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LA PAZ - Der. Generalpolizeichef von Bolivien, Faustino Mendoza, bestätigt am Mittwoch, dass die zweite Explosion in Oruro die Folge eines Anschlags war, bei dem mehr als drei Kilo Dynamit, gemischt mit ANFO, eingesetzt wurden.

Der Polizeibeamte erklärte, dass am Ort der Explosion ein Kunststoffbehälter und der Teil eines Zünders gefunden wurden. Als Tatverdächtige wurden zwei Männer und eine Frau, alle bolivianischer Staatsangehörigkeit, festgenommen.

Mendoza sagte, dass die Explosion den Tod von vier Personen (zwei Erwachsene und zwei Minderjährige) verursacht habe, dazu kämen neun Verletzte (ein Minderjähriger und acht Erwachsene).

Experten der Kriminaltechnik (DACI) und der Feuerwehr unterstützten die Untersuchungen vor Ort und es werde demnächst ein komplettes Gutachten zur Verfügung gestellt werden, sagte Mendoza.

Die Bolivische Nachrichtenagentur ABI stellt fest, dass die Explosion vom Dienstag keine Beziehung zu dem Vorfall am Samstag habe, als die Explosion einer Gasflasche, ebenfalls in Oruro, acht Todesopfer gefordert hatte.

Der Leiter der Gesundheitsbehörde der Stadt, Carlos Gutierrez, bestätigte, dass der Anschlag am Dienstag vier Menschen getötet und zehn verletzt hat.

Der Karneval von Oruro ist von der Junfrau von Socavón inspiriert (die als 45 Meter hohe Statue auf einem Hügel das optische Erscheinungsbild der Stadt beherrscht), was Jahr für Jahr eines der größten traditionellen bolivianischen Feste und einen der größten Kulturevents ganz Lateinamerikas in Szene setzt.

Man rechnet in der Regel mit der Teilnahme von etwa einer halben Million nationaler und ausländischer Touristen an diesem Festival, das 2001 von der UNESCO als Meisterwerk des Mündlichen und Immateriellen Erbes der Menschheit ausgezeichnet wurde.