Fünfzehn Fragen: Was geschah mit Kuba in Peru? › Welt › Granma - Offizielles organ des PCC
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Die Beteiligung Kubas am Amerikagipfel ist ein legitimes Recht, das durch die Unterstützung der Regierungen der Region gewonnen wurde. Foto: Roberto Suárez

LIMA.— Wenn Sie in der letzten Woche vor dem Fernseher saßen, Radio hörten, Zeitungen lasen oder durch das Internet surften, haben Sie viele Informationen über den VIII. Amerikagipfel aufgenommen, der in der peruanischen Hauptstadt Lina stattfand.

Es war dies der zweite Gipfel, an dem Kuba anwesend war, nachdem die Revolutionäre Regierung im Jahr 2015 beschlossen hatte, an diesem Treffen teilzunehmen, ein Recht, das dank der Widerstandskraft des kubanischen Volkes und dem Druck aller Länder der Region , die gegenüber der OAS androhten, an keinem Gipfel mehr dabeizusein, wenn Kuba weiterhin ausgeschlossen bleibe, gewonnen wurde.

Trotz der vielen Daten, die zirkulierten, gibt es sicher Personen, die das in den letzten sieben Tage Geschehene nicht verstehen. Erfahrungen mit der Kommunikation bei großen und kontroversen Events wie diesem, die von Anklagen überhäuft werden, fordern von uns deutliche Erklärungen und Reden, wie sie an verschiedenen Orten dieses Events stattfanden; Es hat sich gezeigt, dass es notwendig ist, sie systematisch zusammenzufassen, wenn sich der Sturm erst beruhigt hat.Deswegen bietet Granma die Möglichkeit,sich mit der Antwort auf diese 15 häufig gestellten Fragen zu dem was mit Kuba in Peru geschehen ist, zu beschäftigen.

1. WIE WAR DIESER GIPFEL KONZIPIERT UND WELCHES WAREN SEINE WICHTIGSTEN TREFFEN?

Das zentrale Motto des VIII. Amerikagipfels war die demokratische Regierungsfähigkeit angesichts der Korruption, ein heikles Thema, wenn man berücksichtigt, dass der gastgebende Präsident Perus Pedro Pablo Kuczynski (PPK) gezwungen war, wegen eines Korruptionsskandals zurückzutreten, etwas was während all dieser Tage nicht zur Sprache kam.

Der Gipfel kündigte sich außerdem als ein Raum der Konfrontation und der Einmischung gegen Venezuela ein, dessen Präsident die Teilnahme verweigert wurde. Diese Entscheidung stärkte vor den Augen der Welt die Überzeugung, dass die OAS weiterhin als das „Kolonialministerium“ der Vereinigten Staaten agiert, denn es ist die Regierung dieses Landes, die das größte Interesse an einer feindlichen Politik gegenüber Caracas hat.

Beim offiziellen Segment wurde die Anwesenheit des US-Präsidenten Donald Trump erwartet, der plötzlich ankündigte, dass zum ersten Mal in der Geschichte dieses regionalen Treffens, dass die USA seit seinem Entstehen 1994 gefördert hat, kein US-Präsident teilnehmen werde. An seiner Stelle werde Vizepräsident Mike Pence reisen, während Trump von Washington aus den Krieg überwachte, den er am 13. April über Syrien entfesselte.

Als Teil des offiziellen Programms des Amerikagipfels fanden vier wichtige Parallelveranstaltungen statt, in die die Zivilgesellschaft, die Politik und das Unternehmertum des Kontinents involviert waren:

• Das Forum der Zivilgesellschaft, an dem über 70 kubanische Vertreter anwesend waren
• Das V. Forum der Jugendlichen der Amerikas, für das zehn Studentenführer, Arbeiter und Vertreter von kulturellen Bewegungen des Landes akkreditiert waren.
• Das III. Parlaméricas Treffen, zu dem fünf unserer Parlamentarier eingeladen waren
• Der III. Unternehmergipfel Made in the Americas, an dem fünf Vertreter des Unternehmensbereiches teilnahmen

Dem Format dieses Gipfels eigentlich fremd und in einem entlegenen Teil der Stadt, abgekoppelt von den großen Hotels und Unternehmenszentren, die als Ort des offiziellen Gipfels und für dessen Foren dienten, entwickelte sich ein „Gegengipfel“: der der Völker und sozialen Bewegungen Lateinamerikas.

