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Der Islamische Staat hat sich in die terroristische Organisation mit den meisten Ressourcen verwandelt. Photo: AFP

Die Menschheit lebt mit der Gewissheit, dass ein Dritter Weltkrieg der letzte sein wird, denn damit würde, aufgrund der nuklearen Komponente, die dieser mit sich brächte, die menschliche Gattung verschwinden.

Deswegen ist es unbegreiflich, dass für einige der Großmächte diese Realität weit entfernt zu sein erscheint und sie weiterhin Geld und Waffen einsetzen um ethnische und religiöse Konflikte zu schüren, ohne die Ursachen zu suchen, ohne deren Beseitigung keine Lösung möglich ist.

Hinzu kommt, dass die verabscheungswürdigen Vorkommnisse dieser Tage, wie die Sprengung eines russischen Zivilflugzeugs während des Fluges und dem Tod all seiner 224 Passagiere und Besatzungsmitglieder und die Angriffe in Paris mit 127 Toten, im Blickwinkel des Westens einen unterschiedlichen Bedeutungsgehalt bekamen, was sich auch in deren Medienberichterstattung widerspiegelt.

Ich wage daran zu erinnern, dass der sogenannte Islamische Staat (IS), die terroristische Gruppe, die Urheber beider Aktionen war, dieselbe ist, die jeden Tag bei ihren Angriffen in Syrien und im Irak neue zivile Opfer, darunter auch Kinder, fordert. Auch die 200.000 Syrer, die durch diese Vandalen ihr Leben verloren sind Menschen, aber die rechtmäßige Regierung dieses arabischen Landes hat nie auch nur ein Kondolenzschreiben von einem westlichen Regierungschef erhalten.

Warum soll vor jeder Lösung in Syrien die Entmachtung des rechtmäßigen Präsidenten dieses Landes stehen?

Jetzt, mit dem, was in Paris geschehen ist, erheben diejenigen ihre Stimme, die dabei geholfen haben, die Unruhen im Mittleren Osten zu säen und unternehmen Aktionen, manche davon einzelgängerisch, ohne die Zustimmung des Landes, das sie bombardieren, in diesem Fall Syriens.

In Augenblicken wie diesen lohnt es, sich die jüngsten Warnungen von Papst Franziskus in Erinnerung zu rufen, der sagte, dass wir einen „Dritten Weltkrieg in Teilen“ erleben. Einen nicht erklärten, asymmetrischen Krieg. Einen Krieg, der weit über das Schlachtfeld hinausgeht, bei dem die Opfer unschuldigen Menschen sind, Jugendliche, Erwachsene, Greise.

Das waren auch diejenigen, die in Paris starben und auch die im russischen Flugzeug, das mitten im Flug gesprengt wurde. Es sind auch die Syrer und Iraker, die täglich den grausamsten Toden ausgesetzt sind. Und es sind die Millionen, die nach Europa emigrieren und dabei stürmische Meere überwinden müssen, Grenzen, an denen Zäune und Mauern errichtet wurden und Auswüchse von Fremdenfeindlichkeit in dem einen oder anderen zivilisierten Land Europas.

Die Alarmglocken läuten angesichts einer Weltgemeinschaft, die sich aufgrund der Manipulation durch die Medien zwischen Angst und Verwirrung befindet und die sich oft zu einem schweigenden Komplizen dieser verabscheuenswürdigen Taten verwandelt oder zumindest demobilisiert ist, um nicht ihr Bedürfnis nach friedlichem Zusammenleben aller Menschen und gegenseitigem Respekt zu fühlen.

In Übereinstimmung mit den US-Medien hat Präsident Obama den Islamischen Staat als „das Gesicht des Bösen“ bezeichnet, aber er steht unter dem Druck derer, die sagen, er unternehme nicht genügend, um ihn auszurotten. Einige beharren darauf, dass „ der Angriff auf Frankreich ein Angriff gegen die NATO gewesen ist und es nun an der Zeit ist, in den Krieg zu ziehen“.

Es wird nur allzu deutlich, welche wirkliche Absicht sich hinter diesen „einigen“ verbirgt, auf die sich verschiedene westliche Fernsehstationen beziehen, die die terroristischen Anschläge von Paris als einen Angriff gegen die NATO ansehen und zum Krieg aufrufen.

Es gibt also Gründe zu glauben, dass Präsident Obama dazu gebracht werden soll, sich in etwas hineinzubegeben, das manche beginnen einen Dritten Weltkrieg zu nennen. Die NATO klatscht in die Hände, das Paris zum Auslöser werden soll. Der Militärisch Industrielle Komplex schließt sich dieser Forderung an, um noch mehr Gewinne mit den Waffen machen, die sie produzieren und überall auf der Welt verkaufen.

Zu diesem Thema gab die Agentur Europa Press in ihren Nachrichten die Erklärungen des Königs Abdullah II. von Jordanien wieder, der vor einem „Dritten Weltkrieg gegen die Menschheit“ gewarnt hat, und die Mitglieder der dschihadistischen Gruppe IS als „verwilderte Religionsverbrecher“ bezeichnete.

Der Islamische Staat, seine schwindelerregende Verbreitung auf dem Gebiet des Irak und Syriens und die Benutzung moderner Kommunikationstechnologien, um die Welt an seinen Aktionen teilhaben zu lassen, sind Teile eines verschlungenen Pfades, auf dem sich die finanzielle Unterstützung von außen, der illegale Verkauf von Erdöl aus den von ihm kontrollierten Gebieten an Nachbarländer und insbesondere die Tatsache, dass der Westen ihn anfangs bei seinen Aktionen gegen Syrien unterstützt hat, um dann seine Unterstützung anderen Gruppen, die ebenfalls terroristisch sind, die sie aber als „gemäßigte Opposition“ ansahen zukommen zu lassen, die Hand reichen.

Auf diese Weise und mit diesen Methoden hat sich der IS in die terroristische Organisation mit den größten finanziellen Ressourcen verwandelt, die es auf der Welt gibt. Ein großer Teil davon stammt aus dem Verkauf von Erdöl und Gas aus den von ihnen eroberten Vorkommen und Raffinerien.

Es ist kein Zufall, dass die russische Luftwaffe mit den Informationen der Geheimdienste der syrischen Armee eine massive Bombardierung der großen Treibstofflager und Raffinerien unternommen hat, die die terroristische Truppen des Islamischen Staates versorgen.

Russland bittet um internationale Zusammenarbeit, um dem Terrorismus ein Ende zu machen und es fordert die Respektierung der lokalen syrischen Behörden. Warum also schließt sich der Westen dieser logischen Schlacht nicht an, die verhindern würde, dass Tausende und Abertausende Menschen sterben und Millionen in andere Länder flüchten müssen?

Warum spielt man mit einem Feuer, das zu einer dritten und dann letzten weltweiten Konfrontation führen kann?