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Clarisa López Ramos dankte allen, die sich für die Freilassung ihres Vaters eingesetzt hatten. Foto: El Nuevo Día

SAN JUAN – Die Kleidung, die Oscar López Rivera am ersten Tag in Freiheit tragen wird, die Route, die er nach dem Verlassen des Gefängnisses einschlägt, was er machen wird, wenn er wieder in Puerto Rico ist und wo er wohnen wird, waren einige der Details, die Clarisa López Ramos, die Tochter des puertoricanischen Unabhängigkeitskämpfers Oscar López Rivera offenlegte, dessen Gefängnisstrafe gerade von Präsident Barack Obama herabgesetzt worden war.

Umgeben von Dutzenden von Menschen, die für die Freilassung ihres Vaters Oscar López Rivera gekämpft haben, begann Clarisa López, die gestern 46 Jahre alt wurde, ihre Rede mit einem Dank an das Volk Puerto Ricos, Kubas, Nicaraguas und Venezuelas, berichtet die Tageszeitung El Nuevo Día.

Genau wie die übrige Welt erfuhr Clarisa am Dienstag Nachmittag, dass der Präsident der Vereinigten Staaten Barack Obama die Gefängnisstrafe ihres Vaters herabgesetzt hat.

„Ich weiß jetzt, dass mein geliebter Vater aus dem Gefängnis kommen wird und wir unser Leben miteinander teilen werden. Währenddessen warte ich hier auf dich mit meiner Musik, meinem Lächeln, und all den anhängigen Büchern und Kaffees“, sagte López Ramos im Kolosseum Roberto Clemente von San Juan.

„Die letzten Stunden waren die glücklichsten meines Lebens“, sagte sie. „Ich bin die am meisten vom Glück begünstigte Tochter der Welt, weil ich den wunderbarsten, liebevollsten, gefühlvollsten und solidarischsten Vater habe, der mich gelehrt hat Widerstand zu leisten und zu kämpfen“.

Clarisa gab zu erkennen, dass eine neue Etappe ihres Lebens beginne und wie ihr Vater ihr sagte, als er die Nachricht erfuhr:

„Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk für meine Tochter. Vergiss nie, dass du meine Welt bist und Karina (seine Enkelin) meine kleine Welt.“

Sie fügte hinzu, dass sie zusammen sein und die Chance nutzen würden, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen.

Sie sagte außerdem, dass ihr Vater sie einige Stunden nach Erhalt der Nachricht aus dem Gefängnis angerufen habe.

Sie hätten bereits über die Kleidung gesproche, die er tragen wird, wenn er das Gefängnis verlässt. „Er sagte mir, dass er nie wieder in seinem Leben sich khakifarben kleiden werde“. (die Farbe der Sträflingsuniform).

Sie fügte hinzu, dass am 17. Mai, wenn er das Gefängnis von Terre Haute, Indiana, verlasse, gepant sei, mit dem Auto bis Chicago zu fahren, damit der die vierstündige Fahrt kennen lerne, die sie immer gemacht habe, wenn sie ihn besucht hat.

„Er hat mir gesagt, man solle ihn so schnell wie möglich in ein Flugzeug nach Puerto Rico setzen und das werden wir tun“. Er hat mir auch gesagt, dass er den Boden küssen werde, wenn er auf der Insel ankomme, erzählte sie.

López Rivera wird bei seiner Tochter in San Juan wohnen, wo er auch den ersten Kontakt zu den Menschen aufnehmen wird. Sie bestätigte auch, dass er in der Gemeinde arbeiten werde.

Ihr Vater plane außerdem, die 78 Kreise zu besuchen, um sich bei den Menschen zu bedanken, die sich für seine Freilassung eingesetzt haben.