Der aktuelle Generalsekretär der OAS sollte wegen seiner Besessenheit, die legitime Regierung Venezuelas zu stürzen, behandelt werden. Foto: Karikatur der Presse entnommen

2.  WARUM HAT KUBA TEILGENOMMEN, WENN WIR NICHT AN DIE OAS GLAUBEN UND IHR AUCH NICHT ANGEHÖREN?

Die Teilnahme Kubas am Amerikagipfel ist ein legitimes Recht, das durch die Unterstützung der Regierungen der Region gewonnen wurde, die daran interessiert waren, dass die Insel auf dieser Bühne präsent ist, auch wenn der kuabnische Präsident Raúl Castro deutlich gemacht hat, dass Kuba niemals wieder in die OAS zurückkehren werde, weil sie ein Instrument imperialistischer Herrschaft sei und immer sein werde.

Nicht einmal 2009, als dieser interamerikanische Organismus auf seiner Versammlung in Honduras die Sanktionen gegen die Insel aufhob, haben wir aufgrund der servilen Haltung, die er gegenüber den USA einnmimmt, akzeptiert ihm anzugehören.

Aber auch so, durch Teilnahme an den Foren und offiziellen Veranstaltungen wird erreicht, dass die Stimme Kubas jetzt auf Veranstaltungen des Kontinents gehört wird, von denen es früher ausgeschlossen war. Die Führung der Revolution hat aber erklärt, dass Kubas Teilnahme nicht unbedingt erforderlich sei, denn man betrachte die Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (Celac) als einen natürlicheren Raum für die Beziehungen zu anderen Ländern.

3. WELCHES WAREN DIE WICHTIGSTEN ANKLAGEPUNKTE DER KUBANISCHEN DELEGATION?

Die kubanische Delegation wies die Anwesenheit von Bürgern kubanischer Herkunft und von Söldnerorganisationen in Diensten von ausländischen Regierungen und Institutione im Rahmen des Gipfels in Lima zurück, die keinerlei Anerkennung und Legitimität aufweisen, die die innere Ordnung, das soziale Wohlergehen und das politische System, das wir Kubaner uns souverän und demokratisch gewählt haben, rückgängig machen wollen.

Außerdem hat sie das selektive und wenig transparente Auswahlverfahren abgelehnt, das angewandt wurde, um über die Teilnahme der Zivilgesellschaft bei den Parallelforen zu bestimmen, zu denen Söldner und Personen ohne Glaubwürdigkeit zugelassen wurden.

Von der Zivilgesellschaft aus prangerten die kubanischen Vertreter die Undurchsichtigkeit der Methoden bei der Wahl des Sprechers an, der vor dem Plenum des VIII. Amerikagipfels am 14. April sprechen sollte.

Beim Forum der Jugendlichen wiesen die zehn legitimen kubanischen Vertreter zurück, dass sie willkürlich vom Dialog zwischen der Zivilgesellschaft und der sozialen Akteure vor den Vertretern der hohen Regierungsebenen am 12. April ausgeschlossen wurden, an denen 50 Delegierte teilnahmen.

Auch wurden unethische Unregelmäßigkeiten im Programm des Forums der Jugendlichen aufgedeckt, zu dem auch Söldner akkreditiert wurden; dessen Tagungsort wurde einen Tag vor Beginn verändert, obwohl das Programm bereits veröffentlicht worden war und es wurde eine angebliche Schlusserklärung vor dem Generalsekretariat der OAS verlesen, die noch nicht von den Teilnhehmern verabschiedet worden war.

