OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Fast einhundert Delegierte geben seit Sonntag der kubanischen Gesellschaft in Peru Gesicht und Stimme, wo der VIII. Amerikagipfel und der Gipfel der Völker stattfinden werden.

Die Gruppe flog am Samstag vom internationalen Flughafen José Martí nach Lima, um an den Veranstaltungen und Foren der Jugend, Parlamentarier, Unternehmer und der Zivilgesellschaft teilzunehmen, die im Vorfeld des hemisphärischen Treffens ausgerichtet werden.

Ebenfalls werden die Kubaner beim Treffen der Völker des Kontinents anwesend sein, eine Veranstaltung, die seit dem zweiten Treffen in Santiago de Chile 1998 unabhängig vom Amerikagipfel stattfindet.

Die von den Gewerkschaften und sozialen Organisationen in Peru organisierte Veranstaltung wird angesichts der inneren und äußeren Bedrohung, der die progressiven und linken Prozesse unserer Region ausgesetzt sind, ein Zeugnis kontinentaler Solidarität ablegen.

Die aus unserem Land entsendete Delegation besteht aus einem breiten Spektrum kubanischer Institutionen, Massenorganisationen und Vereinigungen und ist die legitime Vertreterin ihres Volkes in Peru.

Auf dem vergangenen VII. Gipfel in Panama wurde versucht, Söldner und Gruppen mit terroristischen Verbindungen als angebliche Mitglieder der kubanischen Zivilgesellschaft zu präsentieren, was damals denunziert und zurückgewiesen wurde.

Die kubanischen Vertreter klagten kürzlich an, dass versucht wird, das gleiche Manöver in Lima zu wiederholen.

„Die kubanische Zivilgesellschaft wird keinerlei Raum mit Elementen und Söldnerorganisationen teilen, die aus dem Ausland finanziert werden und die Interessen einer ausländischen Macht mit einer klaren Agenda von Subversion und Gewalt vertreten“, versicherte Yamila González Ferrer, Vizepräsidentin des Nationalverbandes der Juristen Kubas und Vertreterin der Koalition 15 zum Hemisphärischen Dialog, eine Veranstaltung vor dem Forum des VIII. Gipfeltreffens der Amerikas.

Die in Kuba veranstalteten nationalen Foren nahmen die gleiche Position ein.

„Wir haben beschlossen, in Lima im Rahmen des Vorbereitungsprozesses für das Forum der Zivilgesellschaft des VIII. Gipfeltreffens amerikanischer Staaten eindeutig die Anwesenheit von Bürgern kubanischer Herkunft und Söldnerorganisationen abzulehnen, die ausländischen Regierungen und Institutionen dienen, über keinerlei Anerkennung oder jegliche Legitimität verfügen, die darauf abzielen, die innere Ordnung, das soziale Wohlergehen und das politische System umzukehren, das wir Kubaner auf souveräne und demokratische Weise gewählt haben“, heißt es in der Schlusserklärung des II. Forums der Zivilgesellschaft „Amerika überdenken“.

„Dieses Szenarium soll auch dazu dienen, auf den parallelen Foren, die während des VIII.Gipfeltreffens stattfinden, offen die Anwesenheit von Söldnern im Dienst einer fremden Macht anzuklagen. Wir schließen uns der energischen Antwort an, die unserer Vertreter beim hemisphärischen Dialog gab: «Legen Sie sich nicht mit Kuba an!»

Beide Events stimmten darin überein, die Unterstützung des kubanischen Volkes und Regierung für die Bolivarische Republik Venezuela auszudrücken und die ansteigende Benutzung von Gerichtsverfahren wegen Korruptionsvorwürfen gegen Führungskräfte der Linken mit politischen Absichten anzuprangern, die darauf gerichtet sind, den Willen des Volkes zu ignorieren.