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Brian Lynch, Meister auf der Trompete Photo: Granma

Brian Lynch, Trompeter; Tony Succar, Perkussionist und Produzent; Joss Stone, Sängerin. Provenienz: Vereinigte Staaten, Peru, England. Drei Namen, die auf der Tagesordnung des vierunddreißigsten Jazz Plaza International Festival, das am Montag, den 14. August seine ersten Schritte in einem von Havanna und Santiago de Cuba gemeinsam genutzten Programm macht, Respekt einfordern.

Lynch wird sich am kommenden Dienstag um 21:00 Uhr im Mella-Theater in einem Auftritt präsentieren, an dem auch der Saxophonist Carlos Miyares und sein Quintett, die Flötisten Maraca und Néstor Torres (Puerto Rico) zu Ehren der kürzlich verschwundenen Jazzmusiker Roy Hargrove und Dave Valentin sowie die Band des kubanischen Perkussionisten Dafnis Prieto, der in den USA lebt, teilnehmen werden.

Der Trompeter ist einer der hervorragenden US-amerikanischen Musiker, die in den kubanischen und karibischen Rhythmen kreative Inspiration gefunden haben. Sein erstes Eintauchen in diese Gewässer fand mit der Band des Sängers Ángel Canales und mit dem Orchester von Héctor Lavoe statt. Ab 1987 wurde er vom Maestro Eddie Palmieri, der maßgeblichen Einfluss auf ihn hatte, sowie dem von ihm bewunderten Kollegen Woody Shaw verpflichtet. Dieses Erbe ließ er in seinem ersten Album als Bandleader „Spheres of Influence“ in Stücke reinen afro-kubanischen Aromas einfließen. 2007 eroberte er zusammen mit Palmieri den Sympathie-Grammy als Bestes Latino Jazz Album.

In dem vom Gründer der Veranstaltung Bobby Carcassés anberaumten Konzert am Mittwoch, das das Jazz Plaza 2019 offiziell eröffnet, wird der in den Vereinigten Staaten lebende Peruaner Tony Succar Teil des Ankündigungsplakats sein. Ihm gelang es in der jüngsten Zeit, günstige Kritiken und öffentliche Zustimmung für ein Album zu erziele, in dem er das Repertoire von Michael Jackson auf das Territorium des Latin Jazz übertrug.
Das Album „The Latin Tribute to Michael Jackson“ kletterte in der Kategorie der tropischen Musik an die Spitze der Liste des Billboard-Magazins und war der Start seines Projekts „Unity“, mit dem er als Arrangeur und Produzent bekannt wurde, nachdem er Erfahrung mit Salsa-Ikonen wie Tito Nieves, La India und Marc Anthony gesammelt hatte.

Joss Stone eröffnet das Nachtprogramm am darauffolgenden Donnerstag in der Sala Avellaneda. Für das Mädchen, das 2003 alte Hits von Aretha Franklin und den Isley Brothers sang, bis es 2015 das Album „Water for your Soul“ veröffentlichte, ist nicht nur die Zeit vergangen; es hat auch ein Prozess künstlerischer und intellektueller Reife stattgefunden, der sie zu einer dauerhaften Exponentin des Blues gemacht hat.

«Ich halte mich für eine logische und vernünftige Person und das hilft mir, nicht an den Ruhm zu glauben. Ich bin nur eine Frau, die Lieder macht, die sich mit Musikern umgibt und die Ergebnisse mit anderen teilt. So kriege ich mein Leben in den Griff", sagt die junge Sängerin von sich. Man hört es ihren Stücken an, etwa in „Tell me 'bout it“ oder „The love we had“.