Außerdem wurden schwerwiegende Provokationen in Lima angeklagt, wo, als Teil der Strategie der Söldnergruppen, dem Bild Kubas Schaden zuzufügen und sich als Vertreter der kubanischen Gesellschaft darzustellen, unser Land beleidigende Werbetafeln aufgestellt wurden.

Das imperiale Vorhaben des Imperialismus und der regionalen konservativen Oligarchie, die Postulate der Monroe Doktrin aufzuzwingen, ihre Hegemonie und den Neoliberalismus wieder durchzusetzen, wurde zurückgewiesen.

Kuba verurteilte energisch die am 13. Februar in Lima herausgegebene Erklärung, mit der die Teilnahme der venezolanischen Regierung am VIII. Amerikagipfel beschnitten wurde.

Die Koalition 15 wählte die Kubanerin Mirthia Brossard, Präsidentin des Oclae zur Sprecherin beim Dialog mit den politischen Beamten. Foto: Facebook Heidy Villuendas

4. WAS GESCHAH IM FORUM DER ZIVILGESELLSCHAFT ? FAND ES STATT ODER NICHT?

Das Forum der Zivilgesellschaft wurde von der OAS über Koalitionen organisiert. Jede umfasste ein spezifisches Thema und tagte getrennt von den anderen. Die kubanische war die Koalition Nr. 15 unter dem Titel: „Für eine inklusive und respektvolle Welt“. Sie gehörte zu den am besten besuchten.

Die Debatten verliefen problemlos. Die Teilnehmer, Vertreter von Organisationen und Gruppen, die in Kuba gesellschaftlich anerkannt sind, erhoben ihre Stimmen gegen die Anwesenheit der Konterrevolutionäre und die trüben Arbeitsmethoden der OAS.

Es wurde hervorgehoben, dass Kuba zum zweiten Mal an einer solchen Art von Szenario teilnimmt und wie 2015 in Panama wurde versucht, die wirkliche kubanische Zivilgesellschaft durch eine illegitime zu verdrängen.

Am Ende der Sitzung wählte die Koalition die Präsidentin Lateinamerikanischen Studentenorganisation (Oclae) Mirthia Brossard, zur Sprecherin für den Dialog zwischen der Zivilgesellschaft und den sozialen Akteuren mit den hochrangigen Vertretern der Regierungen.

Photo: Roberto Suárez

5.WAS GESCHAH AUF DEM FORUM DER JUGENDLICHEN?

Auf dem Forum der Jugendlichen der Amerikas, wie bei dem der Zivilgesellschaft, gab es die Teilnahme der Kubaner an den Debatten ... und die Anklage der Methoden der OAS. Aber die zehn Vertreter der kubanischen Jugend mussten sich mit einem politisch äußerst widrigen Kontext auseinandersetzen, denn dort wurde nicht in Koalitionen getagt, sondern in drei Kommissionen, in denen es Vertreter von über 30 Ländern Lateinamerikas gab, die Mehrzahl davon der Rechten angehörend,

Ziel dieser Veranstaltung war nicht die Solidarität, sondern die Dynamik der unternehmerischen und politischen Führerschaft, die soviel Druck auf die Staaten ausüben, bis diese deren Prioritäten berücksichtigen. Deswegen waren auch die Themen der Analyse demokratische Regieurngsfähigkeit, Korruption, nachhaltige Entwicklung und Aspekte der Zusammenarbeit, Institutionlität und Private-Public Partnerships.

Das Konferenzprogramm des Forums war eine neoliberale Spritze, Die erste Konferenz war die der US-Agentur für Internationale Entwicklung (Usaid) in Kuba bestens bekannt und berüchtigt, wegen ihrer Taktiken der Einmischung und Subversion mit Fokus auf die Jugendlichen. Der Beamte Mark Green, der diese „Lektion“ gab, hatte einen Tag zuvor ein Treffen mit der in Lima vertretenenen crème de la crème des kubanischen Söldnertums.

