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Photo: Estudio Revolución

SANTIAGO DE CUBA - Es wird Morgen. Santa Ifigenia, dieser geheiligte Ort des Vaterlandes, hat tiefe Spuren. Seit diesem Sonntag ist es auch Ort des Tributs für den ewigen Comandante en Jefe der kubanischen Revolution.

Ganz in der Nähe der Grabstätte von José Martí springt der beeindruckende Stein aus grauem Granit ins Auge, in dessen Innerem die Asche Fidels ruhen wird, umgeben von den Nischen der Märtyrer des 26. Juli und der Begräbnisstätte der für den Internationalismus Gefallenen.

Wenige Meter von dem unversehrten Monolithen entfernt ist in Bronze das von Fidel am 1. Mai ausgedrückte Konzept der Revolution angebracht worden.

Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Mitglieder des Politbüros des Zentralkomitees der Partei, der Kommandant der Revolution Guillermo García Frías, Angehörige, Kampfgefährten, Gäste, Freunde sind gekommen, um dem ewigen Führer posthumen Tribut zu zollen.

Photo: Estudio Revolución

Stille. Die Protze, die die Asche von Fidel transportierte, ist in Santa Ifigenia angekommen. Unter der riesigen Flagge, die auf Halbmast weht, hält der Trauerzug an, der über tausend Kilometer zurückgelegt hat, seitdem er am vergangenen 30. November von Havanna abfuhr.

Im Mausoleum für Martí legen Raúl und die erwähnten Parteiführer weiße Blumen nieder. Die erste Ehrung des Tages gilt dem Nationalhelden, dessen Werk die Ideen Fidels inspirierten, dem geistigen Urheber der Moncada.

Danach beginnt die feierliche Zeremonie der Beisetzung. Dalia, seine Frau, bringt die kleine Urne, die die Asche des Comandante en Jefe enthält.

Gegenüber der Nische wartet, treu wie immer, Raúl, der die Urne im Herzen des Steines absetzt, als würde er den geliebten Bruder streicheln. Die Tafel aus grünem Marmor, die mit der die Nische verschlossen wird, trägt den in Bronzeschrift eingravierten Namen: FIDEL.

Der militärische Gruß des Armeegenerals erschüttert; es ist sein letzter Abschied für den unstreitigen Führer der Kubanischen Revolution. Der Hornist spielt das Achtungssignal, und die Noten unserer glorreichen Nationalhymne zerteilen die Stille, die von 21 Salutschüssen zu Ehren des Führers der kubanischen Revolution begleitet wird.

Foto: Estudios Revolución

Der Hornist spielt das Stillesignal. Da scheint es plötzlich, als wäre Fidel ins Leben zurückgekehrt, und in seiner langsamen, festen, unerschütterlichen Stimme ertönt das Konzept Revolution, mit dem er uns erneut für das Vaterland begeistert.

Militärische Schritte durchbrechen die zurückgebliebene Stille. Es beginnt die Zeremonie der Wachablösung für den Nationalhelden, zu der die erste Ehrenwache hinzutritt, die von diesem Moment an für immer unseren unbesiegten Comandante en Jefe behüten wird.

Der kubanische Präsident legt später eine weiße Rose vor der letzten Ruhestätte des Revolutionsführers nieder. Später tun dies die Mitglieder des Politbüros und Revolutionskommandant Guillermo García Frías.

Danach legen auch die Angehörigen weiße Rosen nieder. Ihnen folgen die zur Zeremonie geladenen Gäste, darunter Präsidenten, Führer und Freunde, die aus verschiedenen Teilen der Welt gekommen sind, um ebenfalls diesen Moment des Schmerzes in unserem Vaterland zu teilen.

Stille; ewige Stille. Eine seltsame Trauer erfüllt alle, es ist kein einfacher Schmerz, es ist ein tiefer, unendlicher Schmerz ohne Größe. Santa Ifigenia schmerzt, aber von dieser würdevollen Ruhestätte aus ist Fidel weiterhin Licht, Morgengrauen, Saat, Vorbild ... Leben.