OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Über 300 Delegierte von linken und progressiven Parteien der Region sind in Managua zusammengekommen Foto: José Ángel Maury

MANAGUA - Die Teilnehmer am XXIII. Treffen des Sao Paulo Forums arbeiteten am Montag in verschiedenen Workshops und thematischen Gruppen angesichts der aktuellen historischen Situation Lateinamerikas und der Karibik an der Stärkung des Konsenses zwischen den linken und progessiven Bewegungen.

Die Debatten der Parlamentarier, der Jugend und der Frauen so wie die Workshops, die den Urvölkern und den Afrikanischstämmigen, der Kunst und der Kultur, dem antikolononialen Kampf und den Kommunikationsmedien gewidmet waren, trugen Material und Ideen für eine Schlusserklärung bei, die heute im Plenum verabschiedet werden soll.

Das Mitglied des Weltverbandes der Demokratischen Jugend José Ángel Maury nannte als eines der Ziele, die Jugendorganisationen für die regionale Teilnahme der XIX. Auflage der Weltfestspiele der Jugend und Studenten zu vereinen, die Ende des jahres in Sochi, Russland stattfinden.

Yanira Kuper, Mitglied des nationalen Sekretariats des Kubanischen Frauenverbandes betonte, dass ohne die Teilnahme der Frauen ein Sieg der revolutionären Bewegungen nicht möglich sei.

Bertha Mojena, Journalistin und Mitglied der kubanischen Delegation sagte, dass der Workshop über Kommunikationsmedien die Analyse vorheriger Treffen fortgeführt habe, in denen die Notwendigkeit festgestellt wurde, das Forum mit Instrumentarien auszustatten, um sich dem Informationskrieg, dem die progressiven Regierungen und Bewegungen in Lateinamerika und der Karibik ausgesetzt sind, entgegenzustellen.

Daraus ergibt sich auch einer der Vorschläge, die in der Entschließung des Workshops erscheint, nämlich der, ein Netz von Kommunikatoren aufzubauen, in dem wenigstens ein Vertreter der Mitgliedsparteien vertreten ist.

An diesem Dienstag soll die Schlusserklärung mit den Beiträgen aus den Debatten der letzten Tage und auch der „Konsens Unseres Amerikas“ verabschiedet werden, das erste programmtatische Dokument, das das Sao Paulo Forum herausgibt, mit einer Analyse der gegenwärtigen Lage und Miniminalvorstellungen, wie der Weg der Linken in der Region weiter verlaufen soll.

Am Montag erwiesen die Delegierten dem Gründer der Sandinistischen Befreiungsfront, dem Kommandanten Carlos Fonseca Amador, dem Kommandanten Tomás Borge Martínez und Oberst Santos López im Mausoleum auf dem Platz der Revolution in Mangua die Ehre.

Die Delegierten ehrten ebenfalls den nicaraguanischen Vorkämpfer Augusto César Sandino, dessen Ideen und revolutionärer Kampf die Revolution von 1979 inspiriert hatte.

„ Es ist eine große Ehre hier zu sein und ihn als Sao Paulo Forum zu ehren“, sagte dessen Exekutivsekretärin Móniva Valente. Der puertoricanische Unabhängigkeitskämpfer Oscar López Rivera seinerseits hob den Mut und die Opferbereitschaft der Menschen hervor, denen es gelang, Nicaragua von der Somoza Diktatur zu befreien und ein Beispiel für die revolutionären Prozesse der Region und der Welt zu errichten.

Der höchste Vertreter der kubanischen Delegation José Ramón Balaguer wurde vom Außenminister Nicaraguas Denis Moncada empfangen.

In der Plenumssitzung wurde auch des 100. Jahrestags der Russischen Revolution gedacht, die ein Impuls für die linken Bewegungen weltweit während des XX. Jahrhunderts war und deren ursprüngliche Ideen auch heute noch Gültigkeit haben.