OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Kubanische Spezialisten haben mit verschiedenen Gesundheitsinstitutionen der Stadt einen Meinungsaustausch Photo: Cubaminrex

CHICAGO – Mit dem Besuch dreier kubanischer Spezialisten in Chicago begann in dieser Woche ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität von Illinois und dem Kubanischen Ministerium für Öffentliches Gesundheitswesen (MINSAP), bei dem beide Seiten eine Auswertung der Gesundheitspflege in den gefährdeten und finanzschwachen Gemeinden Chicagos vornehmen werden, um dann Aktionen vorzuschlagen, die zur Verbesserung der Gesundheitsindikatoren beitragen sollen.

Dieser Besuch wird sich bis zum morgigen 13. Januar erstrecken und bildet den Anfang dieses gemeinschaftlichen Arbeitsprogramms, dessen erste Etappe ungefähr ein Jahr dauern und sich in erster Linie mit der Mütter- und Kinderbetreuung sowie der Krebsfrüherkennung und -vorsorge befassen wird, heißt es in einer Note, die vom kubanischen Außenministerium veröffentlicht wurde.

Während ihres Aufenthalts in Chicago werden die kubanischen Mediziner Sonia María González Vega, Direktorin der Primären Gesundheitsvorsorge im Bezirk Camagüey, José Armando Arronte Villamarín, Provinzdirektor für Gesundheit in Las Tunas und Carlos Calvis Cabrera, Koordinator Internationalistischer Brigaden, einen Austausch mit Repräsentanten von Gesundheitszentren und Universitäten sowie Gemeindeakteuren über die Erfahrungen und erfolgreichen Strategien des kubanischen Gesundheitssystems haben, welche auf Präventivmedizin basieren.

Dr. Robert A. Winn, Stellvertretender Assoziierter Rektor für Gemeindegesundheit und Direktor des Krebsbekämpfungszentrums der Universität von Illinois, stellte im Zusammenhang mit dem Projekt fest, dass man die Kooperation mit den kubanischen Experten mit der Erwartung verbinde, „die medizinischen Praktiken zu ermitteln, die bei ihnen funktionieren, während wir umgekehrt ihnen Einblick in einige der Methoden geben werden, mit denen wir Gesundheitspflege zur Verfügung stellen und die sich von den ihren stark unterscheiden mögen, in der Hoffnung, dass dieser Erfahrungsaustausch uns zu einer Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung in unseren jeweiligen Ländern verhelfen werde“.