OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: TELESUR

Die Antwort der kubanischen Regierung auf die Absicht des Generalsekretäres der OAS Luis Almagro, die Insel zu besuchen, um einen von einer illegalen antikubanischen Gruppierung erfundenen Preis entgegenzunehmen, hat auf der Welt verschiedenartige Reaktionen hervorgerufen. Der Plan schloss außerdem den ehemaligen Präsidenten Mexikos Felipe Calderón und die ehemalige chilenische Ministerin Mariana Aylwin mit ein.

Von Bolivien aus drückte Präsident Evo Morales seine Bewunderung für das kubanische Volk aus, das der Einmischung des Imperiums Einhalt geboten habe und eine von Organisationen der Rechten der Region ausgeheckte Provokation zum Scheitern verurteilt habe.

„Danke dafür, dass die Würde des lateinamerikanischen Volkes gewahrt wurde“, schrieb der Regierungschef über Twitter.

Die Nicaraguanische Vereinigung der Freunde Kubas (AAC) wies in Mangua die von der regionalen Rechten initiierten provokativen Manöver zurück und bezeichnete die Aktionen als barabarisch.

Wir betrachten den Plan, mit einer lächerlichen Preisvergabe an Almagro die Souveränität Kubas verletzen zu wollen, als aberwitzig, heißt es in einer Erklärung der AAC.

„Es genügt ihnen nicht zu versuchen, die kubanische Regierung zu diskreditieren und niederträchtige Handlungen gegen das kubanische Volk zu begehen, jetzt möchten sie sich auch noch auf kubanisches Territorium begeben, um einem Feind des Volkes Ehren zukommen zu lassen“, heißt es in dem Dokument weiter.

Die AAC stellte fest, dass diejenigen, die dieses Ziel verfolgten, sich auf einem Irrweg befänden, da Kuba mit seiner von Comandante Fidel Castro angeführten Regierung seit 1959 die Entschlossenheit gezeigt habe, niemals wieder Verletzungen durch irgendein Imperium zu erdulden und sich auch nicht durch dessen Helfershelfer beleidigen und beschmutzen zu lassen.

Die AAC bekräftigte, dass sie dieses neue provokative Manöver zurückweise, das sie als „dumm und verrückt“ bezeichnete.

„Wir wissen zur Genüge, dass die Regierung Kubas niemals die Demütigung einer Preisverleihung an einen Feind zulassen wird und sich zwingen lässt, sich bei der OAS anzubiedern, einem Organismus, der den Völkern der Dritten Welt nichts gebracht hat und dessen Zugehörigkeit Kuba in keiner Weise bedurfte“, betonte sie.

Die Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) zeigte sich ebenfalls angesichts der Provokationen und medialen und interventionistischen Manöver gegen die Insel solidarisch mit Kuba.

In einem Kommuniqué betonte die linke Partei El Salvadors ihre Ablehnung der geplanten Medienshow „gegen die Schwesterrepublik Kuba durch die geplante Organisierung einer Preisvergabe an Personen, die mit destabilisierenden Gruppen in Verbindung stehen“.

Die FMLN versicherte, dass besagte und politische und mediale Provokationen eine weitere Diffamierungskampagne darstellten, mit der versucht werden soll, den ausgezeichneten Beziehungen Kubas mit den Länder der Region Schaden zuzufügen.

„Wir weisen jeden Versuch der Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates zurück und unterstützen Kuba, das auf Grundlage der im Völkerrecht festegelegten Vollmacht entscheiden kann, wen es in seinem Territorium akzeptiert und wen nicht“, erklärte die FMLN.

Die politische Partei El Slavadors bekräftigte „ihre Solidarität und ihre Unterstützung für das kubanische Volk und seine Regierung, die weiterhin für eine gerechtere Gesellschaft mit gerechterer Verteilung der Güter kämpfen und die sich wegen ihrer Würde, Solidarität und nicht verhandelbaren Verteidigung ihrer Souveränität und Selbstbestimmung die Anerkennung und Bewunderung der Völker der Welt gewonnen haben.“

Die Botschaft Kubas in Chile gab eine Erklärung heraus, in der in kategorischer Form die „schwerwiegende internationale Provokation“ gegen die Regierung Kuba zurückgewiesen wurde.

