OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
US-Militärs im Ruhestand sendeten einen Brief an den Nationalen Sicherheitsberater von Donald Trump, General H. R. McMaster. Photo: AP

WASHINGTON — Eine Gruppe hoher Offiziere außer Dienst der USA forderten das Weiße Haus am Donnerstag dazu auf, die Annäherung an Kuba zugunsten der nationalen Sicherheit der USA auszuweiten.

Etwa ein Dutzend ehemaliger Offiziere sendete einen Brief an den Nationalen Sicherheitsberater von Donald Trump, General H. R. McMaster, in dem sie der neuen Regierung emfahlen, bei der angekündigten Überprüfung der Politik gegenüber der Karibikinsel die Interessen der Sicherheit und Stabilität in der Westlichen Hemisphäre in Betracht zu ziehen.

«Der Standort Kubas in der Karibik und seine Nähe zu den USA machen es zu einem natürlichen Alliierten und von hohem strategischem Wert in dringenden Angelegenheiten wie dem Terrorismus, der Grenzkontrolle, der Konfrontation des Rauschgifthandels, des Umweltschutzes und der Handhabung von Gefahrensituationen», schreiben die Militärs in ihrem Brief vom 20. April 2017.

Die ehemaligen Offiziere heben im Text die seit dem 17. Dezember 2014 registrierten Fortschritte hervor, die die Unterzeichnung von 22 Abkommen der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ermöglichten.

Eines der letzten, das im Januar dieses Jahres abgezeichnet worden ist, eröffnet die Möglichkeit der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Anwendung und Einhaltung der Gesetze, während es gleichzeitig die bilateralen Beziehungen in wichtigen Bereichen der Nationalen Sicherheit beider Länder erweitert.

Die Parteien vereinbarten die Koordination bei der Verhütung und Konfrontation von Terroranschlägen, vom illegalen Rauschgifthandel, von mittels der Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien verübten Verbrechen und Angelegenheiten der Cybersicherheit beiderseitigen Interesses, vom Menschenhandel, vom illegalen Migrantenhandel, von Tier- und Pflanzenschmuggel, von Geldwäsche, von Fälschung von Identitäts- und Reisedokumenten, von Schmuggel einschließlich dessen von Waffen und ihrer Bestandteile, Elemente, Munitionen, Sprengstoffe, Bargeld und Zahlungsinstrumenten, neben weiteren Verbrechen, die in beiden Ländern der strafrechtlichen Verfolgung unterliegen.

Der an McMaster gesendete Brief hebt desweiteren die Tatsache hervor, dass die Unterzeichner, die über Erfahrung in der Verteidigung der Interessen der Vereinigten Staaten verfügen, Zeugen von Politik gewesen seien, die funktioniert hat, und solcher, bei der dies nicht der Fall war. In diesem Sinne rufen sie dazu auf, das Auftauen der Beziehungen zwischen Washington und Havanna fortzuführen.

«Die Komplettierung der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen wird auf lange Sicht der Nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten dienlich sein», stellen sie fest.

Die Militärs schließen den Brief ab, indem sie die gewählte Regierung ihres Landes dazu auffordern, den Normalisierungsprozess weiterzuführen und diesen nicht zu verlangsamen.
Zu den Unterzeichnern gehören General James T. Hill, Admiral Robert Inman, General Merrill McPeak und weitere hochrangige Offiziere außer Dienst der US- amerikanischen Armee.