OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Mit der Gewissheit, dass ein organisiertes und aktives Volk das beste Gegenmittel gegen die Rückkehr der Vergangenheit in Lateinamerika und der Karibik ist, wird am 4. November ein Kontinentaler Aktionstag für Demokratie und Gegen Neoliberalismus stattfinden.

Die Mobilisierung ist ein symbolischer Akt, wenn wir das regionale Szenario beachten, wo die Versuche der alten Oligarchien und ihrer traditionellen Verbündeten offensichtlich sind, den von den progressiven Bewegungen gewonnenen Raum zurückzuerobern.

Das Motto, unter dem wir alle zusammenkommen heißt: Keinen Schritt zurück! Die Völker kämpfen weiter für ihre Integration, Selbstbestimmung und Souveränität gegen den Freihandel und die Transnationalen.

Man erwartet eine Mobilisierung an diversen Punkten des Kontinents. In Havanna wird der Ort des Zusammentreffens der Ingacio Agramonte Platz der Universität von Havanna sein.

Die kubanische Hauptstadt nimmt dabei eine führende Stellung ein. Hier war es, wo vor zwei Jahren Volksbewegungen und soziale Organisationen der Region, Vertreter der indigenen Völker, Frauen, Bauern, Gewerkschafter, Jugendliche, Studenten, Menschen afrikanischer Abstammung, Intellektuelle und Künstler zusammenkamen, um den 10. Jahrestag der Niederlage von ALCA auf jenem historischen Gipfel in Mar del Plata zu feiern.

Die Art, wie unter der Führung des Kommandanten Hugo Chávez und des damaligen argentinischen Präsidenten Néstor Kirchner diese neoliberale Ausgeburt vertrieben wurde, war ein überzeugender Beweis für die Fähigkeit uns zu artikulieren und zu siegen.

Das Treffen in Havanna diente dazu, sich auf eine minimale Agenda als Teil eines Prozesses der Wiederbelebung der Volksbewegungen des Kontinents.

Es sind drei fundamentalen Aspekte, um die die aktuellen Forderungen kreisen: Der Kampf gegen den Freihandel und die Transnationalen, die Vertiefung der demokratischen Prozesse und die Verteidigung der von den Völkern ausgehenden Souveränität und der Integration.

Diese Ideen sind seit den ersten Augenblicken der Kämpfe für die Unabhängigkeit präsent, aber sie wurden über zwei Jahrhunderte lang aufgeschoben. Jetzt ist die Zeit gekommen, auf die die Region warten musste, um die Rückkehr der Ideen von Francisco Miranda, Bernardo O´Higgins, José Gervasio Artigas, José de San Martín, Simón Bolívar, Tupac Amaru, Jean Jacques Dessalines, Francisco Morazán, José Martí, Eloy Alfaro, Augusto C. Sandino und vielen anderen tapferen Lateinamerikanern und Bewohnern der Karibik zu erleben, die sehr früh die Bedeutung der Integration erkannt hatten.

Die Schritte, die in den letzten Jahrzehnten, seit den ersten Integrationsversuchen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegangen wurden und die die Schaffung verschiedener Integrationsmechanismen ermöglicht haben, sind nicht wenige.

Im Jahr 2001 haben Chávez und der Führer der Kubanischen Revolution Fidel Castro den ersten Anstoß für eine neue Art der Integration gegeben als Teil der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerika (ALBA).

Schließlich, am 23. Februar 2010 kam es zur Gründung der Celac, der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten, der die 33 Länder des Kontinents angehören, von der aber die Vereinigte Staaten und Kanada ausgeschlossen sind. Sie enstand aus dem, was sich in einem Kampf von 200 Jahren angesammelt hat und aus einer gemeinsamen Vision von einem Großen Vaterland Lateinamerikas und der Karibik heraus.

Es besteht jedoch kein Zweifel, dass die globale Krise des Kapitalismus, die im Jahr 2008 begann, mit ihren Auswirkungen auf die Region unsere Länder und die Integrationsprozesse geschwächt haben.

Mehr als zehn Jahre nach Mar del Plata gewinnt der Geist von ALCA durch die TLC und die megaregionalen Vereinbarungen an Kraft und werden einmal mehr das bedrohen, was man in den letzten Jahren an Terrain gewonnen hat.

Die Rückkehr der konservativen Eliten in Ländern, die den Lauf dieser Prozesse angeführt haben, stellt uns vor ein neues Szenario und ist eine Gefahr für die Integration, die wir aufbauen, verteidigen und vertiefen wollen.

Deswegen wollen wir an diesem 4. November alle, die auf diesem Kontinent eine Integration verteidigen, die für Demokratie und die Souveränität steht, die ausgerichtet ist auf die Ausübung der Selbstbestimmung unser Völker und die Solidarität, Reziprozität, Kooperation und Komplementarität als Zentrum hat und mit der Logik des Marktes bricht, zu diesem Aktionstag aufrufen.