„Sie wurde von einer illegalen antikubanischen Gruppierung initiiert, die gegen die verfassungsmäßige Ordnung agiert und die mit ihrer Cliquenwirtschaft und der Finanzierung durch ausländische Politiker und Institutionen auf Ablehnung im Volk stößt“, versicherte die diplomatische Vertretung in der chilenischen Hauptstadt.

In Chile war die ehemalige Ministerin und Parlamentarierin Mariana Aylwin in die Angelegenheit involviert, deren Einreise nach Havanna abgelehnt wurde.

„Die Botschaft Kubas der Republik Chile gab bekannt, dass die kubanische Regierung, in respektvoller Erinnerung an den Ex-Präsidenten Patricio Aylwin, auf diskrete und konstruktive Weise mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versucht habe, diese Provokation zu verhindern und bedauert zutiefst ihre Verwendung für interne politische Ziele in Chile“, hieß es dort.

Außerdem hob sie das souveräne Recht Kubas hervor, zu entscheiden, welche ausländischen Bürger Zutritt zu seinem nationalen Territorium haben und sich gegenüber jeglicher interventionistischee Handlung zu verteidigen, die auf die Umstürzung der in Kuba gültigen Rechtsordnung gerichtet ist.

SOUVERÄNITÄT UND RESPEKT

Die große Mehrheit der Kommentare, die über die Website dieser Tageszeitung eingingen, waren übereinstimmend der Auffassung, dass die kubanische Haltung von den Prinzipien der Souveränität und des Respekts geprägt sei.

„Angemessene Antwort Kubas, sein Volk darf niemals gedemütigt werden“, schrieb Roberto Lloch.

Der User Francisco fügte hinzu, dass das Ganze ein Vorwand sei, die äußerste lateinamerikanische Rechte in Kubas eigenem Territorium selbst gegen das Land zu vereinen.

„Nicht einen Schritt zurück angesichts der Hinterhalte der Rechten und des überholten und mörderischen Imperialismus“, schreibt José Luis Valdés Lozano.

Jesús Alquisira verweist darauf, dass das kubanische Volk ein Volk mit Würde sei, Produkt einer siegreichen Revolution, das niemand destabilisieren könne, und ganz bestimmt nicht die Winkeladvokaten der internationalen Rechten.

Efi Barrera hob die Charakterfestigkeit Kubas hervor, das er als mit Würde und mutig bezeichnete und er fragte: „Wann lernen sie endlich, dass man Kuba respektieren muss? Wenn Demokratie das Recht der Mehrheit impliziert, zu entscheiden, haben sich die Kubaner schon für den Sozialismus entschieden“.

Verschiedene Kommentare stimmten darin überein, dass die OAS weiterhin ein Mechanismus in Diensten der Pro-Yankke und imperialistischen Oligarchien sei.

Die Readktion erreichten ebenfalls Botschaften der Solidarität aus anderen Ländern der Welt. Antonio Rodríguez aus Paraguay kommentierte, dass er vollkommen mit dem einverstanden sei, was die kubanische Regierung verfügt habe.

„Es wäre dumm, wenn man die ins Haus einlassen würde, die ganz offen in der Absicht kommen, Konflikte mit denen zu schüren, die dort wohnen“, sagte er.

Bianca schrieb aus Uruguay: “Als Uruguayerin schäme ich mich für das Verhalten Almagros, Ganz offensichtlich ist er eine Marionette der imperialistischen Interessen.”

Ebenfalls aus Uruguay fragte sich Iván Quintana: Was kann man schon von einem Verräter wie Almagro erwarten, einem Anwalt dessen einziges Prinzip das Geld ist und unglücklicherweise stammt dieser Lakai auch noch aus meinem Land“.

Belén Araujo Díaz schrieb von Mexiko aus: „Ich habe schon immer die Würde des kubanischen Volkes bewundert.“