OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

Der Vizepräsident des Staatsrats Kubas Salvador Valdés Mesa nahm am heutigen Freitag auf Einladung des Präsidenten Mozambiques Filipe Nyusi an der offiziellen Zeremonie zum Heldengedenktag teil.

Um 9 Uhr vormittags lokaler Zeit legte der mozambiquanische Amtsinhaber ein Blumengebinde vor der sternförmigen Krypta inmitten eines riesigen Platzes nieder, in der die sterblichen Überreste einiger der besten Söhne dieses afrikanischen Landes ruhen.

Danach bewegten sich die Versammelten ins Innere des Gebäudes, wo es verschiedene Nischen aus weißem Marmor gibt. In die wichtigsten sind die Namen Eduardo Mondlane und Samora Machel eingraviert. Sie befinden sich weit vorn in dieser würdevollen Stätte.

Der auf natürliche Weise erhellte Ort erhielt die Reverenz Valdés Mesas – des einzigen ausländischen Staatsgastes – wie auch aller Minister, Parlamentsmitglieder, Führungspersönlichkeiten der Frelimo-Partei, der Nationalversammlung und des in Maputo akkreditierten diplomatischen Corps.

Dann hielt Nyusi anlässlich des Ereignisses seine Ansprache, in der er dem Volk Mozambiques eine Botschaft des Friedens und der Versöhnung überbrachte.

Später machte der Präsident zusammen mit Valdés Mesa einen Rundgang über den Platz, auf dem Tausende Menschen versammelt waren.

Zwischen Hochrufen und Zeichen der Unterstützung durch das Volk bewunderten Nyusi und sein kubanischer Gast diverse künstlerische Vorführungen aus dem kulturellen Kontext der Nation.

Man erklärte den 3. Februar zum staatlichen Feiertag, um an die im Kampf für die Befreiung vom kolonialen Joch Portugals Gefallenen zu erinnern. Die Unabhängigkeit wurde am 25. Juni 1975 erlangt.

Mondlane, 1962 Gründer der Front für die Befreiung Mozambiques (Frelimo), wurde am 3. Februar 1969 ermordet und Machel, erster Präsident des Landes nach Erreichen der Unabhängigkeit, verlor sein Leben am 19. Oktober 1986 bei einem Flugzeugabsturz, dessen nähere Umstände bis heute ungeklärt sind.

Zum Abschluss der Veranstaltung besuchte Valdés Mesa den Sitz der Frelimo, wo er ein freundschaftliches und warmherziges Treffen mit dem Generalsekretär der Organisation Joaquim Machava hatte.

Der kubanische Leiter beendet in Maputo den letzten Abschnitt seiner offiziellen Reise durch drei Länder Afrikas, die am 26. Januar in Äthiopien begonnen hatte.

In Addis Abeba, der äthiopischen Hauptstadt, hatte er als eingeladener Vertreter seines Landes am 28. Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union teilgenommen.

Die zweite Etappe seiner Reise war Südafrika gewesen, wo die starken Bande der Freundschaft mit der Regierung und Mitgliedern der Triple-Allianz ebenso bekräftigt wurden wie das ausgezeichnete Niveau der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit.

Der Vizepräsident befand sich in Begleitung des Generaldirektors für Bilaterale Angelegenheiten des Außenministeriums Gerardo Peñalver, des Direktors für Afrika Südlich der Sahara desselben Ministeriums Angel Villa und des Brigadegenerals Arnaldo Tamayo Méndez, Held der Republik Kuba. Anwesend war außerdem der Botschafter Havannas in Maputo Raúl García.