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GUATEMALA CITY - Der Präsident Guatemalas, Jimmy Morales, gab am Montag bekannt, dass Guatemala seine Botschaft in Israel in die Stadt Jerusalem verlegen werde, womit es den Vereinigten Staaten nacheifert und entgegen der Entscheidung der Generalversammlung der Vereinten Nationen handelt, welche die von US-Präsidenten Donald Trump getroffene Maßnahme verurteilt hat.

In der vergangenen Woche stimmten 128 Länder gegen die Anerkennung durch die USA von Jerusalem als Hauptstadt Israels. Guatemala gehörte zu den acht Ländern, die Washington unterstützten. Weitere 56 enthielten sich der Stimme oder erschienen nicht zur Abstimmung.

Der Präsident Boliviens, Evo Morales, verurteilte gestern die Entscheidung von Guatemala.

„Wir bedauern, dass einige Regierungen ihre Würde dem Imperium verkaufen, um nicht die Almosen der USAID (United States Agency for International Development) zu verlieren“, sagte der Präsident im sozialen Netzwerk.

Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, wies ebenfalls die Ankündigung der zentralamerikanischen Nation zurück, sagte sein Sprecher Xavier Abu Eid gegenüber EFE.

Erekat fügte hinzu, dass der Präsident von Guatemala diese Ankündigung am Vorabend von Weihnachten gemacht habe, „ohne die Stimme von Papst Franziskus oder der Kirchen von Jerusalem zu berücksichtigen, die diesen Akt der Illegalität, der von Präsident Trump gefördert wurde, entschieden abgelehnt haben“