Den kubanischen Jugendlichen gelang es jedoch in die Schlusserklärung, die vor den Staaschefs verlesen wurde, eine Erklärung gegen die Einmischung einiger Ländern in die Angelegenheiten anderer und zugunsten der Souveränität sowie zur Achtung des Multikulturalismus in der Region einzufügen,

Foto: Facebook und Twitter

6. GELANG IN IRGENDEINEM PARALLELFORUM DES AMERIKAGIPFELS EINE DEBATTE?

Ja. Es kam in allen Parallelforen des VIII. Amerikagipfels mit anderen Delegationen des Kontinents zu einem Dialog, auch beim Treffen der Parlamentarier und der Unternehmer, die in den internationalen Kommunikationsmedien nicht so sichtbar wurden.

Mirthia Brossard, Sprecherin der kubanischen Zivilgesellschaft. Photo: Roberto Suárez

7.WELCHES WAREN DIE MOMENTE HÖCHSTER SPANNUNG?

Der kritische Moment der Anklage war am Morgen des 12. April, während des Dialogs zwischen der Zivilgesellschaft und sozialen Akteuren mit den Regierungsvertretern und in Anwesenheit von Luis Almagro. Dieses Treffen führte schließlich nach vielen Anklagen und starkem Beharren dazu, dass fünf Delegierte des V. Forums der Jugendlichen der Amerikas die Teilnahme genehmigt wurde.

Zwei Stunden lang klagte die von der jungen Sprecherin Mirthia Brossard angeführten Delegation unermüdlich an, dass die Anwesenheit der von den USA bezahlten Agenten, die die wahre kubanischen Zivilgesellschaft verdrängen soll, unzumutbar sei.

Die feste Haltung erhielt die Unterstützung der Mehrheit der Anwesenden und die Organisatoren mussten sich in einen Privatsaal zurückziehen, während man im Hauptauditorium eine Tribüne improvisierte, auf der die Lateinamerikaner afrikanischer Abstammung, die Vertreter indigener Völker und die Kämpfer für soziale Rechte zu Wort kamen.

Der Plan der OAS, der die Annäherung zwischen den Söldnern und den Kubanern, die ihr Land in Würde vertraten, vorsah, ging nicht auf.

Wie beim Dialog der Hemisphäre, der vor dem Gipfel am 21. März stattfand, hatte sich die Konterrevolution in der Koalition 26 konzentriert, dem die Mitglieder des sogenannten Lateinamerikanischen Netzes der Jugend für die Demokratie (Redlac) angehörten, das für die gemeinsam mit der OAS durchgeführten Strategien bekannt ist, Jugendliche als Waffe der Destabilisierung gegen progessive Regierungen Lateinamerikas einzusetzen.

8. KAM ES ZU SCHLÄGEREIEN ODER EINER ANDEREN ART VON AGGRESSION ?

Es kam nicht zu Schlägereien. Es gab viele Forderungen an die Organisatoren, die die Beschwerden Kubas ignorierten. Alles wurde live über die Konten verschiedener Teilnehmer im Dialog übertragen.

9. WANN ZOG SICH KUBA VOM OFFIZIELLEN SEGMENT DES GIPFELS ZURÜCK?

Am 13. April zog sich die offizielle Delegation Kubas, die an der Eröffnung des VIII. Amerikagipfels teilnahm, vor Beginn der Rede von Almagro aus Protest wegen der beleidigenden Erklärungen, die dieser einen Tag zuvor gegenüber Kuba und dessen Behörden gemacht hatte, aus dem Saal zurück, wie der stellvertretende Außenminister Kubas Rogelio Sierra sagte.

Der 12. April war der intensivste Tag der Woche. Almagro war mit den in Lima anwesenden Söldnern zusammengekommen, von dener er mehr „Druck“ auf unser Land forderte.

