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Die Regierung von Michel Temer in Brasilien erreicht keine Stabilität. Das große südamerikanische Land befindet sich in einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen der letzten Zeit. Um Investitionen anzuziehen und neue Arbeitsplätze zu schaffen, wurden von der Regierung jetzt neue Maßnahmen angekündigt.

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass 57 Vermögenswerte des brasilianischen Staates privatisiert werden, darunter die staatliche Münzprägeanstalt (Casa da moeda), ein Flughafen und das Nationale Kupferreservat (Reserva Nacional do Cobre e Associados - Renca) im Amazonasgebiet.

Nun kann das Renca für die Extraktion von Gold und anderen edlen Mineralien genutzt werden, eine Tatsache, die für den brasilianischen Senator Randolfe Rodríguez „den größten Angriff auf das Amazonasgebiet in den letzten 50 Jahren“ darstellt.

Obwohl Temer sagte, dass die Auflösung dieses Reservats die Regeln des Umweltschutzes und der Umwelterhaltung respektieren wird, bezeichneten Aktivisten des World Wide Fund for Nature (Wwf) die Entscheidung als einen Schritt zurück im Kampf um den Schutz der sogenannten „grünen Lunge der Erde“.

Im Nordosten des Amazonas-Beckens gelegen, wurde die Landesreserve 1984 - während der Militärdiktatur im Land - mit dem Ziel gegründet, die Vorkommen von Kupfer in der Gegend zu erkunden und dann abzubauen (staatlicherseits), woraus aber nichts wurde.

Innerhalb dieser Zone, die die Bundesstaaten Pará und Amapá umfasst, gibt es zwei Indigenen-Gebiete sowie neun Schutzgebiete (den Tumucumaque Gebirgs-Nationalpark, die staatlichen Wälder Parú und Amapá, das Biologische Reservat von Maicuru, die Ökologische Station Jari, das Abbaureservat Cajari-Fluss, das Reservat für nachhaltige Entwicklung Iratapuru-Fluss und die Indigenen-Gebiete Waiãpi und Rio Paru d`Este).

Umweltschützer erwähnen den Schaden, den die Öffnung für den Bergbau hervorrufen könne. Sie warnen vor den Auswirkungen auf die Umwelt und die Völker der Region sowie anderen Übeln wie illegalen Abbau, Invasion öffentlicher Böden und Entwaldung.