OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Von links nach rechts: Fernando González, Oscar López Rivera und Elián González. Photo: Twitter

Freiheit ist ein Wort von relativer Bedeutung. Fidel und diejenigen, die die Moncada Kaserne gestürmt haben, waren nicht frei bis zu jenem 1. Januar 1959, als Kuba von dem Schrecken der Vergangenheit erlöst war. Frei kann sich auch der Kämpfer für die Unabhängigkeit Puerto Ricos Oscar López Rivera nicht fühlen, auch wenn er nach 36 Jahren aus dem Gefängnis der Vereinigten Staaten entlassen wurde und gesehen hat, dass sein Land den Kampf benötigt, diesen Kampf, der laut Karl Marx, die Geschichte der Menschheit heute mehr denn je definiert.

Trotzdem, wenn man ihn zu den XIX. Weltfestspielen ankommen sieht, umringt von jungen Kubanern, Ecuadorianern und Jugendlichen aus anderen Teilen der Welt, die sich ihm nähern, um ihm eine Umarmung zu schenken, einige Worte des Dankes und der Unterstützung, sieht es so aus, als ob Oscar sich für einen Moment glücklich fühlt, ein bisschen freier und dazu verpflichtet, seine Erfahrungen mit den neuen Generationen zu teilen, damit die Geschichte sie nicht vergisst, damit sie sich nicht wiederholen.

Die Verteidigung der kollektiven Interessen stehen bei diesem Mann, wie auch bei Che, an allererster Stelle und deswegen sagt er mit dem Schmerz, den für sein Land die Geschichte von 119 Jahren Kolonialismus bedeutet, dass „eine von Donald Trump vertretene Regierung nur beweise, an welchem Punkt sich der Imperialismus heute befinde, was er, insbesondere mit Kuba, Puerto Rico, der Karibik und allen lateinamerikanischen Länder zu tun gedenkt. Deswegen liegt es an allen, besonders an der Jugend, diesen Kampf gegen den Imperialismus zu führen.“

„Heute steht, wie ihr sehen könnt, eine Botschaft auf meinem T-Shirt, über den Mord, den man an dem Volk Puerto Ricos begeht. Der Präsident der Vereinigten Staaten, ist nach dem Durchzug von Hurrikan Maria wie ein Clown nach Puerto Rico gekommen um auf die entwürdigenste und unsensibelste Art und Weise, die wir uns vorstellen können, zu seinen Bewohnern zu sprechen“, sagte er über den Besuch, den der US-Präsident kürzlich Puerto Rico abgestattet hat und bei dem man ihn sehen konnte, als er den vom Hurrikan Geschädigten Toilettenpapier zuwarf.

„Das Volk Puerto Ricos kämpft hart darum, um nach dem Hurrikan mit einem bisschen Würde zu leben. Aber es ist die Regierung der Vereinigten Staaten, die Puerto Rico kontrolliert. Wir haben nicht um eine Armeekorps von 10.000 Mann gebeten. Wir benötigen Menschen, die bereit sind, für die Zukunft des Landes zu arbeiten.“

Ganz nahe am Kuba Stand kommt ein Jugendlicher auf ihn zu, spricht mit ihm über die Briefe, die er ihm ins Gefängnis geschickt hat, über den Kampf zu seiner Befreiung aus dem Gefängnis. Oscar bedankt sich herzlich bei ihm.

„Alle Länder Lateinamerikas müssen alles was ihnen möglich ist tun, um unsere Völker dem gemeinsamen Feind zu entreißen, denn der Imperialismus kann ohne die Hilfe jener Eliten, die von ihm profitieren, nicht funktionieren... Ihr hier klagt deutlich an, was der Imperialismus bedeutet, z.B. die Blockade, die er Kuba auferlegt, den Kolonialismus, dem die Puertoricaner ausgesetzt sind, der uns vom Angesicht der Erde verschwinden lassen möchte, denn der Kolonialismus zerstört, entmenschlicht.“

Im Main Media Centre von Sochi gab es eine Überraschung, als Oscar López Rivera auf Fernando González Llort traf mit dem er zusammen in den USA im Gefängnis war. In die herzliche Umarmung war auch Elián González eingeschlossen.

„Vie Liebe und Dankbarkeit von allen Puertoricanern, die wir die Gerechtigkeit und die Freiheit lieben, die wir Kuba lieben. In Puerto Rico lieben viele Menschen Kuba. Ich möchte, dass das kubanische Volk weiß, dass es sich sicher fühlen kann, dass wir bis zum letzten Atemzug an seiner Seite stehen“, sagte Oscar López, der bestätigte, dass er am 12. November nach Kuba reisen werde. „Was ich möchte ist, das kubanische Volk zu umarmen“, sagte er zum Schluss.