OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

SOTSCHI, Russland – Ein Forum für die legitime Anklage der Verbrechen des Imperialismus entstand beim Internationalen Antiimperialistischen Tribunal als Teil der Agenda des gestrigen Mittwochs auf dem 19. Weltfestival der Jugend und Studenten, eine Veranstaltung, bei der Opfer des vorherrschenden hegemonialen Systems dessen kriminelle Akte gegen ihr jeweiliges Volk vorbrachten.

Der Fall Kuba wurde von dem jungen Elián Gonzales vorgestellt, der sich auf die über 700 terroristischen Akte der Vereinigten Staaten gegen Kuba bezog – 56 von ihnen seit 1990 –, die Tausende von Toten und Verwundeten forderten.

Er hob hervor, dass an den subversiven Plänen für die Insel Nichtregierungsorganisationen, Hochschulen, die USAID, Vertretungen der Konterrevolution und „Freedom House“ beteiligt seien, wobei letztere Einrichtung als Vehikel für die Arbeit der CIA angesehen werde. Allein zwischen 1996 und 2015 seien in das Kuba-Programm der USAID für diese Zwecke 284 Millionen US-Dollar geflossen.

Für das Volk der Saharaui klagte der junge Omar Hanesa die illegale marokkanische Besetzung an und forderte Gerechtigkeit angesichts der über Jahrzehnte hinweg begangenen Verbrechen. Außerdem verlangte er die Freilassung der politischen Gefangenen, die zu 20 Jahren Haft und mehr dafür verurteilt worden seien, dass sie die Sache ihres Volkes verteidigt hätten.

In gleicher Weise berichtete die junge Kolumbianerin Ángela Correa von den über 150 Ermordeten, die bis heute ungesühnt geblieben seien, von jungen Kommunisten in Händen von Regierungsagenten in ihrem Land, und forderte eine Beobachterkommission angesichts der Lawine von Gewalt. Sie klagte überdies die Angriffe auf Venezuela und das Anwachsen der Militärpräsenz in den neun Basen auf kolumbianischem Boden an.

Im Laufe des Tages kam es auch zu Aussagen von Ländern wie Brasilien und Nordkorea, die ihrerseits vor dem Antiimperialistischen Tribunal, das heute in Sotschi endet, ihre Anklagen vorbrachten.