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Am Mittwoch schworen die neuen Gouverneure vor der ANC. Photo: Twitter der ANC

CARACAS – «Das venezolanische Wahlsystem schützt den Willen eines jeden Bürgers, denn in ihm wird der nationale Wille über die Stimmabgabe erfasst und in eine geschützte Ausübung der Souveränität verwandelt», sagte am Mittwoch die Vorsitzende der Verfassungsgebenden Nationalversammlung (ANC), Delcy Rodríguez.

«Unser Wahlsystem ist ein Stolz der Nation, das in der Revolution entstand, weil es einen logischen Sinn hat, weil es ein Modell ist, das den Willen jeder Venezolanerin und jedes Venezolaners schützt und weil es keinen Raum gibt für Machenschaften oder kriminelle Vorgehensweisen», sagte sie auf einer Ordentlichen Sitzung der ANC.

Wie AVN berichtet, erläuterte Rodríguez während der Zeremonie des Schwurs der bei den Regionalwahlen vom 15. Oktober ermittelten Gouverneure, dass sich die Transparenz und die Verlässlichkeit des Wahlsystems auf die zahlreichen Überprüfungen stützt, denen es im Beisein von Fachkräften unterzogen worden ist, die von allen teilnehmenden politischen Parteien ernannt worden waren.

«Abgesehen von allen technischen Überprüfungen, die im Wahlprozess stattfinden, ist es auch ein System, das vor, während und nach der Stimmabgabe eines jeden Bürgers dessen Willen einhält und schützt. Es gewährleistet eine technische und eine politische Sicherung des Willens des venezolanischen Volkes. Die mehrheitliche Teilnahme ist nur in der Revolution möglich geworden», sagte sie in der von Rundfunk und Fernsehen ausgestrahlten Zeremonie.

Zur Ordentlichen Sitzung für die Ableistung des Schwurs erschienen jedoch nicht jene fünf gewählten Gouverneure, die dem Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) angehören, welcher angekündigt hatte, dass die Regionalgouverneure keinen Schwur vor dem beratenden Organ ableisten würden. Die ANC rief sie jedoch erneut dazu auf.

Während der Zeremonie war die Vorsitzende des Nationalen Wahlrates (CNE) Tibisay Lucena zugegen, die den Bericht über die Ergebnisse der Wahlen vorstellte.

«Das gesamte Land hat mit diesem Wahlprozess gewonnen, der mit Ruhe vonstatten ging», erklärte Lucena, die von Telesur zitiert wurde.

In Bezug auf die Wahlprüfungen stellte die Vorsitzende des CNE fest, dass die verschiedenen Bestandteile der Plattform der Wahl vom Sonntag überprüft worden sind.

«Die Stärken des venezolanischen Wahlsystems, das im Lande selbst erdacht und perfektioniert worden ist, erlaubten es, den Wahlprozess vom 15. Oktober erfolgreich zu absolvieren », sagte Lucena.

Währenddessen stieg die Anzahl der Gouverneursposten, die in den Händen des Chavismus sind, mit der Proklamierung von Justo Noguera Pietri als Gouverneur im Bundesstaat Bolívar auf 18. Bei den Regionalwahlen vom Sonntag hatten über zehn Millionen Venezolaner (61,14 % der Wahlberechtigten) ihr Recht auf Stimmabgabe ausgeübt, was eine der höchsten Beteiligungen in den letzten 18 Jahren darstellt.

  Bolívar, einer der 23 Bundesstaaten von Venezuela, war der einzige, dessen Wahlergebnis nicht unumkehrbar war, weshalb es vom CNE nicht bestätigt werden konnte, bis nicht die letzte der Stimmen ausgezählt war, die in diesem Gebiet abgegeben worden waren.

Mit Bolívar übernimmt der Chavismus 18 der 23 Gouverneursposten, ein überwältigender Erfolg in den Regionalwahlen von 2017 mit einer vom CNE als historisch bezeichneten Wahlbeteiligung von 61,14 %, die wesentlich höher lag als jene Beteiligung von 53,94 %, die im Wahlprozess 2012 erreicht worden war.