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Photo: Juvenal Balán

CAMAGÜEY - Es war gegen 16 Uhr am Donnerstag als der Trauerzug, der die Asche des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz mit sich führt, die Grenze zur Provinz Camagüey überschritt und dort voller Emotionen von Tausenden Bewohnern Camagüeys empfangen wurde, die sich spontan auf beiden Seiten der Hauptstraße versammelt hatten.

Photo: Juvenal Balán

Das Gleiche geschah in den kleinen Gemeinden und Dörfern des Kreises Carlos Manuel de Céspedes und Florida, bis der Zug schließlich in der Stadt Camagüey ankam, wo die Straßen von einem Volk gesäumt wurden, das stundenlang in Erwartung der Karawane, standhaft dem hartnäckig andauernden Nieselregen trotzte.

Und als es im Land von EL Mayor (Ignacio Agramonte) Nacht wurde, erreichte der Zug den Generalmajor Ignacio Agramonte Loynaz Platz, wo ihm eine Menschenmenge, bestehend aus Studenten, Arbeitern, Kämpfern und Bewohnern der Stadt Ovationen darbrachte und in einem gewaltigen Chor die Nationalhymne anstimmte.

Photo: Miguel Febles Hernández

„Ich singe zusammen mit meiner Mama und meinem Papa, weil es in dem Text heißt – für das Vaterland zu sterben bedeutet zu leben – und das ist, was mit Fidel geschehen ist“, sagte die kleine Lorena, während Lisandra mit einer Geste des Respekts der Asche jenes Mannes Reverenz erwies, der während seines ganzen Lebens soviel für das Glück der neuen Generationen getan hat.

„Das ist noch nicht zu Ende“, erklärte die Schülerin und bezog sich damit auf die posthume Ehrenwache, die das Volk, mit großer Beteiligung der Jugend und vielen Künstlern ab 21 Uhr auf dem Platz halten wird.

„Das konnte auch gar nicht anders sein“, betonte der Vorsitzende der Niederlassung des Schriftsteller- und Künstlerverbandes (Uneac) in Camagüey, Sergio Morales Vera, denn „Fidel ist ein Mann der Kultur, ein Intellektueller, ein Denker ... und in der ihe eigenen Konzeption des Kampfes für eine bessere Welt, stand die Kultur immer ganz vorn.

Photo: Miguel Febles Hernández

Danke für diese ständige Sorge, denn sogar in den schwierigsten Momenten für das Vaterland, sagte er, dass das Erste, was es zu retten gelte, die Kultur sei“, sagte Morales Vera und er fuhr fort: „Unser Land kann heute auf Tausende von Personen zurückgreifen, die in der Lage sind, das Werk der Künstler und Schriftsteller zu würdigen. Das ist etwas, das im Herzen, in den Gefühlen und im Wesen des Kubaners enthalten ist.“

Nach einer Nacht und einem Morgengrauen voller Emotionen, mit denen das Volk dem Comandante ein letztes Lebewohl sagte, setzt der Trauerzug am Freitag in der Frühe seinen Weg nach Santiago de Cuba fort; zuvor wird er aber an dem Ort vorbeikommen, von dem aus Fidel sich am 4. Januar 1959 in seinem Siegeszug in Richtung der Hauptstadt des Landes, an die Bewohner Camagüeys wandte.