OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Mehr als 10.000 Soldaten und Offiziere unterteilt in 194 Einheiten waren an der Militärparade beteiligt. Photo: Reuters

MOSKAU - 71 Jahre nach dem Sieg über den Faschismus wurde der Rote Platz in Moskau erneut zum Zentrum einer Siegesparade, um den Tag dieser Heldentat des sowjetischen Volkes zu feiern.

Nachdem der russische Präsident Wladimir Putin der ganzen Nation zum Tag des Sieges gratuliert hatte, sagte er: „Wir neigen unser Haupt vor dem gesegneten Andenken an unsere Söhne, Töchter, Väter, Mütter, Großeltern, Ehemänner, Ehefrauen, Brüder, Schwestern, Waffenbrüder und Freunde. Vor allem vor denjenigen, die aus dem Krieg nicht zurückgekehrt sind, vor allem vor denjenigen, die schon nicht mehr unter uns sind“, um dann um eine Schweigeminute für die über 26 Millionen Toten zu bitten, die der Große Vaterländische Krieg gefordert hatte.

Putin pries am Montag den Sieg des sowjetischen Volkes über den Faschismus und Nazi-Deutschland, der zur Einheit, dem Geist siegen zu können und der Liebe zum Vaterland beigetragen habe.

Putin sagte weiter, er sei überzeugt, dass die Stärke Russlands in dessen Einheit, Würde und Treue zum Vaterland liege.

Die offiziellen Gedenkfeiern für dieses bedeutendste historische Ereignis begannen damit, dass eine Kopie der Siegesfahne über den Roten Platz getragen wurde, die am 2. Mai 1945 über dem Reichstag in Berlin geweht hatte und die Niederlage Nazi-Deutschlands symbolisierte. Die Ehrengarde des Kreml Regiments trug außerdem die Banner Russlands und der Streitkräfte.

Über 10.000 Soldaten in 194 Einheiten waren an der Parade beteiligt. 143 Flugzeuge und Helikopter lieferten ein Schauspiel am Himmel.

In diesem Jahr nahmen zum ersten Mal in der Geschichte Soldatinnen an der Parade teil, Studentinnen der Militärakademie. Ebenfalls zum ersten Mal waren Vertreter der Luft-und Raumfahrtstreitkräfte an der Parade beteiligt, die im August 2015 ins Leben gerufen wurden und ihre Wirksamkeit bei der militärischen Operation in Syrien unter Beweis gestellt hatten.

Wegen der unterschiedlichen Zeitzonen hatten bereits vorher Militäparaden in Wladiwostok, Jabarowsk, Nowosibisrsk, Samara und Ekatherinenburg stattgefunden.

Zu den Feierlichkeiten waren die Fünf kubanischen Antiterroristen Gerardo Her­nán­dez, Antonio Guerrero, Fernando González, Ramón Labañino und René González sowie Oberst Orlando Cardoso eingeladen.

Laut Prensa Latina sagte Hernández, dass der sowjetische Sieg gegen den faschistischen Aggressor sowohl dem Obersten Cardoso als auch den Fünf als Inspiration gedient habe, die Jahre in ausländischen Gefängnissen zu überstehen.

Hernández fügte hinzu, dass die Delegation, der er angehöre, neben der Ehre an der Siegesparade teilzunehmen, auch die Gelegenheit habe, „den Schwestern und Brüdern des russischen Volkes zu danken, die uns mit ihrer Solidarität jeden Tag aufs Neue inspirieren“.

„Unsere Völker einen historische Bande, wir haben entscheidende Momente der Geschichte geteilt und wir Kubaner empfinden gegenüber diesem Volk eine besondere Zuneigung“, betonte er.

Die Fünf und Cardoso trafen auf Einladung der Duma, des russischen Parlaments, am Sonntag in Moskau ein und werden in den folgenden vier Tagen ein umfangreiches Programm absolvieren, das für den heutigen Dienstag ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow vorsieht.