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QUITO – Mindestens 3 000 Ecuadorianer wurden seit 2011 mit dem kubanischen Medikament Heberprot P behandelt, das in 71 % der Fälle die Amputierung bei diabetischem Fußsyndrom erspart.

Bei Anwendung dieses kubanischen Medikaments «beträgt die durchschnittliche Zeit für die Genesung eines Patienten (mit diabetischem Fußsyndrom) in Ecuador 41 Tage», erklärte Andes Ernesto López, stellvertretender Direktor des Zentrums für Gentechnik und Biotechnologie, der zusammen mit Professor Jorge Berlanga vom wissenschaftlichen Team, das das Heberprot P schuf, nach Ecuador gekommen war.

López, der das Unternehmen HeberBiotec leitet, das Heberprot P vertreibt, wies darauf hin, dass dieses Medikament gegenwärtig in über 25 Ländern zur Anwendung kommt, in 22 Ländern im Gesundheitsregister verzeichnet ist und in 47 Ländern als intellektuelles Eigentum anerkannt wurde. Weltweit erhalten dieses Medikament etwa 300 000 Menschen.

Er wies darauf hin, dass obwohl kein Medikament allein „Wunder bewirkt“, da der Erfolg von einem integrierten Gesundheitssystem abhängt, dieses jedoch das einzige seiner Art auf der Welt ist, das bisher «eine Krankheit behandelt, für die es bisher keine Heilung gibt». «Für das fortgeschrittene, komplizierte diabetische Fußsyndrom gibt es bisher keine Lösung», stellte er fest.

Im Fall von Ecuador geht man auf der Grundlage von Ziffern der Weltgesundheitsorganisation und des Internationalen Diabetes-Bundes davon aus, dass alljährlich etwa 6 000 Amputierungen ausgeführt werden, eine Zahl, die mit einer massiven, integralen und ausgedehnten Strategie im Gesundheitswesen erheblich reduziert werden könnte.

Als Beispiel führte er an, dass in Kuba vor der Anwendung von Heberprot P alljährlich bei etwa 3 600 Patienten an unteren Gliedmaßen Amputierungen vorgenommen werden mussten und dass nach seiner Einbeziehung in die Grundversorgung an Medikamenten gegenwärtig nur bei 400 bis 450 Patienten solche Operationen ausgeführt werden müssen.

Mit der Schaffung des Medikaments hat Kuba auch eine internationale Schule des diabetischen Fußes begründet.