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Panama – Die kubanischen Delegierten verließen am Mittwoch vorübergehend das Forum der Zivilgesellschaft des 7. Gipfels der Amerikanischen Staaten angesichts der inakzeptablen Anwesenheit einer Gruppe von Söldnern, die zuvor angeprangert worden war.

Die kubanische Delegation verließ das Forum der Zivilgesellschaft mit erhobener Nationalflagge. Photo: Juvenal Balán

Die Delegation wird zu den Workshops am Nachmittag zurückkehren und erneut fordern, dass die Akkreditierung für eine Gruppe von Personen rückgängig gemacht wird, die nicht die wahre kubanische Gesellschaft repräsentieren und nachgewiesene Beziehungen zu den Terroristen haben.

„Die wirkliche Zivilgesellschaft hat den Saal verlassen, weil sie den Raum nicht mit Vertretern einer angeblichen Zivilgesellschaft teilen wird, die nicht unsere ist, die bezahlt wird“, sagte der Abgeordnete Luis Morlote, Mitglied der Delegation.

„Um der Würde wegen kann man von uns nicht erwarten, dass wir mit den Söldnern unter dem gleichen Dach sind“, fügt Morlote hinzu, der auch Vizepräsident des Schriftsteller- und Künstlerverbandes Kubas (UNEAC) ist.

Vor Beginn der Veranstaltung waren im Saal Rufe wie „Raus mit den Würmern“, „Schmeißt sie raus“ der etwa 70 Delegierten unseres Landes zu hören, die den Ausschluss der Söldner forderten.

Photo: Juvenal Balán

Enrique Alemán, Vertreter der Plattform für den Interreligiösen Dialog, erklärte, dass der Rückzug aus Respekt vor den panamaischen Behörden gemacht wurde, die auf dem Forum sprechen würden.

Alemán sandte eine Botschaft an den Präsidenten Panamas, Juan Carlos Varela, um ihn darauf aufmerksam zu machen warnen, dass er im Hotel Panamá, dem Sitz des Forums, echte Terroristen zu sitzen habe.

Joel Suárez, vom Martin-Luther-King-Zentrum und Mitglied der Delegation, erinnerte daran, dass die Amerika-Gipfel und ihre Foren eine dunkle Geschichte haben und dass seit 1994, als diese hemisphärische Veranstaltungen begannen, die Völker immer außerhalb ihrer Mauern waren und unterdrückt wurden.

Wir hatten jedoch gahofft, dass es dieses Mal anders würde, und es fanden in Kuba Versammlungen statt, um eine konstruktive Agenda nach Panama zu bringen, sagte Suárez.

Vorher hatten etwa 20 kubanischen Delegierten Probleme mit ihrer Akkreditierung für das Forum. Sie konnten bis wenige Minuten vor Beginn der Veranstaltung nicht in das Gebäude. Etlich venezolanische Delegierte waren in der gleichen Situation.

Photo: Juvenal Balán

Direkt am Eingang des Forums kam es zu einem spontanen Protest, dem sich Dutzende Delegierte und viele Journalisten anschlossen.

Die kubanische und die venezolanische Delegation schwenkten Fahnen und riefen „Nein, nein, wir haben keine Lust, eine US-amerikanische Kolonie zu sein; ja, ja, wir haben Lust, ein freies und souveränes Land zu sein“, „Raus mit den Würmern“ und „Kuba ja, Terroristen nein“.

Schließlich erlaubten die Organisatoren des Forums den Eintritt nach einer offiziellen Liste und nicht nach dem festgelegten Akkreditierungssystem.

Ruben Castillo, der panamaische Koordinator des Forums, sagte, die Situation sei auf eine Verzögerung wegen technischer Probleme zurückzuführen und bestritt jede politische Selektivität.