„Almagro und die verrufene OAS haben weder die Moral noch die Autorität, um Urteile auszusprechen oder Länder der Region oder Kuba zu beurteilen“, sagte Sierra.

Am Nachmittag des 13. April kam der kubanische Außenminister , Bruno Rodríguez Parrilla, der die kubanische Vertretung des offiziellen Segments anführte, in Peru an.

10. WO FAND DIE REAKTION DER KUBANISCHEN DELEGATION AUF DIE PROVOKATIONEN IN LIMA STATT UND WIE SAH SIE AUS ?

Am 14. April, als der VIII. Amerikagipfel offiziell zu dem Gipfel mit der geringsten Anwesenheit von Regierungschefs in seiner Geschichte wurde, ergriff der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla im Namen Kubas das Wort.

An diesem Samstag versicherte Rodríguez Parrilla vor einem von Rechten durchsetzten Auditorium, dass Kuba weiterhin bereit sei, die Beziehungen zu den USA aufrechtzuerhalten, aber nicht „einen einzigen Millimeter seiner Prinzipien“ verhandle. Es werde auch keine Erpressungen akzeptieren und wünsche nicht die Konfrontation.

Er klagte außerdem die Wirtschaftsblockade gegen die Insel an, das Fehlen von Argumenten für die Reduzierung des US-Botschaftspersonals aus Havanna und das wachsende Interesse sich auf die Monroe Doktrin zu berufen, um die US-Herrschaft über unsere Region zu rechtfertigen.

Er sprach sich auch zugunsten Venezuelas und des Ex-Präsidenten Luis Inácio Lula da Silvas aus und beschwor die Erklärung Lateinamerikas als Zone des Friedens, die von den Präsidenten der Region 2014 beim Celac Gipfel in Havanna unterzeichnet wurde.

Er erinnerte daran, dass die kubanische Regierung den von den USA und einigen ihrer NATO- Alliierten gegen Syrien geführten Angriff energisch verurteilt habe, dass die Aktion einseitig gewesn sei und nicht auf Beweisen beruht habe.

Er prangerte auch die Absichten der OAS in Gestalt ihres Generalsekretärs an, unsere Länder in Instrumente der USA zu verwandeln, um auf kontinentaler Ebene den „wilden Neoliberalismus“ aufzuzwingen und den Kampf gegen die Korruption als eine „politische Waffe“ zu benutzen.

11.WARUM HAT BRUNO ZWEI MAL GESPROCHEN?

Als US- Vizepräsident Mike Pence seine Rede auf dem VIII. Amerikagipfel hielt , so tat er dies auf eine beleidigende Weise gegen Kuba und Venezuela.

In seinem Recht auf Gegenrede ging der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla auf überzeugende Weise auf die Rede von Pence ein. „Erwarten Sie nicht, dass Kuba auch nur einen Millimieter von seinen Prinzipien abweicht oder in seinem Bemühen nachlässt, den Sozialismus aufzubauen.“

Er sagte auch an bezugnehmend auf die Anschuldigungen, dass in Kuba und Venezuela die Menschenrechte und die Demokratie nicht respektiert würden, dass der Vizepräsident falsch informiert sei, „ die Realität ignoriere oder die Wahrheit verberge“ und er wies diese Anschuldigungen zurück.

In seinem zweiten Redebeitrag erinnerte der Außenminister die USA an ihre Verantwortung für die brutalste Missachtung der Rechte und der Würde der Menschen, denn „alle despotischen Regierungen der Region sind von den Vereinigten Staaten aufgezwungen worden oder haben deren Unterstützung erhalten“.

Er wies auch daraufhin, dass es in nur wenigen Stunden genau 57 Jahre her sei, dass die Flugzeuge der US-Regierung Flughäfen in Kuba bombardiert hätten, wobei Kubaner bei der Verteidigung der Unabhängigkeit und Souveränität Kubas gestorben seien.

