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Kuba und die Vereinigten Staaten verfügen dank einer am Montag unterzeichneten Vereinbarung zur Reduzierung möglicher Schäden eines Unfalls im Ökosystem in dem Teil Meeres, das beide Nachbarländer teilen, jetzt über bessere Voraussetzungen, jeglicher Art von Ölverseuchung im Golf von Mexiko oder in der Meerenge von Florida zu begegnen.

Diese Vereinbarung, das Ergebnis eines Jahre dauernden Dialogs, ermöglicht die Koordinierung für eine sofortige und wirksame Antwort auf Vorfälle der Kontaminierung durch Erdöl und schädliche und potenziell gefährliche Substanzen.

Das Dokument wurde im Hote Nacional in Havanna vom stellvertretenden kubanischen Transportminister Eduardo Rodríguez Dávila und dem Geschäftsträger der USA in Kuba, Jeffrey DeLaurentis, unterzeichnet.

Rodríguez Dávila betonte, dass Kuba über Fachkenntnisse verfüge, was den Kampf gegen die Kontaminierung durch fossile Brennstoffe angehe und einen Nationalen Plan für Notfälle ausgearbeitet habe. Er fügte hinzu, dass das Abkommen mit den Vereinigten Staaten die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Peronal begünstige und die Verfügbarkeit von Technologie und Ausrüstung garantiere.

Der kubanische Vizeminister führte aus, dass es seit 2011 einen Austausch zwischen Fachleuten beider Länder gegeben habe, die zunächst die Annahme der Multilateralen Technisch Operationalen Vorgehensweisen als Reaktion für die Kontaminierung durch fossile Brennstoffe auf Hoher See im Bereich der Karibik (MTOP) ermöglicht habe und jetzt die Unterschrift unter dieses Dokument.

DeLaurentis betonte, wie wichtig es sei, dass Länder, die nur 90 Meilen voneinander getrennt sind, den Rahmen für diplomatische, rechtliche und technische Beziehungen etabliert hätten, um im Notfall handeln zu können.

Der Golf von Mexiko ist ein Gebiet reich an fossilen Brennstoffen, in dem es bereits Dutzende von Plattformen zur Förderung von Erdöl gebe. Daher sei die gemeinsame Vorgehensweise zwischen den benachbarten Ländern notwendig. Kuba hat bilaterale und multilaterale Vereinbarungen auf diesem Gebiet mit anderen Nachbarländern in der Karibik gefördert.

Kuba verfügt über eine Exklusive Wirtschaftszone im Golf, bei der man davon ausgeht, dass dort wichtige Reserven an Erdöl und Gas vorhanden sind. Es wurden bereits einige Versuchsbohrungen von großen internationalen Gesellschaften durchgeführt.

Jedoch stellen die Blockademaßnahmen der Vereinigten Staaten das Haupthindernis für die Entwicklung Kubas bei der Bohrung und Förderung von fossilen Brennstoffen dar.