, der sich über sieben Runden erstreckte, um die 1996 unterbrochene Annäherung zwischen beiden Parteien zu fördern.
6. Dezember 2016 - Der Ministerrat der EU billigte die Aufhebung des Gemeinsamen Standpunkts zu Kuba.
12. Dezember 2016 - In Brüssel wurde das Abkommen zwischen Kuba und der Europäischen Union über politischen Dialog und Zusammenarbeit unterzeichnet, durch das die diplomatischen Beziehungen „auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts, der Gegenseitigkeit, der gemeinsamen Interessen und der Achtung der Souveränität“ normalisiert werden.
1. November 2017 - Das Abkommen über politischen Dialog und Zusammenarbeit tritt vorläufig in Kraft.
3. Januar 2018 - Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union, Federica Mogherini, beginnt einen offiziellen Besuch in Kuba, der erste nach der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens.
15. Mai 2018 - in Brüssel Sitzung des ersten Gemeinsamen Rats der Europäische Union - Kuba.

Quellen: Botschaft der EU in Havanna, Archiv von Granma