Drei Plenarforen – um die Lage in Peru zu debattieren, zum Kontext Lateinamerikas und zur Zweckmäßigkeit der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf regionaler Ebene - forderten die Aufmrksamkeit der Teilnehmer dieses Treffens, das geschaffen wurde, um jene zu vereinen, die wirklich etwas im Namen unserer Völker zu sagen haben und nicht im Namen des großen Kapitals.

Ein Aufruf an die Linke Lateinamerikas vom Widerstand zur Offensive überzugehen machten Hunderte von Jugendlichen des Kontinents aus über zehn Ländern, die im sogenannten Jugendgipfel der Völker zusammenkamen, ein kleiner Raum innerhalb des großen sozialen Gipfels.

Das Treffen begann mit einer Schweigeminute für Syrien und die lateinamerikanischen Jugendlichen forderten das Ende der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba, die Respektierung Venezuelas und Gerechtigkeit für Lula.

Der Jugendgipfel tagte in sechs Foren, die Themen wie die Landjugend, den Klimawandel, die Studentenbewegungen, Geschlecht, Identität, Kultur des Volkes und verfassunggebende Prozesse behandelten.

13. WIE ÄUSSERTEN SICH INTERNATIONALE PRESSEMEDIEN ZUM AUFTRETEN KUBAS?

Wie zu erwarten, war die Reaktion der internationalen Presseagenturen nicht zugunsten Kubas, Die veröffentlichten Meldungen hoben hervor, dass die kubanische Delegation nicht in Dialog getreten sei und sich auf irrationale Weise verhalten habe, obwohl für alle ihre Anklagen Beweise vorlagen und die Vertreter der sozialen Bewegungen und vieler Völker Lateinamerikas auf der Seite Kubas gestanden haben.

Beherrschend war die Stimme Almagros, der die Kubaner beleidigte, indem er sie als „Gorillas“ bezeichnete und wie ein Filmstar das Scheinwerferlicht genoss.

14.WELCHE ROLLE SPIELTEN DIE SOZIALEN NETZE IN DIESER GESCHICHTE?

In den sozialen Netzen, dieser Raum, der dafür gedacht ist, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Geschichten erzählen, sah die Sache anders aus. Über 28.000 Personen aus aller Welt teilten über Twitter #CumbreDeLasAméricas, #CumbrePerú y #Cuba ihre Botschaften mit.

In Peru war der Name des kubanischen Außenministers Bruno Rodríguez während seiner überzeugenden Rede im Trend. Die Leute nahmen Fragmente und Ideen seiner Rede auf, und die Gefühle, die seine würdige Haltung ausstrahlte.

Die über Facebook von den nationalen und ausländischen Teilnehmern im Dialog des 12. April übermittelten Videos hatten eine große Reichweite. Ein Video, das den größten Eindruck hinterließ, wurde von einer jungen Kubanerin der Delegation gemacht. Bis heute wurde es 78.000 Mal wiedergegeben, erhielt 2.951 Kommentare in Echtzeit und wurde 2.885 Mal weitergeleitetet. Ihr Video über den kubanischen Protest dauerte eine Stunde und 35 Minuten.

Zum ersten Mal verwandelten die in den Foren anwesenden kubanischen Delegierten sich in wichtige Informationsquellen für die nationale und ausländische Presse, die es als Glück bezeichneten journalistisch begabte Bürger zu haben, die in der Lage sind die Wahrheit über ein mobiles Telefon und über Wifi zu erzählen.

Forum der Kubanischen Zivilgesellschaft, die Stimme und die Forderung unseres Landes erhob sich mit Macht. Photo: Roberto Suárez

15. KÖNNEN WIR AUS DIESEM GIPFEL IRGENDEINE LEHRE ZIEHEN ?

Ja. Die Kämpfe um die Würde müssen immer so geführt werde: mit entflammtem Herzen, Frieden in der Seele, der Wahrheit in der Hand und einer großen Fähigkeit mit allen in Verbindung zu treten.