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Die Ehrung wird sich täglich bis 17:00 Uhr hinziehen. Photo: Miguel Rubiera Justiz/AIN

SANTIAGO DE CUBA — Die Bevölkerung von Santiago de Cuba und zahlreiche Menschen, die die Stadt besuchen, zollen dem Comandante en Jefe der kubanischen Revolution weiterhin auf dem Santa Ifigenia Friedhof Tribut, wo seine Asche am Sonntagmorgen in einer einfachen Zeremonie beigesetzt worden war.

Seit dem Nachmittag des 4. Dezember ist eine lange Schlange von Menschen zu sehen, die mit Blumen in den Händen still und langsam am Monument vorbeiziehen.

Um sieben Uhr morgens des gestrigen Montag, als die Ehrenwache wiederaufgenommen wurde, warteten die Schüler des heutigen Gymnasiums Rafael María de Mendive, wo Fidel seine Primarstufe abgelegt hatte, und viele von ihnen hielten ihre offene Hand in der Höhe der Stirn, als sie an ihm vorbeizogen, so, wie wir auch Che Guevara grüßen.
Andere machen Fotos und ein heiliger Nimbus erfasst die Ruhestätte.

Onel Alejandro Madruga Fernández, Schüler der neunten Klasse in der Sekundarschule Hugo Chávez in Havanna, reiste zusammen mit seiner Großmutter und seiner Tante hierher, aufgrund des großen Schmerzes, den sie empfanden, und um für diesen letzten Moment bei ihm zu sein, da er für alle Kubaner wie ein Vater ist. „Und ich empfinde die Verpflichtung, seinem Beispiel zu folgen“, versicherte er.

„Es ist meine Pflicht, ich muss hier sein, denn sonst wäre ich nicht komplett“, sagte gegenüber ACN Marlis Tabares, Leiterin eines Kulturprojekts im Kulturhaus 28. Januar, nachdem sie eine Blume niedergelegt hatte. „Das Monument entspricht der Sensibilität und Bescheidenheit Fidels, wie ein Maiskorn, in dem der gesamte Ruhm der Welt Platz hat, mit einem Stein aus der Sierra Maestra, wo er Geschichte gemacht hat, neben dem Konzept Revolution, dem wir geschworen haben, zu folgen, und neben seinen Kampfgefährten.“

Luis Cabrera, Botschafter Nicaraguas in Kuba, stimmte darin überein, dass die Stätte ergreifend ist, an der seine Asche ruht und zu der man sehr gesammelt kommt, „denn wir alle sind Fidel und es ist eine Pflicht eines jeden Revolutionärs, eines jeden progressiven Mannes oder Frau in der Welt, sich zu nähern, denn Fidel ist Revolution, ist Frieden, ist Solidarität, ist der Freund, der die Dankbarkeit des gesamten Volkes von Nicaragua verdient für seine bedingungslose Hilfe. Sein Geist wird von hier aus den Kontinent unterstützen und ihn auf friedlichen Wegen führen“, fügte er hinzu.

Die Ehrung wird sich täglich bis 17:00 Uhr hinziehen.

Aller dreißig Minuten erfolgt die Ablösung der Ehrenwache an seinem Monument und an dem von José Martí, vollzogen von Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren der Einheit der Ehrenwache, die auf dem Friedhof stationiert ist, einem Museum unter freiem Himmel, das im Jahre 1868 gegründet worden war, mit der Elegie für José Martí im Hintergrund, die von Juan Almeida Bosque komponiert worden ist.