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Lula ist das Opfer politischer Verfolgung. Foto: Brasil de Fato Foto: Prensa Latina
Lula ist das Opfer politischer Verfolgung. Foto: Brasil de Fato

Das „Verbrechen“ Lulas besteht darin, der Linken anzugehören, inmitten eines Kontextes, in dem die Kräfte der internationalen Rechten ihre destabilisierende Hegemonie in der Region durchsetzen.

Sein „Verbrechen“ bestand darin, vor 38 Jahren die Arbeiterpartei (PT) zu gründen, eine Plattform, die den Gewerkschaftsbewegungen eine Stimme gegeben und für ihre Rechte gekämpft hat.

Lulas „Verbrechen“ war es, im Jahr 2002 die Präsidentschaftswahlen in Repräsentation der PT zu gewinnen und zum meistgewählten Präsidenten in der Geschichte Brasiliens zu werden. Es bestand darin, seine zweite Amtszeit mit 80% Zustimmung, 7,5% Wirtschaftswachstum und einem Mindestlohn zu beenden, der um 54% höher als in seiner ersten Regierungszeit lag.

Das „Verbrechen“ des Metallarbeiters bestand darin, mehr als 30 Millionen Brasilianer aus der Armut zu befreien, die Arbeitslosenquote zu senken und sein Land auf die Landkarte aufstrebender Mächte zu bringen.

Das „Verbrechen“ von Lula bestand darin, das größte Land Lateinamerikas zu inspirieren und ein Bild von „Ordnung und Fortschritt“ zu projizieren, so wie es auf dessen Flagge zu lesen ist.

Lulas „Verbrechen“ bestand darin, die Volkswirtschaft zu stabilisieren und dem Internationalen Währungsfonds die gesamten Schulden seines Landes zu zahlen.

Lulas „Verbrechen“ bestand darin, seine Amtsnachfolgerin (Dilma Rousseff) zu unterstützen, die mit den fortschrittlichen Plänen für Brasilien fortfuhr und deshalb ebenfalls Opfer einer Verfolgung wurde, die ihrem Mandat ein Ende setzte.

Das „Verbrechen“ von Lula ist sein Wunsch, an den Präsidentschaftswahlen im Oktober teilzunehmen. Und sein größter „Fehler“ ist es, die Umfragen als Kandidat für die Wahlen anzuführen, in einem Land, in dem die Unzufriedenheit mit den neoliberalen Maßnahmen des de-facto-Präsidenten Michel Temer immer mehr zunimmt.

Das „Verbrechen“ von Lula besteht darin, zur großen Hoffnung für das Wiederaufleben Brasiliens und die Wiederbelebung der progressiven Bewegungen in der Region zu werden.

Das „Verbrechen“, für das Lula verurteilt wird, ist das „Verbrechen“ der Linken, jenes, für das auch Dilma, Nicolás Maduro, Evo Morales, Cristina Fernández und jeder andere Führer, der sich nicht dafür hergibt, seinen Kopf zu senken und Befehle aus dem Norden zu befolgen, verurteilt werden soll.