OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Foto: Luis Mario Rodríguez

Die Bildung als öffentliches Gut, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung und die Notwendigkeit die Gleichheit der Chancen für alle Jugendlichen zu garantieren, waren Themen der Podiumsdiskussion, die im Rahmen der XIX. Weltfestspiele der Jugend und Studenten die Herausforderungen des Lernens in der Welt behandelte.

„Wenn die öffentliche Politik sich der sozialen Notwendigkeiten annimmt, gehören die Universitäten dazu“, sagte der kubanische Minister für Hochschulbildung José Ramón Saborido Loidi, einer der Teilnehmer auf dem Podium. Er betonte, dass um die Herausforderungen der Bildung erfolgreich zu bestehen, nicht nur der politische Wille erforderlich sei sondern auch konkrete Maßnahmen zur Durchführung.

Der Minister hob die Politik und die Strategien hervor, die die Entwicklung der Bildung in Kuba ermöglicht haben. Er sagte, dass dieser Bereich eine Priorität im Land habe und diesem Bereich habe man laut Weltbank im Zeitraum 2009 bis 2013 weltweit das größte BIP gewidmet. „Die Welt weiß von den Leistungen des kubanischen Bildungswesens und das kann man daran erkennen, dass Fachleute aus Kuba an jedem Ort der Welt zu finden sind, und dass, obwohl wir ein kleines, wirtschaftlich unter Blockade stehendes Land sind. Das ist nur möglich, weil wir dafür gearbeitet haben, dass die Bildung vorankommt.“

Bei dem Treffen unterzeichneten die höchsten Repräsentanten des kubanischen Hochschulministeriums und der Staatlichen Lomonosow Universität Moskau ein Abkommen über Zusammenarbeit, das eine engere Bindung zwischen beiden Einrichtungen ermöglicht. Dazu sagte der kubanische Minister, dass in dem russische Bildungszentrum viele Kubaner in den Fachrichtungen Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Geisteswissenschaften ausgebildet worden seien.

„Die Herausforderung die Universitätsstudien zu bestehen, ist nicht nur eine Sache der Schulbildung, sondern eine, die das ganze Leben andauert“, sagte er und betonte, dass die große Aufgabe darin liege „einen integralen, engagierten, revolutionären jungen Menschen herauszubilden“, wenn man die Probleme der Menschheit bewältigen möchte.

„Wenn in der Welt diejenigen, die die Universitäten besucht haben und die das Wohl ihrer Völker garantieren, nicht diese menschliche Qualität haben, werden wir dies niemals erreichen.“

Unter den Herausforderungen der Bildung nannte er zwei Worte, die seiner Meinung nach entscheidend sind: Die Teilnahme und die Übernahme einer tragenden Rolle bei den Prozessen der sozialen Umwandlung. „Die Welt hat die Aufgaben des Millenniums nicht erfüllt, jetzt stehen wir vor der Herausforderung, die Agenda 2030 zu erfüllen. Das liegt in unserer Verantwortung“.

Das Programm der XIX. Weltfestspiele sieht für den heutigen Tag auch Seminare über Che und die Solidarität mit Afrika vor – die von Aleida Guevara March geleitet werden – ferner über den Kampf gegen die Kriege und die imperialistischen Organisationen sowie den Beginn eines Antiimperialistischen Tribunals.